hochkant=1.4|mini|Cowes 1975 Der Admiral’s Cup war von 1957 bis 2003 einer der bedeutendsten Segelwettbewerbe für Hochseeyachten. Er galt als inoffizielle Weltmeisterschaft im Hochseesegeln. Zum hundertsten Geburtstag des ausrichtenden Royal Ocean Racing Club fand 2025 eine Neuauflage der Regatta statt.
Ausrichter Ausrichter der Regatta war der Royal Ocean Racing Club (RORC) in Cowes auf der Isle of Wight. Seit 1957 wurde der prestigeträchtige Vergleich in jedem ungeraden Jahr ausgetragen. Es waren nationale Mannschaften mit je drei Booten zugelassen, bei der letzten Austragung 2003 gingen einmalig Vereinsmannschaften mit je zwei Booten an den Start.Getty Images: Admiral's Cup During Cowes Week: Close action during the Admiral's Cup race in Cowes Week off the coast of the Isle of Wight, circa 1987, abgerufen am 6. Februar 2020 Der Admiral’s Cup wurde zuweilen mit dem America’s Cup verwechselt.
Geschichte Im Jahr 1957 wollten Sir Myles Wyatt, der Admiral (Vorsitzende) des Royal Ocean Racing Club und seine Clubkameraden Peter Green, John Illingworth, Geoff Pattinson und Selwyn Slater eine Aufwertung der traditionsreichen, aber nach dem Zweiten Weltkrieg zu internationaler Bedeutungslosigkeit verkommenen Cowes Week erreichen. Royal Ocean Racing Club: RORC History - 1957, (englisch), abgerufen am 14. Januar 2020 Sie schlugen dem RORC einen neuen Segelwettbewerb vor mit dem Titel Admiral’s Cup und stifteten gleichzeitig den zu gewinnenden Silberpokal mit Goldauflage im Wert von 300 Pfund Sterling (damals rund 3000 DM). Eine Teamwertung (pro Nation drei Yachten) sollte über den Sieger entscheiden. Die Wettfahrten sollten nach einem Punktesystem berechnet werten, wobei die beiden Inshore-Rennen auf dem Solent einfach, das 220 Seemeilen lange Channel Race doppelt und das Fastnet Race zum Finale dreifach gewertet werden sollte.Riccardo Villarosa, Jörg Neupert: Admiral's Cup, Delius Klasing Verlag, 1985, S. 36 Die beiden Inshore-Rennen waren der Britannia Cup und der New York Yacht Club Cup der Cowes Week. 1977 erweiterte man die Wettfahrten um ein drittes Inshore-Rennen.
In den Jahren 2001 und 2005 wurden trotz intensiver Bemühungen des RORC die Wettfahrten abgesagt, da es zu wenige Interessenten gab. In den Folgejahren wurde kein Admiral’s Cup mehr ausgetragen, obwohl es auch Interesse in Travemünde gab. Eine 2013 und 2014 als Nachfolgeveranstaltung zum Admiral’s Cup geplante Regatta des Kongelig Dansk Yachtklub auf dem Øresund musste auch wegen geringen Interesses abgesagt werden. 2023 kündigte der RORC an, eine Neuauflage des Admiral’s Cup durch eine Regattaserie zum hundertsten Geburtstag des Vereins 2025 zu planen. Nationen- und Vereinsteams sollten dabei aus jeweils nur zwei Yachten bestehen. Die Neuauflage 2025 fand vom 17. Juli bis 1. August statt. Deutsche Yachten waren mit drei Teams vom Regatta Verein Greifswald, dem Bayerischen Yacht-Club und dem Hamburg Sailing Team vertreten.
Ereignisse 1971 war der britische Premierminister Edward Heath Skipper und Eigner eines der Gewinnerboote Morning Cloud (S&S 42).Royal Ocean Racing Club: Admiral's Cup - History of the Admiral's Cup (1971), englisch, abgerufen am 12. Januar 2020 Er war auch Kapitän des siegreichen britischen Teams, bestehend aus den drei Yachten Prospect of Whitby, Morning Cloud und Cervantes IV.Getty Images: Morning Cloud Crew, British Prime Minister Edward Heath, captain of the British team in the Admiral's Cup series, poses with his team aboard his yacht 'Morning Cloud' at Southsea, Hampshire, before the start of the first race, to Le Havre and back, 30th July 1971, abgerufen am 6. Februar 2020
Das Fastnet-Rennen war bis 1999 einer der Einzelwettbewerbe und die Abschlussregatta des Admiral’s Cup, wird jedoch nunmehr als eigenständige Veranstaltung organisiert. 1979 endete das Fastnet-Rennen tragisch. Das Regattafeld geriet in einen nicht vorhergesagten Orkan. Im Bereich der Labadie-Sandbank kenterten viele Boote, und 15 Teilnehmer und sechs Retter ertranken. In der Folge wurden die Sicherheitsregeln verschärft, und die Teilnehmerzahl wurde beschränkt.
Siege und Platzierungen hochkant=0.4|mini|AC-Stander Jahr1. Platz2. Platz3. Platz teilnehmende Teams1957 ./.21959319615196361965819671219691119711719731619751919771919791919811619831519851819871419891419918199381995819977199992001abgesagt2003 82005abgesagt2025Yacht Club de MonacoRoyal Hong Kong Yacht ClubYacht Club Costa Smeralda15
Sieger Neun Sieger stellten die Teams aus Großbritannien, vier aus Deutschland, jeweils drei aus den Vereinigten Staaten und Australien.
Deutsche Erfolge mini|Siegeryacht Pinta, 1993 mini|Deutsche Sieger: (von links) Schümann (Rubin), Illbruck (Pinta), Schütz (Container), 1993 1973 gewannen die deutschen Yachten Saudade, Rubin, Carina III 1983 gewannen die deutschen Yachten Sabina, Pinta, Outsider 1985 gewannen die deutschen Yachten Outsider, Rubin G VIII, Diva 1993 gewannen die deutschen Yachten Pinta, Rubin XII, Container
Literatur Brian Moynahan, Daniel Forster (Fotos): Hochsee-Segeln: Die Jagd der Yachten. In: Geo-Magazin. Hamburg 1980, 2, S. 70–90. Informativer Erlebnisbericht. . Riccardo Villarosa, Jörg Neupert: Admiral’s Cup. Delius Klasing Verlag, 1985, ISBN 3-7688-0525-5.
Weblinks
Royal Ocean Racing Club, Geschichte des Admiral’s Cup
Einzelnachweise
Kategorie:Segelwettbewerb im Vereinigten Königreich Kategorie:Sportveranstaltung auf der Isle of Wight Kategorie:Wassersport (England) Kategorie:Erstveranstaltung 1957 Kategorie:Letzte Veranstaltung 2003 Kategorie:Fastnet Race