mini|hochkant=1.4|Straßensystem des Ortsteils Berlin-Pankow(aus: OpenStreetMap) mini|hochkant=1.4|Pankow vor 1891 (in den Grenzen des heutigen Ortsteils (Alt-)Pankow):Zu erkennen sind: Verlauf der Stettiner Bahnvom Anger aus (heute: Breite Straße)Süd: Mühlen- und Berliner StraßeNord: Schloßstraße und Schönholzer Straße(Süd-)West: WollankstraßeOst: Damerowstraße zur Pasewalker Straße.

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Pankow beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Pankow mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick Der Ortsteil Pankow umfasst die Postleitzahlenbereiche 13187 und 13189. Zum öffentlichen Straßennetz gehören laut amtlichem Straßenverzeichnis 116 gewidmete Straßen mit einer Gesamtlänge von 56,7 Kilometer. In den Wohnbauten entlang dieser Straßen leben Einwohner (Stand: ). Im Ortsteil liegen 9,3 Prozent der 604,7 Kilometer des gesamten Bezirks Pankow (einschließlich aller 13 Ortsteile). Neben dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf (635,4 km) und dem Bezirk Treptow-Köpenick (628,1 km) verfügt der Bezirk damit über eines der längsten Straßensysteme in der Hauptstadt.Tiefbauamt Pankow

Im Jahr 1875 weist das Berliner Adressbuch (Vororte) dagegen erst elf Straßen für Pankow aus. Mit dem Wachsen der Reichshauptstadt Berlin stieg die Bedeutung und Zuwanderung in die Landgemeinde Pankow.

Pankow ist an das Fernstraßensystem in Nord-Süd-Richtung angebunden. Die B 109, als Prenzlauer Promenade mit Anschluss an die A 114, begrenzt den Ortsteil im Osten. Die B 96a, entlang der südlichen Berliner Straße, der Mühlenstraße (als Ortskernumgehung) und der Schönholzer Straße verbindet den Ortsteil mit den OT Prenzlauer Berg und Niederschönhausen. Ergänzend zur Mühlenstraße führt der nördliche Abschnitt der Berliner Straße als Hauptverkehrsstraße direkt zur Breiten Straße, dem Pankower Anger. Diese Trasse wurde 2009–2011 mit der Verbreiterung der Eisenbahnbrücke dem steigenden Verkehr angepasst. Vom Ortskern Pankows führt das historische Straßensystem mit der Damerowstraße nach Osten und der Wollankstraße nach Westen. Ergänzt wird diese Querverbindung im Berliner Norden durch die Granitzstraße, die südlich der Stettiner Bahn und durch Heinersdorf nach Weißensee führt. Am Südrand des Ortsteils verläuft der Ost-West-Verkehr über die Wisbyer Straße, die seit dem Mauerfall 1989 wieder den Verkehr zwischen Lichtenberg und Reinickendorf sowie zur Stadtautobahn übernimmt.

In Pankow werden verschiedene Viertel nach ihrer Entstehungszeit unterschieden. Das zentrale Gebiet von der Wollankstraße im Westen über den Anger bis zum Beginn der Damerowstraße gehört zum ursprünglichen Bereich der Landgemeinde. Mit der Stettiner Bahn und der Nordbahn wurden die Bereiche um die heutigen S-Bahnhöfe Wollankstraße und Pankow für die Besiedlung erschlossen und Grundstückseigentümer gaben Land für die neuen Straßen. Dafür erhielten die Straßen den Namen des Eigentümers, wie die Gaillardstraße.

Mit der weiteren Besiedlung erfolgte der Ausbau des Straßensystems um den Endpunkt der U-Bahn an der Vinetastraße. Standen noch um das Jahr 1900 Windmühlen an der Mühlenstraße, so wurde durch die Besiedlung im Nordischen Viertel am Rand von Berlin die nördliche Seite der Wisbyer Straße ausgebaut, die zu Pankow gehört. Der Ausbau nach Osten entlang der Damerowstraße und die Projektierung im Tiroler Viertel folgte. Durch die Inflation und den Ersten Weltkrieg verzögert, folgte der Ausbau der Straßen um das Pankower Krankenhaus. Dieses heutige Viertel nördlich der Bleicheroder Straße und das Kissingenviertel (Straßenbenennung 1930) haben Denkmalstatus. Am Kissingenviertel zeigt sich auch, wie die Zeitereignisse zur PlanungsänderungBebauungsplan Kissingenviertel aus dem Jahr 1909 In: deutschefotothek.de. führten, so waren Straßen geplant und bereits benannt, deren Führung so nie realisiert wurde. mini|Lage der geplanten, nicht umgesetzten Straßen im Kissingenviertel 1900–1930

In den 1950er Jahren wurden zunächst Schäden infolge des Zweiten Weltkriegs behoben und Brachflächen gefüllt. In den 1960er Jahren entstanden Plattenbauten auf Freiflächen wie im Tiroler Viertel. Die Freifläche nördlich der Elsa-Brändström-Straße bis zur Binzstraße wurde in den 1970er Jahren bebaut, gefolgt in den 1980er Jahren von der Erschließung zwischen dem Krankenhausviertel um die Galenusstraße bis an die Pasewalker Straße im Nordosten. In den 2010er Jahren waren in Pankow (wie am Garbatyplatz oder zwischen Flora- und Gaillardstraße) noch freie Flächen für Lückenschließungen vorhanden und es folgte eine Eigenheimsiedlung am Killisch-von-Horn-Weg neben dem Bürgerpark.

Aus der Namensgebung der Straßen finden sich für die Bewohner Bezeichnungen für ihr Viertel, zumal diese Straßen zeitgleich eingerichtet wurden, wie für das Tiroler Viertel westlich der Mühlenstraße am Südrand von Pankow mit Straßennamen nach Orten in Tirol. Der Ausbau vom Pankower Ortskern nach Osten nördlich der Damerowstraße mit Straßennamen nach Harzorten nördlich der Bleichroder Straße teils mit Ein- und teils mit Mehrfamilienhäusern begann um 1905 und wird entlang der Galenusstraße mit den nach Medizinern benannten Straßen um das ehemalige Krankenhaus Pankow im Nordosten des Ortsteils fortgesetzt. Zeitlich einheitlich seit 1930 geplant und bebaut sowie in der Denkmalliste als Einheit geführt wird das Kissingenviertel südlich der Granitzstraße, in dem die Straßen nach Orten in Franken benannt sind. Im Südosten findet sich in Fortsetzung des Nordischen Viertels über die Wisbyer und Bornholmer Straße hinweg ein Straßensystem mit Bezug zu Skandinavien, sowohl zu Personen als auch zu Orten, wobei diese Quelle der Namensvergabe in den Neubauten seit den 1980er Jahren südlich der Arnold-Zweig-Straße aufgenommen wurde. Die Namen spiegeln auch zeitliche Zusammenhänge: so sind am Ortskern die alten Verbindungswege, zwischen Wollankstraße und Stettiner Bahn, nach Pankower Persönlichkeiten benannt, für die kurz nach 1900 neu angelegten Straßen an der Weichbildgrenze Berlins (östlich der Berliner Straße, südlich der Vinetastraße) sind Orte auf Rügen namensstiftend.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAchtermannstraße () 540 Achtermannshöhe, Berg im Harz style="text-align:right" Die Straße verläuft zwischen Mendel- und Vesaliusstraße. Wohnanlage und Hofanlage, 1927 (Baudenkmal),. Gesamtanlage Achtermann-/Bleicheroder Straße, 1922/1923 140px|Achtermann- Ecke MendelstraßeAm Feuchten Winkel () 380 Feuchter Winkel, ein Flurstück, jetzt auch die hiesige Kleingartenanlage style="text-align:right" Die Straße verbindet die Prenzlauer Promenade mit der Bundesautobahn 114 am südlichen Anschluss. 140px|Am Feuchten Winkel verläuft oberhalb der Bahnstrecke; Blick über das Ende der BAB ASt Pasewalker StraßeAm Schloßpark () 800(im Ortsteil) Schlosspark am Schloss Schönhausen in Niederschönhausen style="text-align:right" Die Straße wurde zuerst als Schwarzer Weg bezeichnet und war eine vielgenutzte Verbindung nach Französisch Buchholz. Die Straße bildet die Ortsteilgrenze zu Niederschönhausen, das Gebiet nördlich der Straße gehört zum Schlosspark Niederschönhausen und ist unbebaut. Musikschule Pankow, 1893 (Baudenkmal). 140px|Am Schloßpark, Wohnblocks im Jahre 1959Amalienpark () 120 Amalie von Preußen, Prinzessin von Preußen style="text-align:right" Das Gelände wurde von der Landhaus-Baugesellschaft Pankow erworben und nach Plänen des Geheimen Baurats Otto March mit einem Wohnensemble aus mehrgeschossigen Mietwohnungen bebaut (Nr. 1–8). Die Wohnanlage stellte bei ihrer Fertigstellung 1897 ein Novum dar, weil es mehrgeschossige Häuser in einzelnen Gebäuden waren, jeweils mit kleinen Gärten umgeben. Das Haus Amalienpark 4/5 wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört.Die Bau- und Kunstdenkmale …II, S. 27. Trotz des Parks im Namen ist es eine Straße, die U-förmig von und zur Breiten Straße verläuft und eine 80 × 60 Meter gleichnamige Grünfläche umschließt. 140px|Amalienpark von der Breiten Straße her gesehenAndreas-Hofer-Platz () 120 × 110 (1767–1810), Tiroler Freiheitskämpfer von 1809 style="text-align:right" Andreas-Hofer-Platz erstmals im Adressbuch 1911. Der Platz, an der Esplanade gelegen, wurde bis zum Jahr 1928 im Adressbuch als unbebaut geführt. Da im Jahr 1930 „Schmuckanlage“ angegeben ist, muss er also um 1929 als Platz gestaltet worden sein., Das aktuelle Erscheinungsbild entspricht einer Parkanlage auf dem flachen Brennerberg, der von Bäumen und Gebüsch geprägt ist. Nordwärts wird er begrenzt von der Tiroler Straße, östlich von der Toblacher und westlich von der Brixener Straße. Im Volksmund heißt der Platz auch „Der Brenner“. 140px|Blick über das Plateau nordwärtsArkonastraße () 240 Arkona, Vorgebirge auf Rügen style="text-align:right" Die Straße geht von der Kissingenstraße ab. Die Bebauung entlang des Verkehrswegs begann in den 1920er Jahren; 1929 sind acht bebaute Grundstücke ausgewiesen. Sie ist eine Querstraße der Borkumstraße. 140px|Arkonastraße, Blick von Borkumstraße nordwärtsArnold-Zweig-Straße () 760 (1887–1968), Schriftsteller style="text-align:right" Die Straße wurde zusammen der Max-Lingner-Straße umbenannt und am 18. Mai 1978 eingeweiht. Angelegt wurde sie im Rahmen der Gestaltung der Freifläche südlich der Binzstraße beidseits der Neumannstraße. Die Bebauung als Straße aus den 1980er Jahren ist nicht vollendet. 140px|Arnold-Zweig-Straße Richtung Max-Lingner-StraßeAsta-Nielsen-Straße () 220 (1881–1972), dänische Schauspielerin style="text-align:right" Die Straße war vor ihrer Umbenennung ein Teil der Arnold-Zweig-Straße, die hier noch nicht angelegt war. 140px|Blick von der Jenny-Lind-Straße zur Asta-Nielsen-StraßeBaumbachstraße () 330 (1859–1915), in Berlin tätiger Bildhauer (Herrscherstatuen, beispielsweise in der Siegesallee)Edition Luisenstadt 13189 style="text-align:right" Der zwischen 1895 und 1909 gültige Name war Behnsenstraße. 140px|Baumbach- Ecke Schonensche Straße, Blick nach NordenBenjamin-Vogelsdorff-Straße () 150 (1881–1961), in Pankow ansässiger Zahnarzt und jüdisches Opfer des NS-Regimes style="text-align:right" Die vergleichsweise kurze Straße, als Straße 22 eingerichtet, liegt zwischen Duseke- und Mühlenstraße, sie wurde Mitte der 1970er Jahre mit Botschaften und Residenzen bebaut. 140px|Benjamin-Vogelsdorff-Straße 2, Kambodschanische Botschaft Berliner Straße () 1570(im Ortsteil) Einfallstraße nach Berlin style="text-align:right" Vom 17. Jahrhundert bis um 1895 hieß die Straße Berliner Weg (aber eher in der Trassierung der Mühlenstraße). 1824 bis um 1895 entwickelte sich die noch immer gültige Straßenführung als Berliner Chaussee, die Pankow und das Schloss Niederschönhausen in Nord-Süd-Richtung mit Alt-Berlin verband. Am nördlichen Ende stößt diese Straße direkt auf die östliche Spitze der Breiten Straße. Leicht abgeknickt kann die Ossietzkystraße als Fortsetzung gelten, südlich geht sie in die Schönhauser Allee über. Details finden sich hier: →Postamt Berlin-Pankow →Liste der Kulturdenkmale in der Berliner Straße

Die Straße wurde in den Jahren 2010 bis 2012 grundhaft instand gesetzt und ausgebaut. 140px|Berliner Straße 140px|Villa Garbaty (2010)Binzstraße () 980 Binz, Ort auf Rügen style="text-align:right" Ein Straßenzug in Höhe der Binzstraße ist im Hobrecht-Plan von 1862 zu finden.historie/1_Hobrecht_1862_gr.pdf Hobrechtplan auf ww.stadtentwicklung.de 140px|Binzstraße von der Berliner Straße westwärtsBleicheroder Straße () 540 Bleicherode, Stadt bei Nordhausen, Thüringen style="text-align:right" Der beherrschende Komplex ist die nach Plänen von Carl Fenten und Rudolf Klante errichtete Wohngebäudeanlage aus den Jahren 1922/1923 (Baudenkmal). 140px|Bleicheroder Straße, Blick westwärtsBorkumstraße