mini|Haus Oeder, Straßenseite mini|hochkant|Haus Oeder, Bildergalerie
Das Wohnhaus mit Privatgalerie Oeder in Düsseldorf, Jacobistraße 10, wurde 1872–1873 von Baumeister Lorenz Schilmann für den wohlhabenden Maler Georg Oeder erbaut und 1894 für 160.000 Mark von den Architekten Hubert Jacobs und Gottfried Wehling umgebaut und erweitert.
1904 wurde in einem Stadtführer auf die Sammlung Oeders als Sehenswürdigkeit hingewiesen:
Beschreibung Innenarchitektur Das Gebäude zeichnete sich durch seine aufwändige Innenausstattung aus, die Räume waren sorgfältig aufeinander abgestimmt. So schloss sich an die Wohnräume im Erdgeschoss die umfangreiche Gemäldegalerie an. Diese war im historistischen Stil nach Vorbildern der italienischen Renaissance mit reich ornamentierter und vergoldeter Decke mit Oberlicht gehalten. Die Tür hatte eine von Adolf Schill entworfene Umrahmung aus Nassauer Marmor. Die Wände über den Marmorpaneelen waren mit grauem Leinenplüsch bespannt. Im 1. Obergeschoss lagen ein Atelier und daran anschließend das kostbar ausgestattete „italienische Zimmer“ mit einer Nussbaumholz-Decke mit gemalten Ornamenten. Die Wände des Zimmers waren mit grauem Leinen bespannt, graue Plüschstreifen verdeckten die Nähte. Das Atelier hatte eine rot lasierte Holzbalkendecke mit Bronzeverzierungen und Nussbaumfüllungen. Die Wände waren mit Nussbaumtäfelungen mit Feldern aus japanischen Matten gestaltet. Darüber war die Wandfläche weiß verputzt. Die Entwürfe waren vom Architekten Wehling mit dem Bauherrn abgestimmt worden.Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf (Hrsg.): Düsseldorf und seine Bauten. L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 416.
Sammlung Oeder
Weblinks
Literatur Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf (Hrsg.): Düsseldorf und seine Bauten. L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 414–416.
Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk in Pempelfort Kategorie:Erbaut in den 1870er Jahren Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Düsseldorf