mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Adlershof
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Adlershof beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Adlershof mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Liste ein Teil des Gesamtprojektes Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick Adlershof hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 12439 und 12489.
„Adlershoff“ wurde 1753/1754 im Zuge der friderizianischen Siedlungspolitik gegründet. Im Januar 1753 erhielt der Oberamtmann Puhlmann das Recht auf die am Adlergestell bestehende Maulbeerplantage, und am 8. Dezember 1753 wurde eine Kabinettsorder zur Bebauung des Adlergestells erlassen.berlin.kauperts.de: Ortsteil Adlershof Auf vorher Köpenicker Terrain wurde ein Erbzinsgut mit Kolonie angelegt. Dort befanden sich auch die ersten Straßen und seit 1837 der Gutsbezirk Adlershof-Süßer Grund und seit 1879 die Gemeinde Adlershof.
Der Ortsteil ist in seinen Straßen deutlich in den nordöstlichen Bereich mit Wohngebäuden im alten Adlershof unterteilt. Hierzu gehört im Westen in Richtung Niederschöneweide das Kleinhaus-Siedlungsgebiet sowie die Wendenheidesiedlung im Norden. Um die Volkswohl- und Genossenschaftsstraße und Eigenheimstraße sollten wegen der Wohnungsnot im Ersten Weltkrieg Wohnhäuser durch die Gemeinde Adlershof gebaut werden. Der Bau wurde 1919 begonnen und stoppte mit der Eingemeindung nach Berlin 1920. Der Weiterbau erfolgte 1932 durch die Gagfah, so ergaben sich Änderungen in den Trassen.Adlershofer zeitung: Bilder von damals und heute (PDF; 10 MB) November 2011, abgerufen am 24. Juni 2015
Südlich vom Adlergestell liegen Universitäts-, Gewerbe- und Behördengebäude. Bedingt durch vorherige Nutzungen wurde das Entwicklungsgebiet Johannisthal-Adlershof neu trassiert: in das WISTA-Gelände nördlich der Rudower Chaussee und den Wissenschaftsstandort und die Medienstadt südlich davon. Die neueren Benennungen von StraßenDrucksache – V/0221: Benennung von 46 Privatstraßen im Wirtschaftsstandort Adlershof, BAAG-Gelände erfolgten mit der nach der Wende beginnenden Umgestaltung im Bereich des Wissenschaftsstandortes zwischen Adlershof und Johannisthal.Drucksache VI/1677 – Änderung des BA-Beschlusses 71/02 vom 09.07.2002 zur Benennung von Privatstraßen im Entwicklungsgebiet des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Adlershof Die zwischen Gewerbeflächen liegenden Verkehrswege sind meist als Privatstraßen der Entwicklungsgesellschaft gestaltet. Die Ortsteilgrenze und damit die Straßenlagen wurden in diesem Bereich angepasst. (PDF)
Ortsteillagen und Hauptstraßen Der Ortsteil wird – im Norden beginnend – im Uhrzeigersinn folgendermaßen begrenzt: Oberspreestraße, Ostritzer Straße, Bahntrasse der S47, Trasse des Berliner Außenrings, Südufer des Teltowkanals, Hermann-Dörner-Allee, Georg-Schendel-Straße, Bahndamm der Görlitzer Bahn, Adlergestell, Gebiet der Hauptwerkstatt Berlin-Schöneweide, Westseite der Köllnischen Heide.
Das Adlergestell als Teil der Bundesstraße 96a und eine der wichtigsten Ein- und Ausfallstraßen Berlins teilt zusammen mit der parallel verlaufenden Bahntrasse der Görlitzer Bahn Adlershof in zwei Teile:
alter Ortsteil Adlershof nordöstlich der Bahntrasse neuer Ortsteil Adlershof mit dem Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof (WISTA).
Im alten Ortsteil ist die Dörpfeldstraße gleichzeitig das historische Zentrum von Adlershof als Einkaufsstraße mit Marktplatz. Der zweite bedeutende Verkehrsweg ist der Glienicker Weg als Verbindung zum Ortsteil Köpenick.
Die Rudower Straße, als Dörferverbindung bereits frühzeitig angelegt, erschließt den neuen Ortsteil als Rudower Chaussee und stellt über ein Teilstück der Wegedornstraße die Verbindung zum Ernst-Ruska-Ufer her. Das Ernst-Ruska-Ufer führt von der Anschlussstelle Adlershof der A 113 am Teltowkanal entlang zur Köpenicker Straße, die wiederum in den Glienicker Weg übergeht. Im Ortsteil gehören Adlergestell, Ernst-Ruska-Ufer, Glienicker Weg, 520 Meter der Köpenicker Straße und Oberspreestraße zu den übergeordneten Straßenverbindungen des Berliner Straßennetzes. Zwischen diesem Straßensystem verbinden Am Studio, Groß-Berliner Damm, Hermann-Dorner-Allee, Köpenicker Straße (Teilstück nach Altglienicke), Rudower Chaussee und Wegedornstraße als örtliche Hauptstraßen (Kategorie III). Als Erschließungsstraßen zu den Wohnquartieren im Ortsteil nördlich des Adlergestells wurden Anna-Seghers-, Dörpfeld-, Nipkow-, Radicke- und Wassermannstraße, sowie im neuen Wirtschafts- und Gewerbegebiet Karl-Ziegler- und Max-Born-Straße als Hauptstraßen aufgenommen.
Die neugeschaffene Verlängerung des Groß-Berliner Damms verbindet Adlershof mit Johannisthal und Niederschöneweide. In den Straßenneubau des neuerschlossenen Gebietes des Wissenschafts- und Technologieparks investierte das Land Berlin 23 Millionen Euro (Erschließung von Gewerbeflächen, Neubau von Trinkwasserleitungen, Regenwasser- und Schmutzwasserkanalisation).
Die Straßen von Adlershof in den Ortslagen unterscheiden sich durch Alter und Zustand entsprechend der vergangenen Nutzung. Der Wohnort liegt im Nordosten des Adlergestells, er wird durch die Dörpfeldstraße in Adlershof-Nord vorwiegend mit Siedlungsstraßen und Adlershof Süd geteilt, hier liegen die ältesten (um 1880) angelegten Straßen. Im Südosten des Adlergestells liegt das neue Adlershofer Gewerbe- und auch Wohngebiet WISTA. Hier, jedoch auch im Osten der Ortslage, entstand die Industrialisierung des Ortes, vor allem der Flugplatz nördlich der Rudower Chaussee, in der DDR für das Wachregiment „Feliks Dzierzynski“ genutzt, mit nachgenutzten Kasernen. Südlich der Rudower Chaussee befand sich in dieser Zeitzum Zustand dieses Gebiets in den 1980er Jahren Akademiegelände, von Ausgründungsunternehmen wurden die bestehenden Straßenläufe benannt und ein Teil der verbliebenen (nun) sanierten Gebäude genutzt. Auf dem Geländestreifen des vormaligen Geländes vom Fernsehstudio Adlershof zwischen Bahnstrecke „links vom Bahnhof“ und der Straße Am Studio (vormals Agastraße) entsteht die „Medienstadt“ mit (strukturbedingt) höchstens 300 Meter langen Zufahrtsstraßen.
Straßennamen Die ersten Straßen wurden nach der Umgestaltung des Gutsbezirks zur Gemeinde um 1880 angelegt und benannt. Im historischen Ortsteil Adlershof beziehen sich die ältesten Straßennamen auf lokale Grundeigentümer und Persönlichkeiten des Kaiserreichs. In den 1920er Jahren entstanden im Zusammenhang mit genossenschaftlichen Bauten Straßen, die im Kontext mit Gemeinsinn stehen, wie die Genossenschaftsstraße und die Siedlung vor der Köllnischen Heide. Ab 1930 erhielten Straßen Bezeichnungen nach Orten in Niederschlesien sowie Orten von Schlachten des Ersten Weltkriegs. Im Mai 1951 wurden viele Straßen mit monarchistischem, militaristischem und nationalsozialistischem Hintergrund nach Widerstandskämpfern oder historischen Personen des Bauernkriegs umbenannt. Einige Umbenennungen hatten die Ursache in der durch die Bildung Groß-Berlins entstandenen Mehrdeutigkeiten der Straßennamen, wobei die Namen der vormaligen Vororte zunächst geändert wurden.
Eine der ältesten (von Rittmeister Oppen nach seinen Schwiegereltern, den Brennereibesitzern benannte) Radickestraße wurde 1960 nach dem in Adlershof lebenden Schriftsteller und KPD-Mitglied Peter-Kast-Straße benannt. Nach der politischen Wende erhielt diese 1992 als einzige ihren ursprünglichen Namen zurück. Im neuen Wirtschaftsstandort Adlershof wurden die Straßen nach Naturwissenschaftlern und lokalen Widerstandskämpfern bezeichnet.Bezirksamt bestätigt interne Bezeichnungen im WISTA – In Adlershof tragen Straßen Namen von Wissenschaftlern. In: Berliner Zeitung, 24. Juli 1998, abgerufen am 22. Juni 2015 Das Entwicklungsgebiet WISTA an der Rudower Chaussee wurde durch die Ansiedlung von Industrie, Wissenschaft (Standort der Humboldt-Universität) und Medien erweitert, notwendigerweise entstanden weitere und neue Straßen.dazu die Bebauungspläne XV-51a–k und XV-58a
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAbram-Joffe-Straße ()410Abram Joffe (1880–1960), russisch-sowjetischer Physikerstyle="text-align:right" Die Privatstraße liegt im Wissenschaftsstandort Adlershof.Drucksache – V/0019: Benennung einer Privatstraße im Wissenschaftsstandort Adlershof in „Abram-Joffe-Straße“ Das Straßenschild wurde bereits am 24. Juni 2001 enthüllt. Sie führt von der Max-Born-Straße zum Groß-Berliner Damm. Hier steht das Lise-Meitner-Haus des Instituts für Physik und das Walther-Nernst-Haus der Humboldt-Universität. An der Nordseite der Straße zur Nordostecke des bis Mitte der 2010er Jahre nicht durch Gewerbebauten genutzten WISTA-Geländes nahe zum Landschaftspark sind Wohnbauten vorgesehen.140px|Abram-Joffe-Straße 140px|Wohnbauten an der Katharina-Boll-Dornberger-StraßeAbtstraße ()150Franz Abt (1819–1885), Komponiststyle="text-align:right" Sie liegt zwischen Adlergestell oder vielmehr dem Platz der Befreiung und der Anna-Seghers-Straße. Die Wohnhäuser auf den Grundstücken 1–9 (ungerade) liegen an der Nordseite, 2–8 (gerade) an der Südseite. Die Wohnhäuser an der Ecke Anna-Seghers-Straße gehören zu dieser. Einige Wohnbauten sind in der Berliner Denkmalliste verzeichnet. Im Adressbuch 1922 ist die Lage mit Adlergestell/ Süßer Grund/ Moltkestraße/ Adlergestell angegeben mit einem Wohnhaus auf Grundstück 1 (18 Bewohner) und Baustellen.140px|AbtstraßeAdlergestell ()2070(im Ortsteil)Gestell, Schneisenweg der Forstwirtschaftstyle="text-align:right" Das Adlergestell gehört mit 12,1 Kilometern zu den längsten Straßen Berlins, dabei sind im Ortsteil 2070 Meter Teil der B 96a. Es liegt mit den Grundstücken 73–786 in den Ortsteilen Niederschöneweide, Adlershof, Grünau, Schmöckwitz. Das Teilstück des Adlergestells zwischen Schappachstraße und Alt-Schmöckwitz wurde 1958 durch Magistratsbeschluss in das Adlergestell einbezogen. Zum Ortsteil gehören die Grundstücke 147–363 (ungerade, nicht durchgehend alle Zahlen) an der Nordostseite. An der Gegenseite verläuft meist die Bahnstrecke, ausgenommen Am Adlergestell 250, 254 nordwestlich der Ecke Rudower Chaussee, vor dem S-Bahnhof.
Im Haus Nummer 253 lebte von 1950 bis 1969 der Komponist Rudolf Wagner-Régeny. Die blockhafte Wohnbebauung zwischen Adlergestell 233–255 und angrenzenden Straßen entstand zwischen 1926 und 1930 nach Plänen von Willy Mühlau und galt ab den 1980er Jahren als Baudenkmal. Das Gleiche betrifft die Wohngebäude Adlergestell 267/267a und 269/269a, deren Entwürfe von Ludwig Hilbersheimer stammen und 1927 fertiggestellt waren.Die Bau- und Kunstdenkmale …. S. 403/404 Der Weg des preußischen Königs zum Jagdschloss Königs Wusterhausen soll von auf Pfeilern sitzenden Adlern gesäumt gewesen sein.140px|Bahnhof Adlershof 140px|Wohnanlage von Franz VogtAlbert-Einstein-Straße ()880Albert Einstein (1879–1955), Physiker und Nobelpreisträgerstyle="text-align:right" Der erste Name war Einsteinstraße. Sie liegt im Wissenschaftsgebiet Adlershof und verläuft vom Ernst-Ruska-Ufer zur Straße Am Studio. Am 1. Dezember 2003 wurde sie dem öffentlichen Verkehr übergeben. Hier befindet sich der Elektronenspeicherring BESSY II. Im Haus Nummer 9 hat das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften, Abteilung Berlin, seinen Sitz.140px|Albert-Einstein-StraßeAlexander-von-Humboldt-Weg ()470Alexander von Humboldt (1769–1859), Naturforscher und Entdeckerstyle="text-align:right" Die Straße liegt auf dem WISTA-Gelände zwischen Hermann-Dorner-Allee und Abram-Joffe-Straße. 170 Meter sind als Gemeindestraße im Berliner Straßenverzeichnis ausgewiesen. Weitere 300 Meter sind in der RBS-Klasse als Straße aber nach OKSTRA-Kategorie als „N“ markiert und führen durch Grünfläche mit Solarfeldern. 110 Meter der Straße (RBS: STRA) sind der OKSTRA-Klasse N zugeordnet.140px|Alexander-von-Humboldt-WegAltheider Straße