Der Bund Deutscher Juristen ist eine nicht existierende Organisation, deren Erfindern es seit 2005 immer wieder gelingt,Jost Müller-Neuhof: Der Folter-Fopp. In: Der Tagesspiegel. 2. Januar 2006 Meldungen in klassischen Medien zu platzieren, zuletzt im Februar 2011 in der Financial Times Deutschland zur Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg. Auch staatlichen Stellen ist bereits erfolgreich vorgespiegelt worden, dass es sich um einen echten Berufsverband handle.Ausschuss der Konferenz der Justizministerinnen und Justizminister zur Koordinierung der Juristenausbildung: (PDF; 8,3 MB), S. 147
Als Vorsitzender wird ein angeblicher Richter „Dr. Claus Grötz“ genannt, der ebenfalls nicht existiert. Hinter dem „Bund Deutscher Juristen“ steckt nach eigener Aussage der Rechtsanwalt Marko Dörre.Laura Fölmer: Wie eine Impfung. In: Netzwerk Recherche. Jahreskonferenz 1./2. Juli 2011
Die Homepage der „Organisation“ wurde nach 2006 nicht mehr bearbeitet, ein Teil der Links, z. B. zu den Statuten, führt ins Leere.
Weblinks Offizielle Website Internet: Lügen im Netz. In: zeit.de im Juni 2008, abgerufen am 27. Februar 2011 Spiegel Online fiel auf Falschmeldung rein. In: Spiegel Online. 1. Januar 2006 Andreas Wilkens: Nachrichtenagentur verbreitete Hoax . In: Heise online. 3. Januar 2006 Susanne Fengler, Sonja Kretzschmar (Hrsg.): Innovationen für den Journalismus. Springer 2009 ISBN 978-3-531-91668-2 () Wolf Schneider, Paul-Josef Raue: Das neue Handbuch des Journalismus und des Online-Journalismus. Rowohlt Verlag 2012 ISBN 978-3-644-01581-4 ()
Quellen
Kategorie:Fiktive Organisation Kategorie:Falschmeldung