Georgenhaag ist ein Gemeindeteil des Marktes Arberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Georgenhaag liegt in der Gemarkung Mörsach.

Geographie Das KirchdorfWird in der Ortsdatenbank von bavarikon fälschlicherweise als Dorf klassifiziert. liegt rund drei Kilometer ostsüdöstlich des Zentrums von Arberg. Im Ort entspringt der Mörsacher Graben. 0,5 km westlich erhebt sich der Eichelberg (), 0,5 km südöstlich der Spiegelberg (). Beide Erhebungen liegen im Unteren Wald. Die Staatsstraße 2222 führt nach Arberg (2,5 km westlich) bzw. nach Höhberg (1,5 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Gothendorf (0,8 km nordöstlich).

Geschichte Der Ort wurde 1284 erstmals urkundlich erwähnt. Nach der etymologische Bestimmung des Ortsnamens Georgenhaag handelt es sich um eine Komposition, wobei das Bestimmungswort „Georgen“ für den Namen des auch als Pferdepatron verehrten christlichen Heiligen Georg und das Grundwort „Haag“ für ein Synonym von Hain steht.Jakob Amstadt: Südgermanische Religion seit der Völkerwanderungszeit. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 1991, ISBN 3-17-011281-3. S. 77.

Georgenhaag wurde 1480 als Filialkirche von Arberg genannt und ist auch heute noch die einzige Filiale Arbergs. Im Jahr 1615 waren in Georgenhaag sechs Anwesen zum Hochstift Eichstätt zinspflichtig (zum Vergleich: 2002 zählte der Weiler 14 Anwesen) und unterstand dem bischöflichen Pflegamt Arberg (ab 1725 nach Ornbau verlegt).1281-1981. 700 Jahre Pfarrei Arberg. Arberg: Kath. Pfarramt 1981, S. 29. Das Dorf hatte unter dem Dreißigjährigen Krieg schwer zu leiden, die Kirche wurde völlig verwüstet; 1634 ist es ganz verlassen.1281-1981. 700 Jahre Pfarrei Arberg. Arberg: Kath. Pfarramt 1981, S. 17f.

1800 gab es im Ort sechs Untertansfamilien, die alle dem eichstättischen Pfleg- und Kastenamt Arberg-Ornbau unterstanden.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 298. Im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses wurde das Hochstift Eichstätt 1802 säkularisiert und 1806 königlich-bayerisch. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Georgenhaag dem Steuerdistrikt Arberg und der Ruralgemeinde Mörsach zugewiesen. Am 1. Januar 1971 wurde Georgenhaag im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Arberg eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2010 Einwohner 39 28 39 44 36 37 40 27 37 40 28 50HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 8 7 8 8 8 8 8 12 Quelle

Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Blasius (Arberg) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Martin und Ägidius (Wald) gepfarrt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Theater Die Kabarettscheune ist eine lokale Kleinkunstbühne in Georgenhaag mit rund 60 Plätzen.

Baudenkmal In Georgenhaag befindet sich die katholische Filialkirche St. Georg. Nach einer schon 1601 überlieferten Sage soll ein lepröser Eichstätter Bischof den kleinen Saalbau in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut haben. Auf ihn soll auch die im Verhältnis zur Ortsgröße reiche Kirchenstiftung zurückgehen, mit der auch die Kirche von Arberg unterstützt werden konnte und von der Gelder ausgeliehen wurden.1281-1981. 700 Jahre Pfarrei Arberg. Arberg: Kath. Pfarramt 1981, S. 25. Die Kirche wurde 1620 umgebaut und neu ausgestattet, der Westturm stammt von 1688. Zur Ausstattung zählen unter anderem die figürliche Darstellung des hl. Georg (um 1620) und eine Marienfigur (um 1480).Hans Wolfram Lübbeke, Otto Braasch: Mittelfranken: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler. Band 5 von Denkmäler in Bayern, hrsg. von Michael Petzet, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1986, ISBN 3-486-52396-1. S. 217; Georg Dehio: Franken. 2. Auflage, München: Deutscher Kunstverlag 1999, S. 379f.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Arberg) Kategorie:Ersterwähnung 1284 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)