Gemeindeschneidmühle ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet von Tschirn im Landkreis Kronach (Oberfranken, Bayern).
Geographie Die Einöde lag auf einer Höhe von im Tal der Tschirner Ködel und war allseits von Wald umgeben. Sie bestand aus einem Wohnhaus, einer Scheune und einem Holzsägewerk, in dem bis zum Ende noch Holz geschnitten wurde. Heute ist nur noch ein Nebengebäude erhalten geblieben. Die Gemeindeschneidmühle war nur über einen Wirtschaftsweg erreichbar, der der Tschirner Ködel entlang nach Mauthaus zur Staatsstraße 2207 (6,5 km südlich) bzw. zur Staatsstraße 2198 (2,4 km nördlich) führt. Die Gegend liegt im Naturschutzgebiet Tschirner und Nordhalbener Ködeltal mit Mäusbeutel.(Gemeindeschneidmühle) im BayernAtlas. Sämtliche Entfernungsangaben jeweils Luftlinie.
Geschichte Die Gemeindeschneidmühle wurde nach 1800 angelegt. Sie gehörte zur Realgemeinde Tschirn. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Teuschnitz aus. Die Grundherrschaft über die Schneidmühle hatte das Kastenamt Teuschnitz inne.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 513.
Mit dem Gemeindeedikt wurde Gemeindeschneidmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Tschirn und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Tschirn zugewiesen.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 603. Sie erhielt bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 86 des Ortes Tschirn.Gemeindeschneidmühle im BayernAtlas (Bayerische Uraufnahme)
Nach dem Bau der Mauthaustalsperre wurde die Gemeindeschneidmühle um 1980 abgerissen, da sie in der engeren Schutzzone der Trinkwassertalsperre lag. Die Besitzer Förtsch und Jaksch wurden nach Tschirn umgesiedelt.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 3 2 5 6 6 5 5 5 HäuserEs werden nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 1 1 1 1 1 Quelle
Religion Der Ort war nach St. Jakob in Tschirn gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Tschirn Kategorie:Wüstung im Landkreis Kronach Kategorie:Wüstwerdung im 20. Jahrhundert