Theodor Nissl (* 21. Januar 1878 in Freising; † 16. Februar 1972 in Bad Neustadt) war ein deutscher Schachkomponist.
Leben
Nissl war als Gymnasiallehrer für Mathematik und Physik von 1904 bis 1906 und von 1908 bis 1920 in Kaiserslautern und Frankenthal, dazwischen in München und Passau, tätig.Hermann Weißauer: . Klubzeitung des Schachklubs SV Fischbach 1994 Dort lernte er Ernst Krieger kennen, der zu seinem problemschachlichen Lehrer wurde. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg erschienen Nissls erste Schachaufgaben.Manfred Zucker: Große deutsche Problemmeister (26). In: Schach, Juli 1995, S. 74 Durch seine Korrespondenz mit mehreren Schachfreunden, unter anderem Johannes Kohtz und Carl Kockelkorn, wurde Nissl ein Vertreter der neudeutschen Schule der Schachkomposition. Besonders eng blieb Nissl mit Franz Sackmann befreundet, der 1927 an einer Grippe verstarb.
Das nach ihm benannte Nissl-Thema lautet: Eine geschlagene Figur entsteht durch Umwandlung neu. Allerdings hat sich in letzter Zeit dafür Phönix-Thema durchgesetzt.
Satzspiel: 1. … Ka1–b1 2. Dc3–c1 matt Der Zugwechsel gelingt durch ein Dreiecksmanöver der weißen Dame. Lösung: 1. Dc3–d4! Ka1–b1 2. Dd4–d3+ Kb1–a1 3. Dd3–c3 Zugzwang Ka1–b1 4. Dc3–c1 matt 2. … Tb2–c2 3. Dd3xc2+ Kb1–a1 4. Dc2–c1 Mustermatt
In Kaiserslautern lernte Nissl seine spätere Ehefrau kennen. Ab 1920 arbeitete er in Weißenburg.
Nissl verstarb im Alter von 94 Jahren in einem Altersheim.
Weblinks Kompositionen von Theodor Nissl auf dem PDB-Server
Einzelnachweise
Kategorie:Schachkomponist Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1878 Kategorie:Gestorben 1972 Kategorie:Mann