mini|200px|Christina Olofson(Foto: Bengt Oberger) Anna-Maria Christina Olofson (* 13. Juni 1948 in Kristinehamn, Värmlands län, Schweden) ist eine schwedische Regisseurin, Drehbuchautorin und Filmproduzentin.
Leben Nach einem Studium in Soziologie, Pädagogik und Recht begann sie ab 1970 eine Ausbildung im Filmschnitt. Anschließend arbeitete sie mehrere Jahre für das schwedische Fernsehen und schnitt Reportagen und Dokumentarfilme. Bereits Mitte der 70er gründete sie mit dem schwedischen Kameramann und Regisseur Göran du Rées die Produktionsfirma Hagafilm. Ihr erster Erfolgsfilm war Målaren, der Semaine de la Critique in Cannes und dem Moskauer Filmfest teilnahm. Anschließend folgte 1987 einer der größten Erfolge ihrer Karriere mit Dirigenterna. Die Dokumentation über 6 Dirigentinnen erfuhr nicht nur viel Kritikerlob, sondern auch einen weltweiten Vertrieb. Mit Co.Film gründete Olofson 1990 ihre eigene Produktionsfirma und produzierte mit Honungsvargar den ersten eigenen Film.Kurzbiographie von Christina Olofson auf , abgerufen am 1. März 2011
Mit der schwedischen Schriftstellerin Annika Thor verbindet sie eine Zusammenarbeit über vier Filme. So war Thor nicht nur bei der Drehbucharbeit 1990 für Honungsvargar beteiligt, sondern auch bei Ich hätte Nein sagen können, Hannah med H und Katzenjammer für das Drehbuch verantwortlich. Bei den drei letztgenannten war auch jeweils Robert Nordström als Kameramann tätig.
Politisches Engagement Olofson ist in Schweden für ihr feministisches Engagement um die Gleichstellung der Geschlechter im schwedischen Filmgeschäft bekannt. Als die Women in Film and Television (WIFT) 2003 eine schwedische Zweigniederlassung eröffnete, trat sie dieser sofort bei.fokus.se (Schwedisch) Frauen in der schwedischen Filmbranche (22. Mai 2009), abgerufen am 1. März 2011 Aktuell ist sie Vorstandsmitglied dieser feministischen Lobbyorganisation. Swedish women behind the camera (21. Oktober 2010), abgerufen am 1. März 2011gp.se (Schwedisch) Gleichstellung in der schwedischen Filmbranche (14. April 2010), abgerufen am 1. März 2011 So kämpft sie seit Jahren auf unterschiedlichen Veranstaltungen dafür, dass sich die Frauenbeteiligung unter den Regisseuren, Drehbuchautoren und Produzenten erhöhen solle. Dabei fordert sie sowohl von der Politik als auch von der schwedischen Filmakademie und schwedischen TV-Sendern immer wieder eine dementsprechende Frauenquote einzuführen.ladyfestgothenburg.blogspot.com (Schwedisch) Interview mit Christina Olofson (22. November 2010), abgerufen am 1. März 2011 Rede beim Filmkonvent in Luleå (7. Dezember 2009), abgerufen am 1. März 2011 So wurde 2008 auf dem Filmkonvent in Luleå eine gemeinsame Erklärung zur Gleichstellung im Film ausgearbeitet, um eine Quote zu fordern. Filmkonvent Luleå 2008 (11. Dezember 2008), abgerufen am 1. März 2011 Als diese allerdings nicht eingeführt wurde, trat Olofson mehrfach im Fernsehen auf, um dabei immer wieder die Versäumnisse der Gleichstellungspolitik im Schwedischen Film anzuprangern. Pressemeldung (4. September 2009), abgerufen am 1. März 2011 Um dieses Forderungen zu unterstützen, gab sie an, auch gerne mal Regie bei Actionfilmen zu übernehmen, dies aber nicht könne, da immer nur Männer für deren Regie in Frage kämen. Dass sie allerdings eine eigene Produktionsfirma hat, verschwieg sie in all jenen Interviews.andersannikas.blogspot.com (Schwedisch) Bericht über das Feministische Filmfest Göteborg (7. September 2009), abgerufen am 1. März 2011 2010 kam es zu Treffen mit SVT, TV4 und einigen Gewerkschaften, um für die Gleichstellung der Frauen im schwedischen Film zu diskutieren. Als einer der Gründe wurde angegeben, dass lediglich 2 der 20 größten Publikumsmagneten in den letzten 10 Jahren unter der Regie von Frauen entstanden. Diese waren Masjävlar und Eva und Adam – Vier Geburtstage und ein Fiasko. Als der bekannte schwedische Regisseur Kjell Sundvall meinte, dass er und Colin Nutley nichts dafür könnten, dass die restlichen Frauen für das Publikum unattraktivere Filme machten, war er starker medialer Kritik ausgesetzt.
Auch parallel zu ihrer lobbyistischen Arbeit thematisiert Olofson immer wieder die chronische Unterfinanzierung des Films und bestätigt Zustände wie Burnout, niedrige Löhne, lange Arbeitszeiten und mangelnde Achtung des Arbeitsschutzgesetz.skanskan.se (Schwedisch) Artikel über die Zustände im Schwedischen Film, abgerufen am 1. März 2011
Filmografie (Auswahl) 1977: Tältet 1982: Målaren 1983: Jacob smitaren 1985: 1985 – Vad hände katten i råttans år? 1987: Dirigentinnen (Dirigenterna) 1990: Honungsvargar 1997: Ich hätte Nein sagen können (Sanning eller konsekvens) 1999: Suffløsen 2001: Katzenjammer (Kattbreven) 2003: Hannah med H 2006: Keillers park 2011: Apelsinen 2012: Jag behöver dig med än jag älskar dig och jag älskar dig så himla mycke
Auszeichnungen Guldbagge 1998 – Beste Regie – Ich hätte nein sagen können (nominiert)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Schwede Kategorie:Geboren 1948 Kategorie:Frau