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Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Marzahn beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Marzahn mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung eine der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick Der heutige Ortsteil untergliedert sich in drei Grundbereiche, das sind das alte Angerdorf Marzahn aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, drei Kolonistensiedlungen aus dem 19. und beginnenden 20. Jahrhundert sowie die ab den 1970er Jahren hauptsächlich auf ehemaligen landwirtschaftlichen Flächen und Rieselfeldern entstandenen Neubaugebiete. Ein kleiner Teil dieser Gebiete entstand auf Gelände, das damals nicht zur Stadt Berlin gehörte und nachträglich eingemeindet wurde.
Der Ortsteil wird durch die Landsberger Allee in West-Ost-Richtung durchschnitten, die südliche Grenze ist die Ostbahn, auf deren Trasse die S-Bahn nach Strausberg und Regionalzüge verkehren, die östliche Grenze bildet die Wuhle. Westlich schließen sich die Ortsteile Alt-Hohenschönhausen, Lichtenberg und Friedrichsfelde an. Mit dem Neuzuschnitt der früheren Bezirke im Jahr 2001 fielen einige Bereiche der früheren Dörfer Biesdorf und Kaulsdorf an den Ortsteil Marzahn und umgekehrt. Die nördliche Grenze ist gleichzeitig die Grenze des Stadtgebietes von Berlin.
Die Namen der neuen Straßen orientierten sich zu großen Teilen an Orten in der DDR, einige Magistralen erhielten Bezeichnungen nach DDR-Politikern wie Otto Buchwitz, Bruno Leuschner, Karl Maron oder Heinrich Rau. Letztere Straßennamen wurden auf Beschluss des Berliner Senats ab den 1990er Jahren durch neue ersetzt. Nach der politischen Wende entstanden weitere Neubaugebiete östlich und südlich der zuerst errichteten.
Die ältesten, namentlich noch erhaltenen Straßen sind die nach ihrer Richtung benannte Landsberger Allee (früher Chaussee nach Alt-Landsberg) in West-Ost-Richtung und die Marzahner Chaussee (Chaussee nach Friedrichsfelde bzw. Friedrichsfelder Chaussee), die schon im 19. Jahrhundert existierten.
Die längste Straße ist die Märkische Allee mit rund Kilometern, die den gesamten Ortsteil von Nord nach Südwest durchquert.
Von Amts wegen werden die folgenden „Lebensweltlich orientierten Räume“ (LOR) unterschieden: Marzahn-Nord (mit Marzahn-West und Havemannstraße) Marzahn-Mitte (mit Gewerbegebiet Bitterfelder Straße, Wuhletalstraße, Marzahn-Ost, Ringkolonnaden, Marzahner Promenade) Marzahn-Süd (mit Marzahner Chaussee, Springpfuhl, Alt-Marzahn und Landsberger Tor).Marzahn beim Amt für Statistik Berlin, Stand vom Juli 2015 (PDF; 350 kB)
Das Wohnviertel Landsberger Tor, bezeichnet nach einem früheren Berliner Zolltor, ist ein „auf dem Reißbrett“ geplantes Quartier zwischen der Landsberger Allee, der Wuhle, der Eisenacher Straße und dem Blumberger Damm gelegen. Die hierfür von mehreren Architekturbüros neu entwickelten Gebäudetypen sind bereits mehrfach ausgezeichnet worden., neu abgerufen am 1. Februar 2016.
Marzahn hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 12679, 12681, 12685, 12687 und 12689.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAdersleber Weg ()240Adersleber Kalvill, Winter-Apfelsorte, im Kloster Adersleben gezüchtetstyle="text-align:right;" Zuerst hieß er An der Steinhalde (um 1920), 1930 auch nur Steinhalde (bis dahin noch unbebaut) und ein weiterer Abschnitt Straße 14; ab 1932 auch Adersleber Weg. Zwischen 1951 und 1973 findet sich auf Stadtplänen auch wieder Straße 14. Mit dem Beginn der Wohnbebauung in Marzahn wird er nun offiziell als Adersleber Weg bezeichnet. Er verläuft von der Allee der Kosmonauten zur Heliosstraße und knickt dabei nach Süden ab.140px|Adersleber WegAhrensfelder Chaussee ()1650Ahrensfelde, nördlich an Marzahn grenzende Gemeinde in Brandenburgstyle="text-align:right;" Zuerst hieß sie Straße nach Ahrensfelde und verband den Bereich Falkenberg mit Ahrensfelde. Hausnummer 162 ist die historische Bahnhofsanlage des Bahnhofs Ahrensfelde samt Wohn- und Nebengebäude und steht in der Berliner Denkmalliste.140px|Ahrensfelder ChausseeAhrensfelder Platz ()70 × 30Ahrensfelde, nördlich an Marzahn grenzende Gemeinde in Brandenburgstyle="text-align:right;" Der Platz liegt an der Ecke Märkische Allee / Havemannstraße gegenüber dem Bahnhof Ahrensfelde.140pxAlfred-Döblin-Straße ()560Alfred Döblin (1878–1957), Schriftstellerstyle="text-align:right;" Sie verbindet die Märkische Allee mit der Ludwig-Renn-Straße in West-Ost-Richtung.140px|Alfred-Döblin-StraßeAllee der Kosmonauten ()4500 + Nebenarme(im Ortsteil)Kosmonaut, russische Bezeichnung für Raumfahrerstyle="text-align:right;" Die Straße entstand in den 1970er Jahren vollständig neu, integriert in ihrer Trassierung jedoch Teile früherer Straßen. Sie wurde 1975 zunächst Springpfuhlstraße genannt. Sie verläuft von Westen (Fortsetzung der Herzbergstraße im OT Lichtenberg) zweifach abgeknickt bis zur Landsberger Allee im Norden und setzt sich als Raoul-Wallenberg-Straße fort. Die Hausnummern 16–25 gehören zum Ortsteil Lichtenberg, die Bereiche 88–144 (die südlichen Fortsätze) zum Ortsteil Biesdorf, der größere Rest (bis Nummer 203) zu Marzahn.140px|Allee der Kosmonauten 140px|Kleines Panorama der AdK an einem Knick gegenüber HeliosstraßeAlt-Friedrichsfelde ()140 + 40 (im Ortsteil)Kern des früheren Dorfs Friedrichsfeldestyle="text-align:right;" *In früheren Jahrhunderten hieß sie Chaussee nach Frankfurt und im Folgenden trug sie zahlreiche weitere Namen.(*): Die zu Marzahn gehörenden Hausnummern 62–64 wurden erst Ende der 1980er Jahre als gesondertes Straßenstück nordwärts abgehend von Alt-Friedrichsfelde angelegt, sie gehören zu einem Gewerbegebiet auf früherem Brachgelände zwischen zwei Brücken. So ist die zugeordnete Jahreszahl der Namensvergabe hier nicht ganz zutreffend. Unter dieser Adresse befinden sich die Technik-Niederlassung der Telekom, ein Großlager von DHL und ein Großgewerbekunde. Die Straße Alt-Friedrichsfelde bildet hier die Ortsteilgrenzen Biesdorf, Friedrichsfelde und Marzahn.140pxAlt-Marzahn ()1000 (130 + 510 + 365)Alt-Marzahn, Kern des mittelalterlichen Dorfes Marzahnstyle="text-align:right;" Zuerst hieß der Bereich Dorfaue.Berliner Adressbuch 1939 mit dem Hinweis „Dorfaue, während der Drucklegung umbenannt in Alt-Marzahn“ In den 1980er Jahren wurde die frühere durchgängige Dorfstraße zu einer Anliegerstraße, deren langgestreckter linsenartiger Verlauf den mittelalterlichen Dorfkern markiert. Zu Alt-Marzahn gehört noch ein Nebenast zwischen Hinter der Mühle und der südwestlichen Kolonistensiedlung. Das gesamte Ensemble einschließlich der Dorfkirche und der Grünflächen steht seit 1977 unter Denkmalschutz. Im Haus Nummer 22 befinden sich das Handwerker- und Friseurmuseum sowie das Dorfmuseum Marzahn.140px|Straße Alt-MarzahnAlte Rhinstraße ()330Rhin, Nebenfluss der Havelstyle="text-align:right;" Zuerst hieß sie Straße 13 (Nordbereich der Mesenicher Straße bis zur Berliner Chaussee), später trug sie keinen Namen und ging südwärts von der Leninallee als Sackgasse ab.Stadtplan Berlin 1988, VEB Tourist Verlag Berlin, Karte S. 19, Abschnitt B2 Nach der Errichtung des Hochhauskomplexes Pyramide und der Anlage der Erschließungsstraßen wurde dieser Straßenabschnitt zur besseren Unterscheidung mit dem Zusatz „Alte“ versehen. Sie verbindet heute die Landsberger Allee mit dem Pyramidenring.140pxAlthansweg ()330Graf Althanns Reneklode, Reneklodensortestyle="text-align:right;" Zuerst hieß der Weg Kaiser Wilhelm-Straße (bis 1922), das kurze Südstück zwischen Vierlanden- und Elisabethstraße hieß zwischen 1926 und 1978 Warener Straße, die dann aufgehoben und in den Althansweg einbezogen wurde. In dieser Kolonistensiedlung sind mehrere Verkehrswege nach Tieren oder Pflanzen benannt worden. Im nördlichen Stück stehen mehrgeschossige Plattenbauten in lockerer Gruppierung.140pxAltlandsberger Platz ()180 × 40Altlandsberg, Stadt in Brandenburgstyle="text-align:right;" Anfangs befand sich auf dem Gelände eine Gärtnerei, auf dessen Fläche nach 1990 ein Gartencenter entstand. Erst um 1995 wurde hier ein neues Wohnquartier errichtet. Der Altlandsberger Platz im Zentrum dieses Quartiers wird begrenzt von der Zinndorfer Straße, Hasenholzer Allee und dem Pritzhagener Weg. Er teilt den Bollersdorfer Weg in einen Nord- und einen Südbereich.140pxAm Cleantech Business Park ()CleanTech Business Park, Gewerbe- und Industriegebiet im Ortsteilstyle="text-align:right;" Vorlage des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf Nr. 1011/IVDie Straße verläuft im Bereich des 90 Hektar großen Clean Tech Business Parks, abgehend von der Wolfener Straße. Zur Anlage des Parks erfolgte 2012 der erste Spatenstich, im September 2014 wurde er amtlich gewidmet. Im Juli 2015 hatten Bodenbearbeitungen begonnen, ein Straßennetz kam erst in den folgenden Jahren schrittweise zustande. Erste Firmen siedelten sich 2016 hier an.CleanTech: Diese fünf Startups lösen Energieprobleme, abgerufen am 24. April 2018. 140pxAm Schmeding ()1000historische Flurbezeichnung, vermutlich von Schmiede abgeleitetstyle="text-align:right;" Vor 1923 hieß sie Straße 1 , ab September 1925 wurde sie dann offiziell so bezeichnet. Die Straße liegt in einer Kolonistensiedlung, deren Verkehrswege häufig nach Tieren oder Pflanzen benannt worden sind; hier aber nach dem Handwerk.140pxAmanlisweg ()520Amanlis, Birnensortestyle="text-align:right;" Ab 1920 hieß sie zunächst Gartenstraße, allerdings nicht amtlich. Trotzdem ist dieser Name auf dem Berliner Stadtplan von 1943 sogar noch so eingetragen. Der Nord-Süd-Verkehrsweg verbindet die Pekrunstraße mit der Allee der Kosmonauten. Er besitzt zusätzlich zwei Schleifen zu je 140 Meter Länge, die die mehrgeschossigen Wohngebäude erschließen. In dieser Kolonistensiedlung sind mehrere Verkehrswege nach Tieren oder Pflanzen benannt worden.140pxAmselhainer Weg ()150Amselhain, Wohnplatz in Werneuchen in Brandenburgstyle="text-align:right;" Auf ersten Karten als wurde der Weg als Kolonie Amselhain geführt, 1957 als Wohnplatz Amselhain.Amselhainer Weg auf Kauperts.de Der Weg liegt in der Wohnsiedlung um den Altlandsberger Platz und verbindet diesen nordwärts mit der Spitzmühler Straße.140pxAn der Kohlbeke ()250Kohlbeke, aus einem früheren Rieselfeld-Absetzbecken eingerichtetes Feuchtbiotopstyle="text-align:right;" Der Fußweg verläuft westlich vor einem Eisenbahn-Damm, von der Wuhletalstraße abgehend und stellt eine fußläufige Verbindung zum Hellersdorfer Weg her.140pxAuersbergstraße ()200Auersberg, Berg im Erzgebirgestyle="text-align:right;" Die Straße verläuft zwischen Pekrun- und Blenheimstraße.140pxBärensteinstraße ()1190Bärenstein, Gemeinde in Sachsenstyle="text-align:right;" Die Straße verläuft abgewinkelt und verästelt zwischen Allee der Kosmonauten und dem Blumberger Damm.140pxBarnimplatz ()100 × 70Barnim, Hochfläche nordöstlich von Berlinstyle="text-align:right;" Barnimplatz an der Havemannstraße übergeben. Artikel in der Berliner Zeitung vom 29. Oktober 1996; abgerufen am 13. Februar 2011Nach einem 1993 durch das Bezirksamt Marzahn ausgeschriebenen Wettbewerb zur Schaffung eines neuen Stadtplatzes wurde dieser zwischen 1995 und 1996 angelegt und feierlich eingeweiht. Nach anfänglichen Kritiken der Marzahner Bürger ist er inzwischen mit Märkten und Kulturveranstaltungen ein akzeptiertes Element im Kiez.140px|Blick von der Borkheider Straße Richtung HavemannstraßeBasdorfer Straße ()550Basdorf, Ortsteil von Wandlitz in Brandenburgstyle="text-align:right;" Die Straße verläuft in einer Schleife östlich der Märkischen Allee gegenüber dem Parkfriedhof und erschließt das Wohngebiet. In der Umgebung sind mehrere Verkehrswege nach ehemaligen Dörfern oder Gemeinden im Barnimer Land benannt worden.140pxBeilsteiner Straße