mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Alt-Treptow

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Alt-Treptow beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Alt-Treptow mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick Alt-Treptow ist mit 2,31 Quadratkilometern der kleinste Ortsteil im Bezirk Treptow-Köpenick. Bis zur Verwaltungsreform 2001 war er der namensgebende Ortsteil des ehemaligen Bezirks Treptow. Alt-Treptow liegt im nordwestlichen Teil des Bezirks Treptow-Köpenick und grenzt im Südwesten an Neukölln, im Nordwesten an Kreuzberg, im Nordosten am Südufer der Spree an Friedrichshain sowie im Südosten an Plänterwald.

Im Ortsteil finden sich 30 gewidmete Straßen, hinzu kommen zwei Plätze und (als amtlich zugeordnet) eine Insel. Von diesen Straßen setzen sich acht in den Nachbarortsteilen fort, und vier haben (zumindest) in Teilstücken den Rang einer Bundesstraße. Die Gesamtlänge aller Stadt- und Bundesstraßen im Ortsteil beträgt 16 Kilometer. Der Ortsteil Alt-Treptow hat Einwohner (Stand: ) und umfasst den Postleitzahlenbereich 12435.

Der Ortsteil wird – im Norden beginnend – im Uhrzeigersinn folgendermaßen begrenzt: Spreeufer einschließlich Insel der Jugend bis zur Bulgarischen Straße, auf der Parkseite der Bulgarischen Straße und Am Treptower Park (ohne deren Straßenland), Matthesstraße, S-Bahn-Trasse der Ringbahn, über die Kiefholzstraße, Treptower Straße, Heidelberger Straße, Bouchéstraße, Harzer Straße bis zur Lohmühlenbrücke, Landwehrkanal bis zur Treptower Brücke, Am Flutgraben bis zum Spreeufer. Auf dem Abschnitt von der Kiefholzstraße bis zum Spreeufer verlief von 1961 bis 1990 die Mauer. Er ist heute Teil des Berliner Mauerwegs. Durch seine Lage in einer Mauerecke geriet das Gebiet um die Bouchéstraße in eine gewisse Isolierung vom übrigen Ost-Berlin.

Alt-Treptow ist ein Knotenpunkt der Straßen-, Wasser- und Schienenwege der Stadt Berlin. Das Straßensystem nahm seinen Anfang mit der Errichtung des Vorwerks Treptow und der gegen Ende des 18. Jahrhunderts gegründeten Kolonistensiedlung. Für die Infrastruktur bedeutend erwies sich das Anlegen der Berlin–Görlitzer Eisenbahn, die 1867 fertiggestellt wurde, und deren Anschluss an die Stadtbahn im Jahr 1891. Bedeutsam war auch die Berliner Gewerbeausstellung von 1896.

Auf der Elsenbrücke überquert die B 96a die Spree. Die zur B 96a gehörenden großräumigen Straßen im Berliner Straßensystem (An den Treptowers, Elsenstraße, Am Treptower Park, Alt-Treptow, Puschkinallee) wurden in den 1960er und 1970er Jahren ausgebaut, sodass die drei letzteren heute als Einbahnstraßen um den Treptower Park führen. Die Straße Am Treptower Park und die Puschkinallee führen weiter nach Kreuzberg. Die übergeordnete Straßenverbindung Elsenstraße, Karl-Kunger-Straße, Wildenbruchstraße ist eine wichtige Verbindung zu Neukölln. Die geplante Verlängerung der Stadtautobahn soll zunächst bis zur Anschlussstelle Am Treptower Park führen und mit Ein-/Auffahrten beidseits der Matthesstraße enden. 450 Meter der Kiefholzstraße sind als Ergänzungsstraße kategorisiert.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAlt-Treptow ()400alter Dorfkern von Treptowalign=right Die Straße Alt-Treptow mit den Grundstücken 1–6, 12, 14–17 (fortlaufend) liegt zwischen der Bulgarischen Straße und dem Übergang zur Puschkinallee am Platz am Spreetunnel. Sie ist Teil der B 96a und Einbahnstraße in nordwestlicher Richtung. Ein westlicher Zufahrtsbogen erschließt die Zufahrt zur Archenhold-Sternwarte.

Ein Teil der Straße hieß zunächst Treptower Chaussee und bildete die alte Treptower Dorfstraße. Sie befand sich zwischen dem Platz am Spreetunnel und der Parkstraße, der heutigen Bulgarischen Straße, dort lag das alte Vorwerk Treptow. Zwischen 1908 und 1945 befuhr die Straßenbahn die Straße. Am Grundstück 6 geht der Weg zur Abteiinsel ab. Am westlichen Ende steht der Gaststättenkomplex von Haus Zenner, die Straße kreuzt über den Heidekampgraben.140px|Restaurant ZennerAm Flutgraben ()100(im Ortsteil)Flutgraben, der Obere Flutgraben ist ein ehemaliger Holzflößergraben parallel zur Oberschleuse des Landwehrkanalsalign=right Die Straße geht als Sackgasse von der Puschkinallee Richtung Norden ab und führt parallel am Südostufer des Flutgrabens an der Grenze zwischen Treptow und Kreuzberg entlang. Die Grundstücke 2 und 3 liegen im Ortsteil, das Grundstück Nummer 1 jedoch an der Oberen Freiarchenbrücke/Puschkinallee gehört zu Kreuzberg. 1943 ist im Adressbuch das Breitersche Haus (heute Nr. 1) anliegend Vor dem Schlesischen Tor genannt. Durch die Lage zwischen West- und Ost-Berlin befand sich auf diesem Gelände der Abschnitt der Berliner Mauer. Direkt am Flutgraben liegen einige gastronomische Betriebe.Stadtführer Berlin-Verborgene Orte in Berlin Südlich der Puschkinallee führt ein amtlich nicht so benannter Weg zwischen Flutgraben und Schlesischem Busch zur Jordanstraße.140px|Am Flutgraben, Blickrichtung Norden

140x140px|zentriert|Todesstreifen auf der Straße Am FlutgrabenAm Treptower Park ()480(im Ortsteil)Treptower Park, im 19. Jahrhundert angelegter Park align=right Die Straße liegt im Ortsteil zwischen Puschkinallee und der westlichen Bahnbrücke unter der Berliner Ringbahn. Im weiteren Verlauf liegt das Straßenland in Plänterwald. Der nordöstliche Straßenrand am Treptower Park bildet die Ortsteilgrenze.Adresssuche in der RBS-Datenbank für die Karte 1:5000, hergestellt durch die bezirklichen Vermessungsämter Der Hausnummernverlauf folgt dem Prinzip der Hufeisennummerierung, die Grundstücke 1–8 und 14 gehören zum Ortsteil. Der Abschnitt zwischen Bouché- und Elsenstraße wird vom Kasernengelände Am Treptower Park eingenommen, das vom BKA und vom Terrorismusabwehrzentrum genutzt wird. Der größte Teil des Straßenlandes und der südwestlichen Straßenseite liegen in Plänterwald. Bis 1909 war sie Teil der Köpenicker Landstraße. Die 1896 angelegte Straßenbahnstrecke wurde 1973 mit dem Straßenausbau als letzte im Ortsteil stillgelegt.140px|BKA Am Treptower ParkAn den Treptowers ()200Treptowers, Bürohauskomplexalign=right Die Straße liegt zwischen Elsen- / Ecke Martin-Hoffmann-Straße und der Elsenbrücke. Vor ihrer Umbenennung war es ein Teil der Elsenstraße, die jetzt noch bis zur Martin-Hoffmann-Straße führt, äußerlich lediglich durch eine Abbiegespur zu erkennen. Die verkehrsreiche und laute Straße hat als Anlieger lediglich die Bürohochhäuser Nr. 1, 2, 3. Unter der Straße und der Elsenbrücke hindurch führt der Spreeweg,stadtentwicklung.berlin.de: 20 grüne Hauptwege – Spreeweg/Berliner Urstromtal ein 59 Kilometer langer Wanderweg entlang der Spree und hier Teil des Europawanderwegs E11.140x140px|zentriert|TreptowersBeermannstraße ()200Beermann, Name einer Treptower Unternehmerfamiliealign=right (mit Unterbrechung) Die Straße liegt zwischen Elsen- und Matthesstraße. Angelegt wurde sie nach dem Bebauungsplan als Straße A. Ab 1938, in der NS-Zeit (1938–1947) wurde der Verkehrsweg umbenannt, da die Familie Beermann jüdischer Herkunft war. Sie hieß danach bis 1947 Mächtigstraße, womit der Gartenbaudirektor Hermann Mächtig geehrt wurde. Am 1. August 1947 erhielt die Straße ihren ersten Namen zurück.Mächtigstraße auf berlingeschichte.de An der Straßennordseite Grundstück 3 befindet sich die Rückseite des Park-Centers Treptow. Die südliche Bebauung Grundstücke 2–22 sind Altbauten mit Hinterhöfen zum Bahndamm der ehemaligen Trasse der Görlitzer Bahn hin. Die Kleingartenanlage BLW ‚Alt-Ruhleben‘ in dieser Straße mit 23 Parzellen wurde geräumt, einige Wohnhäuser der Beermannstraße (Nummern 20 und 22) sind 2015 abgerissen worden. Beide Maßnahmen schaffen Platz für den Weiterbau der A 100, deren Trasse am Ostende der Beermannstraße entlangführt und auch an den Ortsteil Plänterwald grenzt.140px|Beermannstraße, ab ElsenstraßeBernhard-Langwaldt-WegPressemitteilung des Bezirksamts Treptow-Köpenick, 30. Juni 2016 ()350(im Ortsteil)Kapitän Langwaldt rettete mit seiner Mannschaft zahlreiche Kinder beim Schiffsunglück 1951 in Berlin-Treptowalign=right Der Bernhard-Langwaldt-Weg ist ein Fuß- und Radweg östlich parallel am Bahnhof Treptower Park. Er verläuft von der Puschkinallee bis zur Parkwegbrücke. Der Weg wurde 1901 als Parkweg angelegt und im Folgejahr erstmals im Adressbuch aufgeführt. Der Name der nördlich anschließenden Parkwegbrücke über die Spree (parallel zur Bahn- und der Elsenbrücke) blieb bei der Umbenennung 2016 unbeachtet, sie gehört zu Friedrichshain.K5-Karte von Berlin 1:5000: Bahnhofsgelände Ebenso behielt auch die Fortführung des Weges bis zur Straße Alt-Stralau den Namen Parkweg, da sich das Bezirksamt von Friedrichshain-Kreuzberg nicht an der Umbenennung beteiligte.140px|Parkweg: als Bernhard-Langwaldt-WegBouchéstraße ()990(im Ortsteil)Johann Peter Bouché (1759–1846), Berliner Kommunalpolitiker (Mitglied der Forst- und Oeconomie-Deputation des Magistrats)Berliner Adressbuch 1903: Bouchéstraße mit Namenserläuterungalign=right Berliner Adressbuch 1890: Bouchéstraße mit drei Häusern Die Bouchéstraße liegt zwischen der Straße Am Treptower Park und dem Kiehlufer. Der Hausnummernverlauf folgt dem Prinzip der Hufeisennummerierung. Im Ortsteil liegen die Grundstücke 5 und 11–41 (ungerade) und 10a–40 (gerade) zwischen Am Treptower Park und vor der Kreuzung Heidelberger Straße. Von dort bis zur Harzer Straße gehörte das Straßenland von 1961 bis 1989 zum Bau der Berliner Mauer. Der südwestliche Abschnitt der Bouchéstraße jenseits der Harzer Straße liegt insgesamt in Neukölln. Der vorherige Name bis 1889 war Bouchéweg und auf Neuköllner Gebiet Straße 11. Im Jahr 1891 setzte eine intensive Bautätigkeit ein, Bauherren waren der Fiskus, Privatleute und die Görlitzer Eisenbahngesellschaft.Berliner Adressbuch 1891: Bouchéstraße mit zahlreichen Baustellen und einem Exerzierplatz Zwischen 1911 und 1923 befuhr eine Straßenbahn die Straße. Entlang des Abschnitts zwischen Harzer Straße und Heidelberger Straße verlief ab 1961 die Berliner Mauer, heute liegt hier ein Abschnitt des Mauerwegs, die Treptower Straßenseite ist teilweise noch unbebaut, da sie nach 1961 abgeräumt wurde, um Baufreiheit für die Grenzanlagen zu schaffen. Ausgehend von dem Wohnhaus Schmollerstraße 5 / Ecke Bouchéstraße 33 gelang den DDR-Bürgern Holger Bethke und Michael Becker 1983 eine der bekanntesten DDR-Fluchten.Wie eine Mauerflucht mit Pfeil und Bogen gelang. In: Die Welt, 31. März 2008140px|Bouchéstraße, Blick zur Ecke Jordanstraße

140px|Todesstreifen Bouchéstraße

140x140px|zentriert|Bouchéstraße mit HinterlandmauerBulgarische Straße ()780Bulgarien, Land in Südosteuropaalign=right Die Straße verläuft in nordöstlicher Richtung von der Straße Am Treptower Park / Köpenicker Landstraße über Alt-Treptow / Neue Krugallee bis zur Spree. Als Teil der Bundesstraße 96a ist sie Einbahnstraße bis zur Straße Alt-Treptow.

Das Straßenland und die südöstliche Straßenseite liegen in Plänterwald. Von 1842 bis um 1888 trug sie den Namen Park-Allee und von um 1888 bis 1935 den Namen Parkstraße. Die Umbenennung in Bulgarische Straße hatte politische Bedeutung. Sie war Zeichen der Waffenbrüderschaft von Deutschland und Bulgarien im Ersten Weltkrieg und einer gemeinsamen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Interessengemeinschaft beider Staaten.Bulgarische Straße bei Kauperts Die 1896 eröffnete Straßenbahnstrecke, die zuletzt bis zur Endhaltestelle Treptow, Rathaus betrieben wurde, ist 1959 stillgelegt worden.140px|Bulgarische StraßeEichenstraße