Der 1729 heiliggesprochene Johannes Nepomuk gilt nach Maria und Josef als der am dritthäufigsten dargestellte Heilige in Österreichgaweinstal.at und wird häufig zum Schutz von Brücken angesehen. Johannes-Nepomuk-Darstellungen in Wien gibt es an zahlreichen Standorten, vor allem auf oder neben Brücken bzw. wo einmal welche waren (wenn später ein Gewässer verrohrt oder eingehaust wurde).
Schon nach der Pestepidemie in den Jahren 1679/1680, während der Johannes Nepomuk auch als Pestheiliger um Hilfe gebeten wurde, ist seine Verehrung in Wien belegbar. Die älteste bekannte Johannes-Nepomuk-Statue in Wien entstand 1694 und steht heute in einem Haus am Bauernmarkt. Weitere Statuen folgten 1702 und 1704.
Geweiht wurden Johannes Nepomuk acht Linienkapellen und einige weitere kleinere Kapellen, die zum Großteil wieder aus dem Stadtbild verschwunden sind. „Große“, dem Heiligen geweihte Kirchen gibt es nur auf dem Migazziplatz in Meidling und in der Praterstraße in der Leopoldstadt.
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Siehe auch Liste der Johannes-Nepomuk-Darstellungen im Burgenland
Literatur Brigitte Faßbinder-Brückler, Theodor Brückler: JN Johannes von Nepomuk – Seine Zeit – Sein Leben – Sein Kult. Verlag Stadtmuseum Alte Hofmühle, Hollabrunn 2001, . Manfred Wehdorn: Freiplastik in Wien 1451–1918. Deutscher Kunstverlag, Berlin/München, ISBN 978-3-422-06781-3. Wolfgang Westerhoff: Bildstöcke in Wien. Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten/Wien 1993, ISBN 3-85326-978-8. Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Band 1: A–Da. Kremayr & Scheriau, Wien 1992, ISBN 3-218-00543-4. DEHIO Wien – I. Bezirk Innere Stadt. (2003) ISBN 3-85028-366-6. DEHIO Wien – II.–IX. und XX. Bezirk. (1993) ISBN 3-7031-0680-8. DEHIO Wien – X.–XIX. und XXI.–XXIII. Bezirk. (1997) ISBN 3-7031-0693-X. Österreichische Kunsttopographie, herausgegeben von der k.k. Zentral-Kommission für Kunst- und historische Denkmale, Band II, Die Denkmale der Stadt Wien (XI.–XXI. Bezirk), in Kommission bei Anton Schroll & Co, Wien 1908. Döbling – Eine Heimatkunde des XIX. Wiener Bezirkes. Herausgegeben von Döblinger Lehrern (2. Band). Im Selbstverlag der Arbeitsgemeinschaft „Heimatkunde Döbling“, Wien 1922.
Weblinks
Der weltberühmte Tscheche – Vor 280 Jahren wurde Johannes Nepomuk heiliggesprochen Der „Brückenheilige“ Johannes v. Nepomuk (PDF; 3,1 MB) Nepomuk-Sammlung Wien Wien 2, Taborstraße 82 (Die Linienkapelle Am Tabor, Fotografie aus 1900) Wien 14, Mariahilferstraße 208 (Johannes Nepomuk-Statue, Fotografie aus 1906) Wien 19, Himmelstraße (Johann von Pomuk-Kapelle, Fotografie aus 1903) Wien 19, Pfarrplatz (Die Statue des heiligen Johanns von Pomuk, Fotografie aus 1911) Die Statue des heiligen Nepomuk in der Firmiangasse Der heilige Nepomuk von Ober St. Veit
Einzelnachweise und Anmerkungen Felix Czeike: Wien und Umgebung – Kunst, Kultur und Geschichte der Donaumetropole. DuMont Kunstreiseführer, Köln 1977. DEHIO Wien – II.–IX. und XX. Bezirk DEHIO Wien – X.–XIX. und XXI.–XXIII. Bezirk Erzbischöfliches Dom- und Diözesanmuseum (Hrsg.): Dom- und Diözesanmuseum. ISBN 3-900781-00-1. Döbling – Eine Heimatkunde des XIX. Wiener Bezirkes. Seite 238 Ruth Koblizek: Die Alserkirche – Ihre Geschichte und Kunstwerke. Verein MEMO, Mag. Ruth Koblizek, Wien 2000, ISBN 3-9501238-0-6. Österreichische Kunsttopographie, Band II (XI.–XXI. Bezirk). Manfred Wehdorn: Freiplastik in Wien. Westerhoff: Bildstöcke in Wien. Verzeichnis der Kirchen, Pfarrhöfe, Kapellen und religiösen Denkmäler, welche im Eigentum der Gemeinde Wien stehen. Nach dem Stande vom Mai 1907. (Wienbibliothek im Rathaus, Signatur 50273 C).
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