mini|180px|Jochen Jung in Salzburg 2015 Jochen Jung (Pseudonym: Gottlieb Amsel; * 5. Januar 1942 in Frankfurt am Main) ist ein österreichischer Verleger, Schriftsteller und Kunstsammler.

Leben Jochen Jung wuchs in Eckernförde auf. Er studierte Germanistik und Kunstgeschichte an den Universitäten in München, Tübingen, Zürich und Berlin. 1972 promovierte er an der Universität München mit einer Arbeit über den Schriftsteller Wilhelm Lehmann zum Doktor der Philosophie. Von 1973 bis 1975 war Jung als Lektor im Moos-Verlag tätig und ab 1975 im Salzburger Residenz-Verlag. Von 1983 bis 2000 war er Geschäftsführer dieses Verlages. Im Jahre 2000 gründete er den eigenen Jung-und-Jung-Verlag. Im November 2021 wurde der Verkauf des Verlages an den Schweizer Kampa Verlag bekannt.

Jochen Jung ist neben seiner verlegerischen Tätigkeit Verfasser von erzählerischen Werken und Herausgeber zahlreicher Anthologien.

Jochen Jung ist seit 2001 Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. 2003 erhielt er das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse, 2005 den Buchpreis der Salzburger Wirtschaft. Seit 2014 ist er Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur.Mitgliedseintrag von Jochen Jung bei der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz

Einblicke in die Kunstsammlung von Jochen Jung gab u. a. im März/April 2018 die Salzburger Galerie Welz; sie zeigte Zeichnungen und Tempera seines Kollegen und Freundes Walter Pichler.

Werke Mythos und Utopie, Tübingen 1975 Ein dunkelblauer Schuhkarton, Innsbruck 2000 Täglich Fieber, Innsbruck 2003 Venezuela, Innsbruck [u. a.] 2005 Allerleirauh und allerlei Zartes, Stuttgart 2007 Das süße Messer, Innsbruck [u. a.] 2009 Wolkenherz. Eine Geschichte, Innsbruck [u. a.] 2012 Zwischen Ohlsdorf und Chaville: Die Dichter und ihr Geselle, Innsbruck [u. a.] 2015 Das alte Spiel: Gedichte, Innsbruck [u. a.] 2017

Herausgeberschaft Märchen, Sagen und Abenteuergeschichten auf alten Bilderbogen, Gräfelfing (vor München) 1974 Glückliches Österreich, Salzburg [u. a.] 1978 Deutschland, Deutschland, Salzburg [u. a.] 1979 Ich hab im Traum die Schweiz gesehn, Salzburg [u. a.] 1980 Kleines österreichisches Wörterbuch, Salzburg 1980 Mein(e) Feind(e), Salzburg [u. a.] 1982 Über das Glück, Salzburg [u. a.] 1983 Vom Reich zu Österreich, Salzburg [u. a.] 1983 Was Kritiker gerne läsen, Salzburg [u. a.] 1984 Österreichische Porträts, Salzburg 1 (1985) 2 (1985) Lob der Faulheit, Salzburg [u. a.] 1986 Träume, Salzburg [u. a.] 1987 Reden an Österreich, Salzburg [u. a.] 1988 Was mich tröstet, Salzburg [u. a.] 1988 Paare, Salzburg [u. a.] 1989 Querlandein, Salzburg [u. a.] 1995 (herausgegeben zusammen mit Angelika Klammer) Die großen Österreicher, Salzburg [u. a.] 1998 Johann Wolfgang von Goethe: Goethes schlechteste Gedichte, Salzburg [u. a.] 1999 (herausgegeben unter dem Namen Gottlieb Amsel) Kleine Fibel des Alltags, Salzburg [u. a.] 2002 Die einzige Rettung: Schönheit, Salzburg [u. a.] 2010

Weblinks

Biografie auf den Seiten der Österreichischen Gesellschaft für Literatur

Anmerkungen

Kategorie:Autor Kategorie:Herausgeber Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert) Kategorie:Verleger (21. Jahrhundert) Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1942 Kategorie:Mann Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur