mini|hochkant=1.25|Schulgebäude
Die Ellen-Key-Schule (vormals: 5. Polytechnische Oberschule Oleg Koschewoi) ist eine öffentliche Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe in der Rüdersdorfer Straße 20 im Berliner Ortsteil Friedrichshain.
Geschichte Die Schule wurde 1954 als 5. Grundschule Friedrichshain eröffnet.Berliner gesellschaftliche Bauten 1954. In: Berliner Zeitung, 15. Juni 1954, S. 5; online. Am 18. Oktober 1967 wurde sie nach Oleg Koschewoi (1926–1943) benannt,Eine Mutter von 750 Schülern. In: Berliner Zeitung, 19. Oktober 1967, S. 8; online einem jungen sowjetischen Partisanen und Mitglied der sowjetischen Jugendorganisation Komsomol, der mit Freunden gegen die deutsche Wehrmacht in der Stadt Krasnodon kämpfte und mit 16 Jahren hingerichtet wurde. Koschewoi ist die Hauptfigur in Alexander Fadejews Roman Die junge Garde (Молодая гвардия).
1991 wurde die Schule in die 2. Gesamtschule Friedrichshain umgewandelt, 1993 wurde die gymnasiale Oberstufe der 1. Gesamtschule Friedrichshain als Filiale angegliedert. Seit 1995 werden lernbehinderte Schüler integriert. Mit dem Sommer 1997 wurde das Gebäude der Schule für Sprachbehinderte zugeordnet, und die Sekundarstufen I und II können fortan an einem Standort unterrichtet werden.
Am 8. Mai 1998, wurde die Schule nach Ellen Key, einer schwedischen Reformpädagogin und Frauenrechtlerin, umbenannt. Im Jahr 2000 wurden erstmals die Kooperation mit der Wirtschaft sowie die Berufsorientierung im Schulprofil festgeschrieben.
Seit dem Schuljahr 2010/2011 ist die Ellen-Key-Schule eine Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe.
Schulprofil Die je nach Schülerzahl vier- bis sechszügige Schule hat sich ein Zitat von Ellen Key als Motto gesetzt:
An der Schule sind der Erwerb der Mittleren Reife, der Fachhochschulreife (schulischer Teil) sowie das Abitur nach zwei oder drei Jahren möglich.Website der Ellen-Key-Schule
Die Schule bietet Unterricht in Englisch, Französisch und Spanisch an.Sprachenangebot. eko-online.net; abgerufen am 8. Januar 2012 Seit dem Schuljahr 2014/2015 wird im 7. Jahrgang je eine Klasse mit bilingualem Unterricht in Englisch eingerichtet.
Im Schuljahr 2025/26 hat die Schule 824 Schüler. Von ihnen haben 31,6 Prozent eine nichtdeutsche Herkunftssprache.
Kooperationen Seit 2003 findet das Forstcamp Bogensee in Zusammenarbeit mit dem Projekt Arbeiten und Lernen des Pestalozzi-Fröbel-Hauses statt. Gemeinsam mit der Waldschule Bogensee und dem Forstamt Pankow arbeiten und wohnen die Schüler für jeweils eine Woche in der Revierförsterei Arendsee. Seit 2009 wird das Konzept des Dualen Lernens durch die Humboldt-Universität begleitet, seit 2010 stehen Unterkünfte zur ganzjährigen Durchführung zur Verfügung.Forstcamps im Natur- und Umweltschutz: Forstcamp Bogensee. In: Berliner Schulen: Duales Lernen.; Berlin.de
Seit 2003 ist die Berliner Energieagentur Partner der Schule in Berufsorientierung und Berufsvorbereitung. berliner-e-agentur.de
Die Ellen-Key-Schule wirkt mit im Campus Eastside, einem Netzwerk aus Kita, Schule, freien und kommunalen Trägern und Unternehmen.
Gebäude Der Schulkomplex wurde von 1953 bis 1954 errichtet und von dem Architekten Anton Gerber im Stil der Architektur der nationalen Tradition gestaltet. Gerber wurde von Hermann Henselmann aus West-Berlin angeworben, obwohl er als Architekt an Hermann Görings Carinhall mitgewirkt hatte. Da in der DDR ein Mangel an Architekten und Ingenieuren bestand, erhielten auch Architekten Aufträge, die an Bauwerken aus der Zeit des Nationalsozialismus mitgewirkt hatten.
Das Gebäude besteht aus einer neoklassizistischen Dreiflügelanlage mit einem Vorplatz. Der Mittelteil des Gebäudes ist viergeschossig und durch offene Säulenhallen mit den zweigeschossigen Flügeln verbunden. Der Eingang ist repräsentativ mit einem Portalbalkon gestaltet, der auf Säulen und Pfeilern ruht. Der Komplex stellt ein herausragendes Beispiel der Baukultur in der Frühzeit der DDR dar und steht heute unter Denkmalschutz.Abitur 2011: Ellen-Key-Oberschule. In: Berliner Morgenpost. 20. Juni 2011. 1998 bekam die Schule eine vier Meter hohe Skulpturenwand.Anne Ochmann: Skulpturen im öffentlichen Raum.
Die Schule ist heute mit modernen naturwissenschaftlichen Fachräumen und Computerräumen ausgestattet.
Literatur Jörg Kirchner: Architektur nationaler Tradition in der frühen DDR (1950–1955). Zwischen ideologischen Vorgaben und künstlerischer Eigenständigkeit. Hamburg 2010, .
Günter Dallmer: Sachlich, kritisch, konstruktiv. Der Pädagogische Rat an der Oleg-Koschewoi-Oberschule Berlin-Friedrichsheim. In: Deutsche Lehrerzeitung, 1978, Heft 34, S. 3.
Weblinks
Website der Schule Eintrag im Berliner Schulverzeichnis
Einzelnachweise
Kategorie:Architektur (DDR) Kategorie:Erbaut in den 1950er Jahren Kategorie:Bauwerk des Sozialistischen Klassizismus in Berlin Ellenkeyschule Ellenkeyschule Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1953 Kategorie:Schule in Berlin-Friedrichshain