mini|Baby Gray auf einer Fotografie von Wilhelm Willinger Baby Gray (* 20. Dezember 1907 als Elisabeth Margarete Maria Knevels in Charlottenburg; † 2. Oktober 1982 in Berlin) war eine deutsch-niederländische Filmschauspielerin und Sängerin.

Leben und Karriere Die Tochter des Direktionsdieners und Violinisten Hans Knevels und seiner Frau Josepha, geb. Zacharzewska,Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Charlottenburg III, Nr. 2219/1907 (online bei Ancestry, kostenpflichtig). erlernte nach der Volksschule zunächst den Schneiderberuf, ehe sie eine Ausbildung zur Soubrette und Schauspielerin begann. Erste Bühnenerfahrungen sammelte sie am Berliner Varietétheater Wintergarten, bei Bendows Bunter Bühne sowie am Komödienhaus und dem Kabarett der Komiker.Bundesarchiv, Akten der Reichsfilmkammer, Personalakte Baby Gray, R 9361-V/109730 (vgl. Eintrag im Archivportal-D). 1933 debütierte sie in Kurt Gerrons letzter reichsdeutscher Inszenierung Heut’ kommt’s drauf an beim Film. Im selben Jahr spielte und sang sie die Bessy in der Verfilmung von Paul Abrahams Operette Die Blume von Hawaii. 1934 und 1935 wirkte sie in zehn weiteren, meist kurzen Unterhaltungsfilmen mit, u. a. neben Werner Finck, Walter Gross, Wilhelm Bendow, Jupp Hussels und Grethe Weiser. Ihr letztes Filmengagement hatte sie in der 1937 gedrehten deutsch-polnischen Koproduktion Abenteuer in Warschau nach Franz Grothes Operette Ein bißchen Komödie, in der sie eine angehende Soubrette spielte und zusammen mit Robert Dorsay auch einen Evergreen sang, den Foxtrott Das schönste an der Liebe ist die Heirat (Musik Michael Jary, Text Bruno Balz). Danach war ihre kurze Karriere bereits beendet, sodass schließlich 1941 mangels kammerpflichtiger Tätigkeit die Streichung ihrer Mitgliedschaft bei der Reichskulturkammer veranlasst wurde.

Von 1929 bis zur Scheidung 1936 war Baby Gray mit dem Sänger Herbert van Bloeme verheiratet.Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Berlin-Charlottenburg II, Nr. 237/1929 (online bei Ancestry, kostenpflichtig). Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte sie viele Jahre im Carionweg in Berlin-Halensee. Zuletzt in der Villenkolonie Grunewald ansässig, starb sie 1982 im Sanatorium Birkenhaag in Berlin-Lichtenrade.Landesarchiv Berlin, Sterbebuch Standesamt Tempelhof von Berlin, Nr. 1956/1982 (online bei Ancestry, kostenpflichtig).

Filmografie

Weblinks

Einzelnachweise

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