Spartacus ist eine Fernsehserie des amerikanischen Kabelsenders Starz, die am 22. Januar 2010 startete. In Anlehnung an die wenigen gesicherten historischen Grundlagen zeichnet sie eine fiktive Lebensgeschichte des thrakischen Gladiators Spartacus (in der ersten Staffel gespielt von Andy Whitfield, danach von Liam McIntyre), der von 73 bis 71 v. Chr. einen nach ihm benannten Sklavenaufstand gegen die römische Republik führte. Sie beschäftigt sich mit dem nur in wenigen Fragmenten überlieferten früheren Leben von Spartacus, seinem Aufstieg zu einem der besten Gladiatoren Capuas und der anschließenden Revolte gegen Rom. Produzenten der Serie sind Steven S. DeKnight, der zugleich Hauptdrehbuchschreiber ist, Robert Tapert und Sam Raimi. Die meisten Folgen der Serie (außer der sechsten) erhielten wegen der Darstellung von Gewalt, expliziten sexuellen Inhalten und grober Sprache in Deutschland eine Altersfreigabe ab 18 Jahren. Staffel 1, 2 und das Prequel wurden sogar wegen vereinzelten Episoden von der FSK abgelehnt, d. h., es werden gekürzte kJ-Fassungen („keine Jugendfreigabe“; FSK ab 18) aber auch ungekürzte SPIO/JK-Fassungen („keine schwere Jugendgefährdung“) auf DVD und Blu-ray vertrieben.Spartacus auf www.schnittberichte.com
Aufgrund des Krebsleidens von Hauptdarsteller Andy Whitfield mussten die Dreharbeiten der zweiten Staffel verschoben werden; unabhängig von ihm entstand die Prequel-Serie Spartacus: Gods of the Arena.
Handlung Staffel 1 (Blood and Sand, 2010) Die erste Staffel handelt davon, wie Spartacus einige Jahrzehnte vor dem Ende der Römischen Republik vom Verbündeten der Römer zu ihrem Gefangenen wird. Ausgelöst durch den Wortbruch des nach Ruhm strebenden römischen Befehlshabers Claudius Glaber, weigert sich Spartacus als mit Rom verbündeter thrakischer Heerführer im Krieg gegen die barbarischen Geten, weiterhin für die Römer zu kämpfen. Glaber befiehlt den Thrakern, mit ihm gegen König Mithridates VI. zu kämpfen, was die Preisgabe der thrakischen Dörfer bedeuten würde. Spartacus widersetzt sich, löst damit eine Revolte der thrakischen Soldaten gegen die Römer aus und wird dafür bestraft. Gemeinsam mit seiner Frau Sura wird er von den Römern gefangen genommen und beide getrennt voneinander als Sklaven nach Italien gebracht. Zur Strafe soll Spartacus in der Arena von Capua durch vier Gladiatoren den Tod finden. Wider Erwarten gelingt es ihm jedoch, alle Gegner zu besiegen.
Der Gladiatorenmeister Batiatus, der nach höheren gesellschaftlichen Weihen strebt, wird durch den Kampf auf ihn aufmerksam und erwirbt Spartacus, um ihn in seiner Gladiatorenschule in Capua auszubilden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wird er der Liebling der Bevölkerung und stößt den Gallier Crixus, den bisher besten Gladiator Capuas, vom Thron. Von nun an muss Spartacus als Gladiator in der Arena um sein Überleben kämpfen, während ihm Batiatus Unterstützung bei der Suche nach seiner verschwundenen Frau Sura zusagt. Doch Batiatus betrügt Spartacus, indem er seine Frau Sura töten lässt, um ihn zum weiteren Kämpfen in der Arena zu zwingen, und gibt damit den Anlass für den von Spartacus aus Rache initiierten Aufstand der Gladiatoren.
Staffel 2 (Vengeance, 2012) Spartacus und die geflohenen Gladiatoren leben verborgen in den Abwasserkanälen der Stadt. Neben einer Spartacus treu ergebenen Gruppe existierte eine Gruppe von Galliern, die Crixus zu ihrem Anführer erkoren hat. Während Spartacus nach einem höheren Ziel, der Befreiung aller Sklaven, strebt, treibt Crixus in erster Linie die Suche nach seiner verschollenen Liebe Naevia an. Daneben setzt der inzwischen zum Praetor Roms aufgestiegene Glaber mittlerweile alles daran, um Spartacus gefangen zu nehmen, dessen Freiheitskampf zunehmend zur Belastung seiner politischen Karriere wird. Dabei wird er von seinem Amtskollegen Publius Varinius und dem mit ihm verbündeten Capuaner Seppius behindert, die auf seinen politischen Sturz hinarbeiten. Crixus schließt sich im Gegenzug für die Hilfe bei der Befreiung Naevias Spartacus’ Freiheitskampf an. Die Gruppe sucht geheime Zuflucht am Vesuv und beginnt gezielt mit der Befreiung von Sklaven und Kämpfern, um sie für den Kampf gegen Rom auszubilden. Unter anderem mit der Hilfe Ashurs gelingt es Glaber jedoch, den Unterschlupf der Gladiatoren ausfindig zu machen und diese zu einem Entscheidungskampf zu zwingen. Durch eine List (sie seilen sich an einem Berghang ab) gelingt es den zuvor Belagerten, Glabers Truppen vernichtend zu schlagen. Glaber fällt im Zweikampf mit Spartacus.
Staffel 3 (War of the Damned, 2013) Spartacus und die inzwischen zu einer Armee herangewachsenen Sklaven leben außerhalb der Stadt in Kälte und Hunger. Innerhalb ihrer Reihen herrschen Korruption und Missmut. Nachdem Marcus Crassus beauftragt wurde, die Mittel für eine 10.000 Mann starke Armee zu stellen, überfallen Spartacus und seine Leute einen Botentrupp und fangen diese Nachricht ab, woraufhin sie die bisherigen militärischen Führer stellen und töten können. Durch diesen von Crassus vorhergesehenen Zug vonseiten Spartacus’ bekommt er die alleinige Befehlsgewalt über das Heer und wird zum Imperator. Gleichzeitig trifft Caesar wieder in Rom ein und wird von Crassus auf eine Sondermission geschickt. Er schleicht sich, unter andere Sklaven gemischt, in die von Spartacus zwischenzeitlich besetzte Stadt Sinuessa ein und stiftet Unruhe und Streit zwischen Crixus und Spartacus. Während dies geschieht, greift Tiberius Spartacus mit ein paar Mann an, der den Angriff aber mit Hilfe von Piraten abwehren kann. Die Männer von Tiberius fliehen, obwohl er befiehlt die Stellung zu halten. Crassus ist darüber sehr erzürnt und beschließt eine Dezimierung der Einheit Tiberius’ durchzuführen, an der auch sein Sohn Tiberius teilnehmen muss. Dabei stirbt Tiberius’ bester Freund und er selbst muss in das Zweitlager des Trosses ziehen.
Die Lage in der Stadt eskaliert, als Naevia Gannicus’ Freund (einen Römer) tötet und außerdem Crixus dazu verleitet, die gefangenen Römer zu töten (Spartacus hat vorgegeben, mit den Piraten auf einer Reise zu sein), doch Spartacus greift ein und entlässt Crixus als Berater. Marcus Crassus, der einsieht, dass er sich mehr um seinen Sohn kümmern muss, schickt seine Sklavin, die er sehr liebt, zu Tiberius. Doch dieser vergewaltigt sie aus Rache an seinem Vater und zwingt sie, es keinem zu erzählen. Crassus besticht die Piraten, die es daraufhin einigen Römern ermöglichen, in die Stadt einzudringen und sie zurückzuerobern. Spartacus ist gezwungen, mit seiner Gefolgschaft in die Berge zu ziehen, während Gannicus zurückbleibt, um ihnen Zeit zu verschaffen. Caesar und Tiberius geraten immer öfter in Konflikte untereinander. Nach den öffentlichen Hinrichtungen der von den Römern gefangenen Sklaven gelingt Gannicus mit zwei weiteren Sklavinnen die Flucht. Die Wiedersehensfreude mit Spartacus wird jedoch von der Erkenntnis getrübt, dass sie den Berg nicht überqueren können, da Crassus eine Mauer errichten ließ, die das Weitergehen unmöglich macht. Spartacus tappt erneut in eine Falle von Crassus, als er versucht ihn in seinem eigenen Zelt zu töten, kann aber entwischen. Schließlich schaffen es Spartacus und seine Armee die Mauer zu überwinden und sie können weiterfliehen. Crixus gefällt es nicht, vor den Schlachten davon zu rennen und hat häufiger Auseinandersetzungen mit Spartacus.
Der Konflikt zwischen Caesar und Tiberius spitzt sich immer weiter zu, was auch damit zu tun hat, dass Caesar von der Vergewaltigung erfahren hat und droht, es Marcus zu erzählen, dessen Herz aufgrund der Flucht seiner Sklavin gebrochen ist. Daraufhin vergewaltigen Tiberius und einige seiner Männer Caesar, um ein Druckmittel gegen ihn zu haben. Dieser gehorcht ihm daraufhin. Nachdem Spartacus den Plan gefasst hat über die Alpen zu fliehen und sich dort zu verteilen, will Crixus gegen Rom ziehen, was Spartacus ihm erlaubt. Crixus und die, die ihm folgen (darunter auch Agron), trennen sich von Spartacus. Bevor Crixus geht, versöhnt er sich mit Spartacus und sagt, dass er für ihn wie ein Bruder sei. Als Crixus kurz vor Rom eine weitere Streitmacht besiegt, die den Weg versperrt hat, tauchen plötzlich Crassus und seine Armee auf, besiegen die Armee des Galliers und töten ihn. Die Römer schicken Naevia zu Spartacus, um die Nachricht von Crixus’ Niederlage zu überbringen.
Spartacus schickt zwei Männer zu Crassus, die sich als Boten der Armee des Pompeius ausgeben und bitten ihn, mit in das Lager zu kommen. Dieser schickt seinen Sohn mit ihnen, der damit in die Falle von Spartacus tappt. Letzterer lässt die Begleiter von Tiberius gegen die früheren Gladiatoren vor seiner Armee als Publikum antreten. Als Tiberius gegen Naevia kämpfen soll, erreicht Spartacus eine Botschaft von Crassus, der ihm einen Vorschlag unterbreitet: Ein Tausch von 500 Gefangenen von Crixus’ früherer Armee gegen seinen Sohn. Spartacus willigt ein, doch als sie Tiberius abführen wollen, tötet ihn die Sklavin, die von ihm vergewaltigt worden war. Caesar macht den Vorschlag, diese zusätzlich mitzunehmen und Marcus Crassus zu übergeben, da dieser sie liebt. Die 500 Mann kommen frei, darunter der verletzte Agron. Spartacus beschließt gegen Crassus’ Heer zu ziehen, um entweder diesen zu töten oder selbst im Kampf zu sterben. Im Laufe der Schlacht wird das Rebellenheer komplett aufgerieben. Naevia fällt zusammen mit den meisten Rebellen. Es kommt zum Einzelkampf zwischen Spartacus und Crassus. Der frühere Gladiator wird im Laufe des Kampfes jedoch hinterrücks von drei römischen Speeren durchbohrt und lebensgefährlich verletzt. Crassus wird kurzzeitig abgelenkt, wodurch Spartacus mit Hilfe von Agron und Nasir die Flucht in die Berge gelingt. Gannicus und alle übrigen Gefangenen werden entlang der Via Appia von Rom nach Capua gekreuzigt. Spartacus erliegt kurze Zeit später seinen Verwundungen.
Figuren Spartacus Spartacus ist ein thrakischer Heerführer, der sich als Verbündeter Roms im Kampf gegen die Daker seinem römischen Befehlshaber Claudius Glaber widersetzt und infolgedessen gemeinsam mit seiner Frau Sura gefangen genommen wird. Nach Capua verschleppt, soll er im dortigen Amphitheater bei einem Gladiatorenkampf gegen vier Gegner gleichzeitig den Tod finden. Doch er besiegt seine Gegner und überlebt, woraufhin er als Sklave an Batiatus verkauft wird und selbst zum Gladiator ausgebildet werden soll.
Von seiner Frau getrennt und im Unklaren über ihr Schicksal, wird Spartacus von der Hoffnung angetrieben, sich und Sura eines Tages befreien zu können. Dafür unterwirft er sich sogar der Profitgier Quintus Lentulus Batiatus’, des Herrn der Gladiatorenschule, der Spartacus im Gegenzug für seine Ergebenheit die Befreiung seiner Frau in Aussicht stellt. Spartacus steigt als „Schlächter von Theokoles“ zum ersten Kämpfer von Capua auf, doch Batiatus hintergeht ihn und gibt Anweisung, Spartacus’ Frau während eines vorgetäuschten Überfalls schwer zu verletzen, sodass sie in Spartacus’ Anwesenheit stirbt. Als Spartacus die Wahrheit erfährt, ist dies für ihn der Anlass, den Aufstand der Gladiatoren auszulösen. Er schafft es dabei erst in buchstäblich letzter Sekunde, seinen Rivalen Crixus dafür zu gewinnen, indem er ihm während eines Gladiatorenkampfes auf Leben und Tod klarmacht, dass er beim gemeinsamen Kampf der beiden durch Batiatus und Lucretia heimlich mittels Gift geschwächt wurde, damit er verliert und stirbt.