Decanal ist ein Aldehyd (anderer Name „Decylaldehyd“)Fritz Ullmann, Wilhelm Foerst: Encyklopädie der technischen Chemie, Band 14, 1963, S. 736 mit der Halbstrukturformel CH3(CH2)8CHO.

Vorkommen mini|links|Das Öl von Orangen enthält natürlicherweise Decanal Decanal ist ein natürlicher Bestandteil der ätherischen Öle verschiedener Zitrusfrüchte, zum Beispiel von Orangenschalenöl und Neroliöl und kommt in Früchten bzw. Schalen von Limetten, Citrus limon, Calamondinorangen, Grapefruits, Mandarinen, und Orangen, vor. Die Blätter von Crotalaria ochroleuca enthalten über 4 % Decanal. Daneben kann Decanal auch in Malabargras, Echtem Johanniskraut, Bolivianischem Koriander, Ingwer, Zitronenstrauch, Dill, Papaya, Färberdistel, Echtem Kümmel, Echtem Koriander, Zitronengras und Cynara cardunculus, nachgewiesen werden.

Gewinnung und Darstellung Decanal kann durch Oxidation von Decan-1-ol mit Chromtrioxid/Pyridin in Dichlormethan gewonnen werden.

Eigenschaften Decanal ist eine farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch. Sie bildet bei erhöhter Temperatur entzündliche Dampf-Luft-Gemische. Die Verbindung hat einen Flammpunkt von 90 °C.E. Brandes, W. Möller: Sicherheitstechnische Kenngrößen – Band 1: Brennbare Flüssigkeiten und Gase, Wirtschaftsverlag NW – Verlag für neue Wissenschaft GmbH, Bremerhaven 2003. Die Zündtemperatur beträgt 195 °C. Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T4.

Verwendung Decanal hat einen süßen, blumigen Geruch, der an Orangenschalen erinnert. Es wird deshalb unter anderem als Aromastoff in der Lebensmittelindustrie und als Duftstoff in der Parfumindustrie eingesetzt. Bekannt ist der Einsatz als „Aldehydakkord“ (Decanal, Undecanal, Dodecanal 1:1.1) im Parfüm Chanel Nº 5, der diesem den spezifischen Geruch gab.Beschreibung Chanel Nº 5 auf Parfumo, abgerufen am 9. Dezember 2016.

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Einzelnachweise

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