Krumbach ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Süden von Niederösterreich im Bezirk Bezirk Wiener Neustadt.
Geografie Krumbach liegt in der Buckligen Welt in einer Höhe von 500 bis 850 Meter über dem Meer. Die Entwässerung erfolgt über den Zöbernbach.
Die Gemeinde hat eine Fläche von 43,88 Quadratkilometer. Davon sind 47 Prozent bewaldet, 46 Prozent sind landwirtschaftliche Nutzfläche.
Gemeindegliederung Krumbach ist die einzige Ortschaft, die sich jedoch aus zahlreichen Ortsteilen zusammensetzt. Ortsteile sind Außerlehen, Buchegg, Egg, Feichten, Haselgraben, Hochhalt, Hosien, Königsegg, Kraxenberg, Löder, Möltern, Ödhöfen, Ponholz, Prägart, Ransgraben, Saubichl, Tiefenbach, Unterhaus, Weißes Kreuz, Zöberau, Zöbersdorf sowie zahlreiche Einzellagen.
Nachbargemeinden
Geschichte Eine frühe Besiedlung des Gebietes ist durch Funde aus der Steinzeit, der Bronzezeit und der Römerzeit belegt. In einer Traditionsnotiz der Regierungszeit von Ottokar I. wird 1182 Gerhardus de Chrumpach (Krumbach) als Zeuge urkundlich erwähnt.
Der Name war ursprünglich ein Gewässername mit der Bedeutung „in Windungen verlaufender Bach“.
Durch viele Jahrhunderte prägte die Herrschaft von Schloss Krumbach das Leben der Bewohner. Der erste Herrschaftssitz war eine Befestigungsanlage auf dem Schmelzriegel. Die heute noch bestehende Burganlage wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet. Im 16. Jahrhundert erfolgte ein schlossartiger Ausbau zum heutigen Aussehen. Zum Ende des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude zu einem Hotel umgebaut.
Bevölkerungsentwicklung
Religion Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 95,0 % der Einwohner römisch-katholisch und 1,2 % evangelisch. 0,3 % sind Muslime, 0,4 % gehören orthodoxen Kirchen an. 2,5 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Schloss Krumbach mini|Rokoko-Pfarrhof mini|Erasmuskirche
Schloss Krumbach Katholische Pfarrkirche Krumbach hl. Stephan Museumsdorf Krumbach Erasmuskirche (Friedhofskirche) Abraham-Säule Abrahampark Holzerpark
Wirtschaft und Infrastruktur Öffentliche Einrichtungen Katholische Kirche Kloster (Kongregation Schwestern der Armenfürsorge) Pfarr- und Gemeindebücherei Praktischer Arzt Zahnarzt Augenarzt Tierarzt Ortsstelle des Roten Kreuzes Freiwillige Feuerwehren (FF Weißes Kreuz, FF Krumbach)
Bildung Neue Mittelschule (NMS) Krumbach Musikschulverband Bucklige Welt – Süd NÖ Landeskindergarten Krumbach Polytechnische Schule Volksschule Krumbach Schloss Krumbach International School
Politik
Gemeinderat Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen: 1990: 17 ÖVP, und 4 SPÖ. 1995: 11 ÖVP, 7 Bauernbund Krumbach, 2 SPÖ, und 1 FPÖ. 2000: 17 ÖVP, 3 SPÖ, und 1 FPÖ. 2005: 17 ÖVP, und 4 SPÖ. 2010: 17 ÖVP, 2 SPÖ, und 2 FPÖ. 2015: 16 ÖVP, 3 SPÖ, und 2 FPÖ. 2020: 17 ÖVP, 2 SPÖ und 2 FPÖ. 2025: 15 ÖVP, 5 Bürgerliste Krumbach (BLK) und 1 FPÖ.
Bürgermeister Bürgermeister seit 1945 waren: 1945 Anton Schwarz 1945–1946 Johann Gebhart 1946–1950 Ernst Bauer 1950–1963 Florian Freiler 1963–1979 Ernst Blochberger 1979–1990 Friedrich Gamauf 1990–1995 Otmar Gebhart 1995–2007 Friedrich Trimmel (ÖVP) 2007–2021 Josef Freiler (ÖVP) seit 2021 Christian Stacherl (ÖVP)
Wappen rechts|150px Blasonierung (Wappenbeschreibung): Im roten Schild ein aufsteigender rechtsgewendeter silberner Löwe mit einer Kette um den Hals. Als Vorlage diente das Wappen der Herren von Krumbach, das in einem Siegel vom Jahre 1291 aufscheint. Als Marktwappen wird dieses Siegelwappen seit 19. Jänner 1957 geführt.
Persönlichkeiten Ehrenbürger der Gemeinde Othmar Zaoralek (7. Juli 1870 bis 29. April 1964), Volksschullehrer, Heimatforscher, Maler, Träger des Ehrenringes der Marktgemeinde Krumbach. Friedrich Gamauf (1921–2005), Unternehmer, Ehrenbürger und Ehrenringträger, Goldenes Ehrenzeichen von Niederösterreich und päpstlicher Orden „Bene Merenti“ Franz Grabenwöger (* 4. Februar 1940 in Furth), langjähriger Sekretär von Kardinal König und von September 1992 bis August 2009 Pfarrer von Krumbach. Danach weiterhin als Altpfarrer in Krumbach. 1984 wurde ihm der päpstliche Ehrentitel „Monsignore“ verliehen. Seit seiner Zeit im Priesterseminar in Wien, ist Pfarrer Grabenwöger Mitglieder der katholischen Studentenverbindung KAV Danubia Wien-Korneuburg im ÖCV. Die Ehrenbürgerschaft wurde ihm anlässlich seines Goldenen Priesterjubiläums am 23. Juni 2013 verliehen.Informationsbroschüre anlässlich des Goldenen Priesterjubiläums von Pfr Grabenwöger Ernst Brandstätter (* 29. September 1953), Gemeindesekretär.http://www.krumbach-noe.at/system/web/news.aspx?bezirkonr=0&detailonr=225061840-761&menuonr=218767589
In Krumbach geboren Franz Blochberger (* 1942), Landesrat im Ruhestand, Ökonomierat Ernst Weber (1948–2011), Fußballspieler und -trainer Robert Holzbauer (* 1956), Historiker
Personen mit Wirkungsbereich in Krumbach Josef Matthias Hauer (1883–1959), Komponist und Musiktheoretiker, von 1902 bis 1904 Volksschullehrer in Krumbach Rainer Holzbauer (* 1971), Autor und Regisseur, Träger des päpstlichen Ordens „Ritterkreuz des Silvesterorden“ Alois M. Holzer (* 1976), ORF Wetterredakteur, Unwetterforscher, Forschungsmanager, wohnt und arbeitet in Krumbach
Literatur mini|hochkant|Krumbach und seine nördliche Umgebung um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)
Moritz Alois Becker: Aus dem Leben eines Edelmannes im XVI. Jahrhundert. In: Verstreute Blätter. Konegen, Wien 1880, S. 172–206 (Digitalisiert, ab Seite 172)
Weblinks
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Einzelnachweise
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