Aubréville ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern () im Département Meuse in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Verdun und zum Kommunalverband Argonne-Meuse.

Geographie Die Gemeinde Aubréville liegt im Südosten der Argonnen, etwa 20 Kilometer westlich von Verdun an der Aire, einem Nebenfluss der Aisne. In Aubréville mündet die ca. 28 Kilometer lange Cousances in die Aire. Im Waldgebiet Forêt de Hesse im Norden von Aubréville liegt mit 300 m über dem Meer der höchste Punkt der Gemeinde. Zu Aubréville gehören die Ortsteile Courcelles und Lochères. Nachbargemeinden von Aubréville sind Vauquois und Avocourt im Norden, Montzéville im Nordosten, Récicourt im Osten, Clermont-en-Argonne im Südosten und Süden sowie Neuvilly-en-Argonne im Westen.

Geschichte Das Dorf wurde im Jahr 701 erstmals urkundlich als Herberici Villa erwähnt. Man geht davon aus, dass die kleine Stadt damals etwa 3000 Einwohner hatte. Aus dieser frühen Besiedlungszeit wurden Reste einer römischen Villa, Münzen und Keramiken gefunden. In Aubréville dominierten lange die Landwirtschaft und die Keramikproduktion. Verarbeitet wurde ein Chalaine genannter Stein – auch als Lothringer Marmor bezeichnet. Aubréville wurde im Ersten Weltkrieg fast vollständig zerstört.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2013 2021Einwohner 488 418 355 359 387 383 395 391 358 Im Jahr 1831 wurde mit 1054 Bewohnern die bisher höchste Einwohnerzahl ermittelt. Die Zahlen basieren auf den Daten von cassini.ehessAubréville auf cassini.ehess und INSEEAubréville auf INSEE.

Sehenswürdigkeiten Kirche St. Martin Schloss Courcelles (Château de Courcelles) aus dem 17. Jahrhundert ehemalige Keramikmanufaktur im Ortsteil Lochères Burgkapelle Courcelles

Wirtschaft und Infrastruktur In der Gemeinde sind acht Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Getreideanbau, Ziegen- und Schafzucht).Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)

Südöstlich von Aubrécourt verläuft die Fernstraße von Verdun nach Châlons-en-Champagne; sechs Kilometer südlich von Aubréville gibt es einen Anschluss an die Autoroute A 4 (Paris–Straßburg). Durch Aubréville führt die Bahnstrecke Saint-Hilaire-au-Temple–Hagondange; Züge halten aber nicht mehr im Ort.

Literatur Le Patrimoine des Communes de la Meuse. Flohic Editions, Band 1, Paris 1999, ISBN 2-84234-074-4, S. 221–224.

Belege

Weblinks

Gemeindepräsentation (französisch)

Kategorie:Ort in Grand Est Kategorie:Ersterwähnung 701 Kategorie:Träger des Croix de guerre 1914–1918 (Ort in Frankreich)