Das Prinzenpark-Rennen war eine Motorsportveranstaltung für Motorräder und kleine Rennwagen, die zwischen 1948 und 1951 jährlich in Braunschweig stattfand. Zwischen 20.000 und 50.000 ZuschauerBraunschweiger Zeitung: Brettspiel erinnert an Prinzenpark-Rennen kamen jeweils zu den Rennen. Der Name der Veranstaltung stammt vom im östlichen Ringgebiet Braunschweigs gelegenen Prinzenpark, wo das Ereignis stattfand. Veranstalter war jeweils der Braunschweiger DMV-Club.

Geschichte Braunschweiger Autobahnrennen Bereits von 1946 und 1947 fanden auf einem Autobahnkurs auf einem Abschnitt der A2 Motorrad- und Formelrennen in Braunschweig statt. Die Strecke wurde jeweils zwischen den Autobahnausfahrten Braunschweig Ost und Braunschweig Waggum eingerichtet und umfasste einen 2,9 km langen Autobahnabschnitt. Aufgrund des Aufwandes zur Sperrung der damals schon viel befahrenen Verkehrverbindung suchte man für 1948 eine andere Strecke.

Braunschweiger Prinzenpark Das erste Braunschweiger Prinzenpark-Rennen fand am 22. August 1948 vor 30.000 ZuschauernBraunschweig Zeitung: Motorradfans lassen das Prinzenpark-Rennen aufleben statt und war zugleich ein Lauf zur Deutschen Meisterschaft F3 (500 cm³). Sieger auf dem fünf Mal zu durchfahrenden 3,8 km langen RundkursStreckenverlauf 1948 waren: H. P. Müller bei den 250-cm³-Maschinen, Siegfried Wünsche bei den 350 cm³ und Georg Meier, genannt der „Gusseiserne Schorsch“, auf einer 500er BMW.Kurt Hoffmeister: Zeitreise durch die Braunschweiger Sportgeschichte., S. 76

Das zweite Rennen fand am 8. Mai 1949 statt. Das Rennen „Um den Braunschweiger Löwen“ ging über 20 Runden oder 76 km.Ein Foto vom 8. Mai 1949 Das dritte Rennen folgte am 20. August 1950, das vierte am 22. Juli 1951.Veranstaltungsplakat von 1951 Im Sommer 1952 sollte wieder ein Rennen rund um den Prinzenpark stattfinden, doch nur wenige Stunden vor dem Start verbot die Bezirksregierung Braunschweig aus Sicherheitsgründen alle Rennen innerhalb der Stadt. Damit war das Ende der Prinzenpark-Rennen gekommen.

Braunschweiger Welfenring Das Rennen wurde daraufhin auf einen Straßen-Dreieckskurs zwischen den Braunschweiger Ortsteilen Wendhausen, Essehof und Lehre verlegt, der schließlich als Braunschweiger Welfenring bekannt wurde. Hier fanden noch 2 Veranstaltungen statt, die 1952 und 1953 ausgetragen wurden.

Prinzenpark-Revival 2010 Am 17. und 18. Juli 2010 fanden in der 85 km südöstlich von Braunschweig gelegenen Motorsport Arena Oschersleben verschiedene Motorradrennen in Erinnerung an jene im Braunschweiger Prinzenpark statt.Braunschweig Zeitung: Motorradfans lassen das Prinzenpark-Rennen aufleben

Sostiges Um 1948 existierte sogar ein Brettspiel, mit dem man die Prinzenpark-Rennen nachspielen konnte. Ein Exemplar wurde 2009 auf einem Flohmarkt entdeckt. Im Februar 2011 wurde es in stark vergrößerter Form, nämlich auf eine LKW-Plane kopiert, der Öffentlichkeit im Altstadtrathaus vorgestellt.Braunschweiger Zeitung Im Altstadtrathaus leben legendäre Prinzenparkrennen im Spiel wieder auf

Literatur Kurt Hoffmeister: Zeitreise durch die Braunschweiger Sportgeschichte. Eigenverlag Kurt Hoffmeister, Braunschweig 2001, ISBN 3-926701-50-1. Eckhard Schimpf: Prinzenpark. Die ersten Auto- und Motorradrennen der Nachkriegszeit. Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7688-3365-3. Cecilie Hollberg (Hrsg.) für das Städtische Museum Braunschweig: Braunschweiger Prinzenpark-Rennen. Ausstellungskatalog und Kalender 2012. Sandstein Verlag, Dresden 2011, ISBN 978-3-942422-65-9.

Weblinks Rennprogramme der Braunschweiger Prinzenpark-Rennen auf Rennprogrammwebsite Progcovers.com

Einzelnachweise

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