Joseph Anton Dreher (* 6. September 1794 in Illereichen; † 26. Juni 1849 ebenda) war deutscher Orgelbauer, der im 19. Jahrhundert in Oberschwaben wirkte.

Leben Joseph Anton Dreher war Sohn des Orgelbauers Meinrad Dreher und führte ab etwa 1828 dessen Werkstatt fort. Für die Orgellandschaft Oberschwaben ist er von regionaler Bedeutung.Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Lexikon süddeutscher Orgelbauer. Florian Noetzel Verlag, Heinrichshofen-Bücher, Wilhelmshaven 1994, ISBN 3-7959-0598-2, S. 70. Auf Vater und Sohn Dreher gehen 14 Orgelneubauten in Schwaben zurück, von denen drei Orgeln (teilweise) erhalten sind.

Spekulativ ist ein Verwandtschaftsverhältnis mit dem Orgelbauer Max Dreher (* 27. Mai 1886 in Hausen am Tann; † 27. November 1967 in Salzburg), der ab 1916 im Land Salzburg als Orgelbauer arbeitete, wobei er bis 1939 in Augsburg eine Filiale betrieb.Gerhard Walterskirchen: Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Dissertation, Universität Salzburg, 1982, S. 222 und 227.

Werkliste Die Liste gibt alle bisher von Dreher bekannten Werke wieder.

Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen 1827 Krumbach St. Ulrich I/P 7 Brüstungsorgel; erste selbstständige ArbeitHermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Historische Orgeln in Schwaben. Schnell & Steiner, München 1982, ISBN 3-7954-0431-2, S. 136.; 1986 umgebaut/erweitert durch M. Offner→ Orgel 1832 Mindelheim Mariä Verkündigung 160x160px II 18 Reparatur und Erweiterung des Pedals um zwei Register, zusammen mit seinem Vater Meinrad Dreher; Gehäuse eines unbekannten Orgelbauers von 1722 erhalten; mehrere Umbauten → Artikel: Orgel 1832 Mindelheim Spitalkirche I/p 6 Anstelle des bisherigen Positivs;Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Historische Orgeln in Schwaben. Schnell & Steiner, München 1982, ISBN 3-7954-0431-2, S. 172. erhaltenGeorg Brenninger, Gerhard Rieger: Orgeln in Schwaben. Bruckmann, München 1986, ISBN 3-7654-2001-8, S. 91. 1834 Witzighausen Mariä Geburt nicht erhalten 1835 Siebnach St. Georg zentriert|160x160px 1835 Aletshausen Heilig Kreuz zentriert|160x160px 1836 Mindelzell Wallfahrtskirche Heilig Kreuz 160x160px I/p 11 Erhalten 1837 Wallenhausen St. Moritz 1837 Oberwiesenbach Pfarrkirche St. Blasius zentriert|160x160px 1839 Beuren Neubau um 1840 Untereichen St. Peter und Paul 1841 Hegelhofen Pfarrkirche St. Nikolaus 1843 Schlingen Pfarrkirche Sankt Justina

Siehe auch Liste von Orgelbauern

Literatur Georg Brenninger, Gerhard Rieger: Orgeln in Schwaben. Bruckmann, München 1986, ISBN 3-7654-2001-8. Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Historische Orgeln in Schwaben. Schnell & Steiner, München 1982, ISBN 3-7954-0431-2. Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Lexikon süddeutscher Orgelbauer. Florian Noetzel Verlag, Heinrichshofen-Bücher, Wilhelmshaven 1994, ISBN 3-7959-0598-2. Ulrich Höflacher: Johann Nepomuk Holzhey: Ein oberschwäbischer Orgelbauer. Oberschwäbische Verlagsanstalt, Ravensburg 1987, ISBN 3-926891-01-7, S. 18 (Veröffentlichung der Gesellschaft der Orgelfreunde 121).

Einzelnachweise

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