Die Elz, am Oberlauf auch Elzbach genannt, ist ein rechter Nebenfluss des Neckars im Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg von gut 39 km Länge. Sie durchfließt von Nord nach Süd den südöstlichen Odenwald. Die Mündung liegt 407 m tiefer als die Quelle.
Der mit topographisch höchste Punkt des Einzugsgebiets liegt ca. 900 m südwestlich der Elzquelle nahe dem Wasserreservoir auf dem Reisenberg.
Name Die römische Auxiliareinheit „Numerus Brittonum Elantiensium“ beinhaltet die erste belegte Nennung des Namens Elz. Die erste urkundliche Erwähnung des Flusses fand 1416 als Ellentz statt. Der Ort Neckarelz hingegen wird schon 773 als Alantia schriftlich genannt.
Der Name setzt sich wohl zusammen aus dem keltischen Verb *al- für 'nähren, aufziehen' und dem Suffix -ant-.
Geographie Verlauf Die Elz entspringt im südöstlichen Odenwald nordwestlich von Mudau-Oberscheidental am Dickbuckel auf einer Höhe von . Sie fließt zunächst durch Felder und Wiesen in Richtung Südosten auf Oberscheidental zu, passiert den alten Dorfkern der Ortschaft in dessen Südwesten und schlägt dann einen Bogen nach Nordosten, in dem sie den Ort Unterscheidental durchquert. Schon in der neuen Richtung wird sie von dem von links aus Waldauerbach kommenden Eisengraben gespeist, einen Kilometer weiter von diesem parallel laufenden Wasserrausch. Dann erreicht sie den Mudauer Ortsteil Ober-Langenelz und geht nunmehr in einen weiteren Bogen, in dessen Verlauf sie noch Mittel-Langenelz durchquert und Unter-Langenelz passiert, worauf sie recht lange ungefähr nach Süden läuft.
An der Einbacher Mühle, dem nächsten Siedlungsplatz im Tal, ist sie schon über 70 m gegenüber dem Gipfel des Kandelackers zu ihrer Rechten eingetieft. An der ihr gleich folgenden Laudenberger Schneidmühle fließt ihr der von Nordosten aus der gleichnamigen Buchener Ortschaft kommende Einbach zu, unterhalb des über dem bewaldeten rechten Talhang liegenden Limbacher Ortsteils Laudenberg selbst fällt ihr in einer rechten Schlinge ein durch die Ortschaft fließender Bach zu, der oberhalb des Dorfes in der steilen Maisenklinge entsteht.
In der folgenden Südostschlinge ihres Tales grenzt erstmals wieder mit dem südlichen Ortsteil von Limbach-Scheringen eine größere Siedlung ans rechte Ufer; hier läuft ihr auch von Osten der Landgraben zu. Im weiteren Südlauf durch ihr hier enges, waldbestandenes Tal ist dessen nächster Siedlungsplatz wieder nur ein Einzelanwesen, nämlich die Limbacher Mühle etwa einen Kilometer südöstlich des namengebenden und talfernen Hauptorts der Gemeinde. Weiter talab zwischen den Salztrögen im Osten und dem südlichen Herrenwald im Westen hat ihr weiterhin südwärtiges Tal einen kurzen Westversatz; hier wird ihre Wasserführung von der Lautzenklinge aus dem Nordosten gestärkt. Ab der gleich folgenden Heidersbacher Mühle zwängt sie sich zwischen den Hangwäldern der Sauheide und des Dicken Schlags durch und erreicht nun in einer auffälligen Talweitung Elztal-Rittersbach, das erste Taldorf seit Langenelz, an dessen Nordrand der Guckenbach sie von links erreicht. Im Ort steigt die B 27 aus dem Norden ins Tal ab, hält sich darin aber ob seiner Enge noch lange an den mittleren Hang.
Nach Rittersbach strebt sie forthin stets nach Südwesten, zunächst links am Weichselwald vorbei. Danach speist der Muckbach sie von dessen Seite. In beständiger Richtung fließt sie am Herrmannsberg im Südosten vorbei, nimmt von gegenüber die Hardsteigeklinge auf, dann wieder von Osten den aus dem gleichnamigen Dorf kommenden Auerbach. Hier tritt auch die Bahnstrecke Osterburken-Neckarelz ins Tal und schneidet dann gleich mit einem Tunnel unter dem Erstwald eine enge Nordwestschlinge des Tales ab. Nach dieser breitet sich übers Tal und den linken Hang dessen bisher größter Ort Elztal-Dallau, dessen alter Ortskern an der Talmündung des von Osten kommenden Lutenbaches liegt. Vor der südwestlichen Siedlungsgrenze Dallaus mündet noch aus einer kleinen Seitentalmulde von links her der Danterquellgraben, ehe unterhalb der letzten Industriebauten in der Talaue der bedeutendere Trienzbach sie von Norden her stärkt. Ab nun bleibt das Tal weiter und der Wald reicht kaum je wieder bis in die Talaue herunter. In Neckarburken, wo die Limeslinie das Tal quert, fließen ihr die Bücheldornklinge und von Norden der Klingengraben zu.
mini|750px|center|Der Elzmündungsraum mit (v. l. n. r.) Mosbach-Neckarelz, Mosbach-Diedesheim und Obrigheim Jenseits der Mosbacher Stadtgrenze folgt noch in gleicher Mündungsrichtung der Hasbach, vor der oben auf dem rechten Talhügel stehenden Trabantensiedlung Waldstadt der Wolfgraben, danach von der Gegenseite der Bach durch die Bonschelklinge, in deren Auslaufbereich die Mosbacher Johannes-Diakonie liegt. Von links läuft am Nordrand des Mosbacher Zentrums die Mittelklinge zu, dann in weit hinauf bis an die beginnende Knopfklinge besiedeltem Seitental der beide durchlaufende Bach. Der größte Zufluss im engeren Stadtbereich ist jedoch der Nüstenbach am Freibad, der aus dem nördlichen gelegenen gleichnamigen Stadtteil herfließt. Im Westen des mit dem Stadtzentrum zusammengebauten Neckarelz mündet die Elz schließlich auf einer Höhe von von rechts in den Neckar.Talverlauf, -breite, Hangbewuchs, Ortslagen nach der Topographischen Karte 1:25.000.
Zuflüsse und Seen Hierarchische Liste der Zuflüsse und 10px Seen von der Quelle zur Mündung. Auswahl, in der Regel ohne Mühlkanäle. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
Ursprung des Elzbachs oder der Elz auf etwa ca. 1,0 km westnordwestlich von Oberscheidental in der Flurbucht Grünwaldsbaumweide im Wald.
Eisengraben, von links und Nordwesten auf etwa nach Unterscheidental, 2,4 km und ca. 2,8 km². Entsteht auf etwa am Nordrand von Waldauerbach. Wasserrausch, von links und Nordwesten auf etwa vor (Ober-)Langenelz, 2,3 km und ca. 1,7 km². Entsteht auf etwa nordöstlich von Auerbach im Wald Hohebusch. 10px Passiert auf etwa einen Waldteich, über 0,1 ha. Steinigsbächlein, von links und Norden auf etwa in (Mittel-)Langenelz, 0,9 km und 1,1 km². Entsteht auf etwa am Südrand von Mudau. Seeschlagbächlein, von links und Osten auf etwa bei (Unter-)Langenelz, 1,3 km und ca. 1,1 km². Entsteht auf etwa im Forstdistrikt Appenhau. Einbach, von links und Nordosten auf etwa an der Schneidemühle, 2,6 km und 2,3 km². Entsteht auf etwa im Wald Lenzig. (Bach aus der Maisenklinge), von rechts und Nordwesten auf etwa südöstlich von Laudenberg, 2,5X km und 3,6 km². Entsteht auf etwa nordwestlich von Laudenberg im Schlagwald. Landgraben, von links und Nordosten auf etwa in Scheringen, 5,4 km und 7,4 km². Der Quellbach entsteht auf etwa im Wald nordwestlich des Roßhofs. (Bach aus der Lautzenklinge), von rechts und Nordwesten auf etwa kurz vor der Heidersbacher Mühle, 2,4 km und ca. 3,5 km². Entsteht auf etwa Gam Südrand von Limbach. Guckenbach, von links und Norden auf etwa am Ortsanfang von Rittersbach, 4,7 km und 6,4 km². Entsteht auf etwa am Rabenbuckel nordwestlich von Heidersbach. Muckbach, von rechts und Nordwesten auf etwa südöstlich von Muckental, 3,8 km und 5,0 km². Entsteht auf etwa nordwestlich von Rineck. (Bach aus der Hardsteigeklinge), von rechts und Nordnordwesten auf etwa , 1,4 km und ca. 1,1 km². Entsteht auf etwa im Wald Salzlacke südlich von Muckental. Auerbach, von links und Nordosten auf etwa westlich von Auerbach, 5,7 km und 10,0 km². Entsteht auf etwa nordöstlich von Rittersbach. (Bach aus der Dachsbauklinge), von rechts und Nordnordwesten auf etwa , 0,7 km und ca. 0,5 km². Entsteht auf etwa im Dallauer Forst. Luttenbach, von links und Ostnordosten auf etwa in Dallau, 2,4 km und ca. 3,9 km². Entsteht auf etwa nordnordöstlich von Dallau. Danterquellgraben, von links und Südsüdosten auf etwa gegenüber dem Gewerbegebiet von Dallau, 0,8 km und ca. 0,7 km². Entsteht auf knapp . Trienzbach, von rechts auf etwa nach Dallau, 19,1 km und 32,5 km². Entsteht auf etwa im Wald östlich von Unterscheidental.Ab diesem Zufluss wird der Fluss nur noch Elz genannt (Bach aus dem Holzwiesenwald), von links und Ostnordosten auf etwa nahe Limbach, 1,5 km und ca. 1,3 km². Entsteht auf etwa östlich der Waldlichtung Hartfeld. (Bach vom Hirschberg), von links und Südosten auf etwa , 0,7 km und ca. 0,3 km². Entsteht auf etwa . Balsbach, von rechts und Nordwesten auf etwa südöstlich von Balsbach, 2,3 km und 2,0 km². Entsteht auf etwa in der Flur westlich des Balsbacher Klosters Klingenwaldbach, von rechts und Nordwesten auf etwa vor dem Freizeitgelände bei Krumbach, 1,4 km und ca. 1,4 km². Entsteht auf etwa südlich von Balsbach am Rand des Klingenwaldes. Sodibach, von links und Osten auf etwa neben der Trienzbach-Brücke der L 584 Krumbach–Robern, 1,4 km und 2,2 km². 10px Entsteht auf etwa im Nahbereich zweier Waldrandteiche am Südostende von Krumbach, zusammen über 0,1 ha. Hagenbach, von rechts und Nordwesten auf etwa gleich nach dem vorigen, 3,2 km und 4,5 km². Entsteht auf etwa am Ortskern von Wagenschwend. Wiesenbächlein, von rechts und Südwesten auf etwa bei Robern, 0,7 km und ca. 1,1 km². Entsteht auf etwa am Ortskern von Robern. Rötebach, von links und Ostnordosten auf etwa , 1,0 km und ca. 0,9 km². Entsteht auf etwa in den Heidenäckern. Heidenackergraben, von links und Osten auf etwa , 0,4 km und ca. 0,2 km². Entsteht auf etwa in den Heidenäckern. (Bach aus der Löschklinge), von rechts und Westen auf etwa bei Im Trienzgrund, 0,5 km und XX km². Entsteht auf etwa nahe dem Ortsrand von Fahrenbach. Krähenwaldbächlein, von links und Norden auf etwa , 1,1 km und ca. 0,6 km². Entsteht auf etwa südsüdöstlich von Trienz. 10px Passiert einen Teich links am Lauf auf etwa , 0,2 ha. Finsterklingenbach, von links und Norden auf etwa kurz nach dem vorgenannten Teich, 1,7 km und ca. 1,8 km². Entsteht auf etwa südöstlich von Trienz. (Bach aus der Kohlbergklinge), von links und Ostnordosten auf etwa , 0,6 km und ca. 0,2 km². Entsteht auf etwa im Dallauer Forst südlich des Jägerkreuzes. (Klingenbach aus dem Rotebuckewald), von rechts und Westen auf etwa bei Sattelbach, 0,3 km und ca. 1,0 km². Entsteht auf etwa in seiner Waldklinge. (Bach aus dem Lenz(en)teich), von rechts und Nordwesten auf etwa am Beginn der offenen Unterlauf-Aue, 1,5 km und 1,4 km². Entsteht auf etwa nahe der Straße Im Brunnenbach zwischen den Siedlungsgruppen von Sattelbach. 10px Fließt durch eine Teichgruppe auf Höhen um bei Mariental hindurch, zusammen 0,5 ha. (Bach aus der Bücheldornklinge), von links und Südosten auf etwa unter den ersten Häusern von Neckarburken, 0,6 km und ca. 0,4 km². Entsteht auf etwa vor dem Südostrand von Neckarburken. Klingengraben, von rechts und Norden auf etwa vor dem Abgang des Mühlkanals in Neckarburken, 2,8 km und ca. 1,8 km². Entsteht auf etwa im nördlichen Bürgerwald. Hasbach, von rechts und Nordnordwesten auf etwa vor der Äußeren Säge von Mosbach, 3,6 km ab dem Zusammenfluss der Oberläufe und 5,8 km ab dem Ursprung des längeren Gänsbachs sowie 13,8 km². Zusammenfluss der Oberläufe auf etwa am Nordostende von Lohrbach neben der Straße Am Heidenbuckel. Gänsbach, rechter und westnordwestlicher Hauptstrang-Oberlauf, 2,2 km und 4,4 km². Entsteht auf etwa nordwestlich der Stockackersiedlung von Lohrbach am Flurrand zum Waldgewann Eichbrunnen. (Zufluss) , von links und Norden auf etwa beim Lohrbacher Tannenhof, 0,6 km und 2,0 km². Entsteht auf etwa wenig westlich einer Lichtung mit Waldhütte im Forstdistrikt Rohrbach. Rohrbach, linker und nördlicher Nebenstrang-Oberlauf, 1,8 km und 3,1 km². Entsteht auf etwa am Nordostrand des Forstdistrikts Rohrbach zur offenen Flur. (Bach aus der Katzenklinge), von links und Ostnordosten auf etwa bei zwischen der Kneipanlage von Lohrbach und dessen Ortsrand, ca. 0,8 km und ca. 0,4 km². Entsteht auf etwa nahe den westlichsten Häusergruppen von Sattelbach.