mini|Versorgungsgebiet Wien Energie Stromnetz: Ganz W, Teile von NÖ und BAnm. Liesing blieb 1954/1956 Teil von Wien.
Die Wien Energie Stromnetz GmbH war ein Verteilnetzbetreiber und Teil der Wiener Stadtwerke Holding AG, die zu 100 % der Stadt Wien gehört. Ende Juli 2013 wurde das Unternehmen gemeinsam mit Wien Energie Gasnetz zum neu gegründeten Unternehmen Wiener Netze fusioniert.wienerzeitung.at: Wiener Stadtwerke mit neuem Energiebereich
Allgemeines
Wien Energie Stromnetz betrieb das Stromnetz für die Stromversorgung der Stadt (des Bundeslandes) Wien sowie von flächenmäßig kleinen, nahe bei Wien liegenden Teilen von Niederösterreich (NÖ) und Burgenland. In Niederösterreich waren dies vor allem die Gemeinden des Bezirks Mödling und Teile des Bezirks Baden. Grund dafür war das Eingemeindetsein zahlreicher Gemeinden in ein Groß-Wien von 1938 bis 1954. Eine Ausnahme (Exklave) bildet in Maria Enzersdorf, NÖ die Südstadt, wo sich der Sitz der Zentrale der EVN befindet, die daher von den Niederösterreichern versorgt wird. Weitere Versorgungsgebiete von Wien Energie Stromnetz⁷ lagen in der Region um Wildalpen und Ybbstal (Lunz, Göstling) im westlichen Niederösterreich, in dem das Quellgebiet der II. Wiener Hochquellenwasserleitung liegt. Das Richtung Wien bergab fließende Wasser wird in dem von Wien Energie betriebenen Wasserleitungskraftwerk Gaming im Druck reduziert. Mit dem erzeugten Strom wird unter anderem die Umgebung versorgt.
Die Gründung und Aufnahme des operativen Betriebes erfolgte am 1. Oktober 2005.
Verteilnetz
mini|380-kV-Netz in Wien
Das Leitungsnetz von Wien Energie Stromnetz umfasste mit Stand 2012 in Summe 43 Umspannwerke im Hochspannungsnetz.Kundenmagazin der Wiener Stadtwerke, 09/2012, Nr. 227, Seite 10. Das Verteilnetz besteht aus einer 400-kV-Ebene wie die 400-kV-Nordeinspeisung Wien und davon getrennt zwischen dem Umspannwerk Wien-Südost, Umspannwerk Süd (Wien), Umspannwerk Kendlerstraße und dem Umspannwerk Simmering eine 400-kV-Erdkabelverbindung. Zu den untergeordneten Umspannwerken besteht ein ausgedehntes erdkabelbasierendes Verteilnetz mit 110 kV. Die 220-kV-Ebene kommt in Wien nicht zur Anwendung.
Im Bereich der Mittelspannung besteht ein feinmaschiges Verteilnetz mit 20 kV bzw. 10 kV zu den mit Stand Mitte 2012 über 10.500 Transformatorenstationen, welche die lokalen Niederspannungsnetze speisen. Die niedrigere Mittelspannung von 10 kV wird vor allem im Bereich von älteren und kürzeren Erdkabelsystemen im dichtverbauten Stadtgebiet eingesetzt, da diese Kabelsysteme nicht über eine entsprechende Isolationsfestigkeit verfügen.
Das Umspannwerk mit der ältesten 110-kV-Schaltanlage ist das Umspannwerk Wien-Nord, welches 1957 errichtet wurde.Kontrollamtsbericht (PDF; 64 kB), WIENSTROM GmbH, Sicherheitstechnische Prüfung von elektrischen Anlagen. Tätigkeitsbericht 2006.
Wien Energie Stromnetz betrieb in einigen Umspannwerken gasisolierte Schaltanlagen mit SF6-Schutzgas. Die größten SF6-Schaltanlagen befinden sich in den Umspannwerken Simmering und Kendlerstraße, kleinere SF6-Anlagen unter anderem in dem im Jahr 2007 errichteten Umspannwerk Schwechat nahe dem Flughafen Wien.
Bilder
Weblinks
Wien Energie Stromnetz
Einzelnachweise
Kategorie:Unternehmen (Wien) Kategorie:Stromnetzbetreiber Kategorie:Unternehmen (Wiener Stadtwerke) Kategorie:Unternehmensgründung 2005 Kategorie:Aufgelöst 2013