Berettyóújfalu ist eine ungarische Stadt im Kreis Berettyóújfalu im Komitat Hajdú-Bihar. Zur Stadt gehört der südlich des Flusses Berettyó gelegene Ortsteil Berettyószentmárton, der 1970 eingemeindet wurde. Berettyóújfalu erhielt Ende 1978 den Status einer Stadt. Der Ort ist benannt nach dem 167,3 Kilometer langen Fluss Berettyó.
Geografie Als natürliche Grenze zur Nachbargemeinde Tépe dient der Derecskei-Kálló der sich auf dem Gemeindegebiet mit dem Konyári-Kálló zum Kék-Kálló vereinigt, durch das Gemeindegebiet fließt der Keleti-főcsatorna. Berettyóújfalu grenzt an folgende Gemeinden:
Geschichte Erste menschliche Besiedlungen werden der steinzeitlichen Körös-Kultur zugeordnet. Das Gebiet ist seit der Antike bewohnt, im städtischen Siedlungsraum wurden zahlreiche Artefakte aus der Spätbronzezeit gefunden.
Städtepartnerschaften (Rumänien) (Italien) (Italien) (Russland)
Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Stadt: Gyula Kállai (1910–1996), kommunistischer Politiker und ehemaliger Ministerpräsident László Barkóczi (1919–2017), Provinzialrömischer Archäologe László Gerendai (* 1923), Offizier der Volksrepublik Ungarn Károly Makk (1925–2017), Filmregisseur und Drehbuchautor István Szondy (1925–2017), Pentathlet und Reiter Imre Bujdosó (* 1959), ehemaliger Säbelfechter Barna Berke (1966–2021), Jurist Mónika Juhász Miczura (* 1972), Roma-Sängerin (Mitsou) Anita Orbán (* 1974), Ökonomin, Energieexpertin und Politikerin Viktória Mohácsi (* 1975), ehemalige Politikerin, MdEP (2004–09) István Ujhelyi (* 1975), Politiker Zoltán Mácsai (* 1985), Hornist Evelin Mosdóczi (* 1994), Fußballspielerin Gabriella Tóth (* 1996), Handballspielerin
Weitere Persönlichkeiten: Leó Forgács, auch Leo Fleischmann (* 1881 in Budapest; † 1930 in Berettyóújfalu), Schachspieler György Konrád (* 1933 in Debrecen; † 2019), Essayist; ist in Berettyóújfalu aufgewachsen
Verkehr mini|Bahnhof Berettyóújfalu Im Norden der Stadt kreuzen sich die Hauptstraße Nr. 47 und die Hauptstraße Nr. 42. Berettyóújfalu liegt an der Bahnstrecke Püspökladány–Oradea. Es bestehen Zugverbindungen nach Püspökladány und Biharkeresztes sowie einmal am Tag nach Rumänien.
Literatur Walter Meier-Arendt (Hrsg.): Alltag und Religion – Jungsteinzeit in Ost-Ungarn. mit Ausgrabungen in: Hódmezővásárhely-Gorzsa, Szegvár-Tűzköves, Öcsöd-Kováshalom, Vésztő-Mágor, Berettyóújfalu-Herpály und Funde. Museum für Vor- und Frühgeschichte, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-88270-314-8.
Einzelnachweise
Weblinks
Berettyó-Újfalu in A Pallas nagy lexikona (ungarisch)
Kategorie:Ort im Komitat Hajdú-Bihar