Lauta ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Marienberg im Erzgebirgskreis.

Geografie Lage Lauta liegt etwa 2 Kilometer nordwestlich von Marienberg im Erzgebirge. Südwestlich von Lauta liegt die hohe Dreibrüderhöhe, südöstlich des Ortes die hohe Lautaer Höhe.Bis zur Eröffnung der Ortsumgehung Marienberg 2007 durchquerte die Bundesstraße 174 Chemnitz–Reitzenhain den Ort, seitdem führt sie nördlich und östlich an Lauta vorbei. Über die Kreisstraße 8131 besteht zudem Anschluss an Lauterbach.

Nachbarorte

Geschichte mini|350px|Lauta von Norden gesehen mini|Rekonstruierter offener Pferdegöpel auf dem „Rudolphschacht“ mini|Ehemaliges Schulgebäude Lauta Die erste urkundliche Erwähnung datiert von 1434 als die Lutevgl. . 1523 begann mit der Bauernzeche auf dem Bauer Morgengang der Bergbau in Lauta. Mit der Reformation 1539 gehörte der Ort zur Parochie Lauterbach, zum 1. Oktober 1875 kam Lauta zur Parochie Marienberg. Im Gegenzug kamen 1897 einige Zechenhäuser bei Rittersberg und zwei ehemalige Berggebäude von Niederlauterstein mit 27 Einwohnern zur Parochie Lauterbach.Die Parochie Marienberg. In: Neue Sächsische Kirchengalerie, Ephorie Marienberg. Strauch Verlag, Leipzig 1908, Sp. 14 (Digitalisat). 1766 wurde eine Schule errichtet.

August Schumann nannte 1818 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen Lauta betreffend u. a.:

1833 wurde die heutige B 174 durch Lauta trassiert. Ein 1881 auf dem Rudolf-Schacht gefundenes seltenes Mineral wurde durch den Freiberger Mineralogen Friedrich August Frenzel untersucht, der ihm den Namen Lautit gab – 1899 ging der Silberbergbau auf diesem Schacht zu Ende. Ein zwischen 1838 und 1877 auf dem Rudolphschacht in Betrieb gewesener Pferdegöpel wurde in den 1990er-Jahren originalgetreu wiedererrichtet. Im zugehörigen Besucherzentrum befindet sich eine Ausstellung zur Thematik „Bergbau im Marienberger Revier“. Die Bergbaulandschaft bei Lauta ist eine ausgewählte Stätte des UNESCO-Welterbes Montanregion Erzgebirge.

1883 wurde auf der Dreibrüderhöhe der 18 m hohe „Prinzeß-Marien-Turm“ errichtet. 1925 wurde der Ort ans Elektrizitätsnetz angeschlossen. Zur Versorgung der Stadt Chemnitz mit Wasser wurde von 1929 bis 1935 der Rudolph-Schacht für die Wasserförderung geöffnet, das Wasser wird der Talsperre Neunzehnhain II zugeleitet.

Zum 1. Januar 1994 wurde Lauta nach Marienberg eingemeindet.Gebietsänderungen ab 1. Januar 1994 bis 31. Dezember 1994 auf der Internetpräsenz des Statistischen Landesamtes des Freistaats Sachsen, S. 11 (PDF-Datei; 63 kB), abgerufen am 25. November 2010.

Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr EinwohnerzahlOrtsteile der Stadt Marienberg auf marienberg.de, abgerufen am 21. Januar 20121552 11 besessene Mann, 10 Inwohner1764 14 besessene Mann, 13 Häusler, 14 ¾ Hufen1834 3191871 4521890 4341910 455 Jahr Einwohnerzahl1925 4491939 4781946 4611950 5311964 4811990 397 Jahr Einwohnerzahl2007 3692014 3572015 3532016 372

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Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Erzgebirgskreis Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Erzgebirgskreis) Kategorie:Gemeindeauflösung 1994 Kategorie:Geographie (Marienberg)