mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Tempelhof

mini|hochkant=1.5|Tempelhof 1925Silva-Übersichtsplan von der Stadt Berlin 1925. Der Plan unterscheidet nicht zwischen damals bereits existierenden und nur geplanten Straßen. So ist die Arnulfstraße bereits eingetragen, obwohl sie erst um 1930 gebaut wurde. Andere Straßen wurden nie gebaut, wie die Nummernstraßen nördlich der östlichen Albrechtstraße.

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Tempelhof beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Tempelhof mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

__TOC__

Überblick Statistik Tempelhof hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 12099, 12101, 12103, 12105, 12107, 12109, 12099 und 12279. Nach dem amtlichen Verzeichnis der RBS-Datenbank gehören zum Ortsteil elf Plätze und 138 gewidmete Straßen. Die Gesamtlänge aller Straßen (Stadt-, Bundesstraßen, aber ohne die Autobahnabschnitte) im Ortsteil beträgt 74,8 Kilometer. Das Tempelhofer Straßensystem hat sich insbesondere im 20. Jahrhundert zentral in Berlin entwickelt und so finden sich 24 Straßen und Plätze die über die Grenzen des Ortsteils hinweg benannt sind. Die Planungsräume des Ortsteils sind Neu-Tempelhof (41), Lindenhofsiedlung (42), Manteuffelstraße (43), Marienhöhe (44), Rathaus Tempelhof (45) und Germaniagarten (46).

Straßensystem Die Stadtautobahn liegt im Ortsteil mit 8760 Meter Hauptfahrbahnen, die zum großräumigen Straßensystem in Berlin gehören. Ein-, Ausfahrten und die Verbindungsfahrbahnen zur Gradestraße gehören mit 4870 Metern zum übergeordneten und die 1200 Meter der Ein- und Ausfahrten Oberlandstraße zum regionalen Straßensystem nach Berliner Straßenentwicklungsplan. Zum übergeordneten System (Kategorie II) gehört der Abschnitt der Bundesstraße 96 auf der Trasse Tempelhofer/Mariendorfer Damm mit einer Länge von 3600 Metern, dazu kommen die Alarichstraße, Arnulfstraße, Attilastraße, Columbiadamm, Friedrich-Karl-Straße, der größere Teil der Manteuffelstraße, die Ringstraße, Schöneberger Straße und die Ullsteinstraße. Insgesamt sind es in dieser Kategorie 6670 Meter Stadtstraßen. Ergänzt wird das Hauptstraßensystem im Ortsteil durch regional bedeutsame Straße: Alboinstraße, Alt-Tempelhof (im überwiegenden Verlauf), Ballonfahrerweg, Boelckestraße, General-Pape-Straße, teilweise die Germaniastraße, Gersdorfstraße, Gottlieb-Dunkel-Straße, Komturstraße, 100 Meter des Loewenhardtdamms (der weitere Abschnitt gilt als Ergänzungsstraße), die Manteuffelstraße auf 700 Meter Länge, Teilabschnitte der Oberlandstraße und in ihrer gesamten Länge die Ordensmeister-, Röbling-, Schätzelberg-, Teilestraße und der Tempelhofer Weg, diese Kategorie III der Regionalstraßen erfordert die Straßenunterhaltung von 12.290 Metern.

Ortsteilentwicklung Der Ortsteil wird im Westen von S-Bahn und Bundesautobahn zur Region Schöneberg-Nord begrenzt. Im Norden grenzen Dudenstraße, Südseite der Schwiebusser Straße, Friesenstraße 15a, Columbiadamm als Bezirksgrenze zu Friedrichshain-Kreuzberg. Die Bezirksgrenze zu Neukölln verläuft 300 Meter westlich der Neuköllner Oderstraße über das östliche Flughafengeländ zur Eschersheimer Straße. Im Süden grenzt der Teltowkanal und die Nordseite der Ullsteinstraße zur Region Mariendorf ab.

Tempelhof entwickelte sich um die Dorfstraße (heute: Alt-Tempelhof) von der die Ortsverbindungen zu den Nachbarorten Rixdorf, Britz, Lankwitz, Schöneberg abgingen. Südlich der seit Ende des 19. Jahrhunderts angrenzenden Ringbahn entwickelte sich das Straßensystem, oft waren Vor- und Familiennamen von Bauherren und Grundeigentümern namensgebend. Als der Militärfiskus den westlichen Teil des Tempelhofer Exerzierfeldes (östlich der in Schöneberg liegenden Kasernen) für zivile Nutzung bereitstellte wurde die Gartenstadt Neu-Tempelhof projektiert, ein umfangreiches Straßensystem mit einer vorwiegenden Namenswahl nach Herrschergeschlechtern des Deutschen Kaiserreichs war vorgesehen. Dieser Plan wurde nur im Nordostteil und bedingt umgesetzt. Nach Weltkrieg und Inflation wurden die Pläne von dem im Osten entstandenen Flugfeld bestimmt. Am 4. August 1930 erhielten fünf Straßen Namen nach Jagdfliegern des Ersten Weltkriegs. Am „Tag der Luftwaffe“ (21. April 1936) erhielten – im nun „Fliegerviertel“ genannten Quartier – auf Anweisung von Hermann Göring weitere Straßen Namen von Kampffliegern des Ersten Weltkriegs am 18. Todestag des Jagdfliegers Manfred von Richthofen. Die Udetzeile erhielt ihren Namen am 29. April 1957. Die Straßen in Neu-Tempelhof (westlich der heutigen Tempelhofer Freiheit) besitzen eine (Teil)ringstruktur um den Paradeplatz mit dem umfassenden Parkring: nördlichen Straßen auf „-ring“ benannt, südliche auf „-plan“, die nach Westen konkaven Nord-Süd-Straßen und Radialstraßen waren als „-korso“ bezeichnet worden. Die nach Militärpiloten benannten Boelcke- und Manfred-von-Richthofen-Straße (letztere im Nordabschnitt) sind heute Hauptstraßen im Fliegerviertel.

Das Straßensystem in Tempelhof und die durch den Ortsteil verlaufenden Verkehrsströme wurden durch den Autobahnbau mit Planungen in den 1960er Jahren und späteren Aus- und Weiterbau beeinflusst. So waren die Trassenführungen am Sachsendamm lange unvollendet und die im östlichen Ortsteil greifen ins Wegesystem ein.Beispielsweise: und Eine auf der Trasse der Neukölln-Mittenwalder Bahn entlang der Schaffhausener Straße geplante Osttangente im Range einer Bundesautobahn wurde nicht umgesetzt.

Am 12. August 2014 erließ der Senat nach entsprechenden Beschlüssen der Bezirksämter die Zwölfte Verordnung zur Änderung der Bezirksgrenzen, die festlegt, dass die Bezirksgrenze im Bereich Columbiadamm/Züllichauer Straße/Lilienthalstraße geändert wird, sodass nun diese Straßen und das umschlossene Gebiet zum Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gehören.Der Regierende Bürgermeister Pressemitteilung vom 12. August 2014

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAdolf-Scheidt-Platz () 80(Durchmesser) Adolf Scheidt (1870–1947), Politiker align=right Der 1924–1931 von Fritz Bräuning und Rudolf Fischer gestaltete Adolf-Scheidt-Platz ist ein typischer Schmuckplatz der 1920er Jahre. Der zentrale Platz in der Gartenstadt Neu-Tempelhof (auch: Fliegerviertel) liegt an der Manfred-von-Richthofen-Straße und Paradestraße und erhielt zunächst den Namen Paradeplatz nach dem Paradefeld, das sich hier befand. 1925 bekam er seinen heutigen Namen nach dem Kommunalpolitiker Adolf Scheidt, der beim Bau der Wohnsiedlung eine wichtige Rolle gespielt hatte. Während des dritten Reiches wurde der Adolf-Scheidt-Platz 1934 in Paradeplatz zurück benannt, da die weltanschaulichen Ansichten von Adolf Scheidt den Nationalsozialisten widersprachen. 1955 erhielt er wieder den Namen Adolf-Scheidt-Platz.Storchenbrunnen am Platz In der Platzmitte erhebt sich der Storchenbrunnen 1931 nach einem Entwurf von Ernst Seeger erstellt. Der halbkreisförmige und begrünte Platz mit Brunnen ist ein gelistetes Gartendenkmal. 140px|Adolf-Scheidt-Platz 140px|Adolf-Scheidt-PlatzAlarichplatz () 120 × 50 (30)(Trapezform) Alarich I. (370–410), König der Westgoten align=right Die kleine Grünanlage liegt zwischen Alarichstraße, Wolframstraße und Konradinstraße. Der Platz wurde als Platz H des Bebauungsplans angelegt. An der Nordseite des Platzes befindet sich die Paul-Klee-Grundschule.Paul-Klee-Grundschule Durch den von Bäumen umstandenen Platz wird das dicht bebaute Tempelhofer Quartier gelockert, es gibt einen Spielplatz, eine Liegewiese und Ruhebänke. 140px|AlarichplatzAlarichstraße () 400 Alarich I. (370–410), König der Westgoten align=right Die als Straße 66 angelegte Alarichstraße liegt zwischen Attilastraße und Germelmannbrücke, wo sie in die Rathausstraße übergeht. Die verkehrsreiche innerstädtische Wohnstraße ist mit gutem Altbaubestand und einigen Gewerbeeinheiten umbaut. 140px|AlarichstraßeAlboinplatz () 175(Durchmesser) Alboin (um 526–572, auch Albuin), König der Langobarden align=right Der als Platz Q angelegte fast kreisrunde Platz liegt an der Grenze zu Schöneberg. Das Straßenland des Platzes liegt in Schöneberg, lediglich die östlichen Grundstücke liegen im Ortsteil. 1945 war vorgesehen, den Alboinplatz in Egerlandplatz zu benennen, die Umbenennung wurde jedoch durch den Magistrat nicht bestätigt. 140px|Berlin-Tempelhof AlboinplatzAlboinstraße () 950 + 250(Unterbrechung durch den Alboinplatz) Alboin (um 526–572, auch Albuin), König der Langobarden align=right Der vorherige Name war von 1913 bis 1931 Albionstraße, davor Straße 12a. Der Name soll versehentlich, möglicherweise durch eine Verballhornung des Namens Alboin, entstanden sein. Während des Ersten Weltkriegs war mehrfach eine Umbenennung angestrebt worden, sie erfolgte jedoch erst 1931. Sie liegt an der Grenze zu Schöneberg, das Straßenland gehört zu Schöneberg. 1945 war vorgesehen, die Alboinstraße in Egerlandstraße zu benennen, die Umbenennung wurde jedoch durch den Magistrat nicht bestätigt. Am 1. August 1965 wurde der südliche Abschnitt der Alboinstraße, der zwischen Attila- und Arnulfstraße lag, in Paul-Schmidt-Straße umbenannt. Am 1. April 1976 erhielt auch die neu angelegte Straße – zwischen Schöneberger Straße und Alboinstraße – den Namen Alboinstraße.Alboinstraße – kauperts.de abgerufen am 21. Januar 2014. Zum Verlauf und der Anbindung des Stadtrings wurde 1972 der Bebauungsplan XIII-21 festgelegt, wobei die Eisenbahn-Privatstraße überplant wurde. Die Flächennutzung des Gerdsmeyerwegs (damals: Marienhöher Weg) und die anschließende Fläche nordöstlich der Marienhöhe ist im Bebauungsplan 32 bestimmt, zum Anschluss an die Arnulfstraße wurde Straße 418 (jetzt: Paul-Schmidt-Straße) trassiert. 140px|AlboinstraßeAlbrechtstraße () 1300(+ 260 als Fußweg) Albrecht von Preußen (1809–1872), Militär align=right Die Albrechtstraße erstreckte sich ursprünglich von der Alboinstraße (Gemarkungsgrenze) bis zur Ordensmeisterstraße. Durch die Bebauung im Bereich der Wittekindstraße wurde sie aber unterbrochen. Der kleine Teil der Straße zwischen Alboinstraße und Rothariweg wurde am 27. April 1936 in den Rothariweg einbezogen. Heute verläuft sie vom Gäßnerweg über Felixstraße und weiter als Fußweg bis zur Komturstraße. An der Ecke Albrechtstraße 57 / Friedrich-Franz-Straße 6 steht das „Wohnhaus August Buch“ ein Kompromiss zwischen Villen mit Erkern und dem modernen Landhausbau.Wohnhaus Albrechtstr 57 Die „Spukvilla“ in der Albrechtstraße 110 / Blumenthalstraße 7 wurde um 1867 im Stil eines Schweizerhaus errichtet und ist als einziges Bauwerk der ursprünglichen Villen- und Landhausbebauung in Tempelhof erhalten geblieben. 140px|AlbrechtstraßeAlt-Tempelhof () 800 Alter Dorfkern von Tempelhof align=right Sie führt von der Germaniastraße und Fuhrmannstraße bis Manteuffelstraße und Schöneberger Straße am Berlinickeplatz und überquert dabei den Tempelhofer Damm (B 96) an dem auch der U-Bahnhof Alt-Tempelhof liegt. Die Straße bildet den ehemaligen Dorfanger. Der vorherige Name vom 13. Jahrhundert bis 1949 war Dorfstraße. 1949 erfolgte eine Umbenennung der bisherigen Dorfstraße in ‚Alt-Tempelhof‘, wie dies auch für andere Ortsteile nach der Eingemeindung zu Groß-Berlin geschah. Auf der westlichen Mittelinsel steht der Eva-Brunnen eines unbekannten Künstlers aus dem Jahr 1927. 140px|Alt-TempelhofArenholzsteig () 120 Burchard von Arenholz (14. Jhd.), Theologe, wurde 1344 urkundlich erwähnt als Komtur der Komturei Tempelhof align=right Die kleine Straße auf der Trasse von Straße 12 des Bebauungsplans ist eine Sackgasse von der Eresburgstraße abgehend. Sie wird auf der Ostseite von der KGA Feldschlößchen begrenzt. Auf der Westseite stehen Mehrfamilienhäuser. Für Fußgänger und Radfahrer gibt es eine Verbindung zur Schöneberger Straße.berliner-stadtplan.com: Arenholzsteig-Berlin-Tempelhof 140px|ArenholzsteigArnulfstraße