Geonoma ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Palmengewächse (Arecaceae). Die etwa 68 Arten sind in der Neotropis verbreitet. Einige Arten werden als Zierpflanzen genutzt.

Beschreibung mini|links|Illustration aus da Coleção Brasiliana Iconográfica von Geonoma maxima subsp. maxima mini|Fruchtstand von Geonoma stricta subsp. stricta Geonoma ist eine sehr variable Gattung.

Vegetative Merkmale Die meisten Geonoma-Arten sind eher klein. Sie wachsen einzeln oder in Gruppen. Die Palmen sind unbewehrt. Der Stamm ist sehr kurz und unterirdisch, oder aufrecht oder kriechend. Wenn er aufrecht ist, ist er stets schlank. Er ist von dünnen Blattscheiden umhüllt, wird später dann frei. Er ist meist stockartig.

Die Blätter sind gefiedert und regelmäßig oder unregelmäßig geteilt, oder sie sind ungeteilt und dann bifid (mit zwei Spitzen).

Generative Merkmale Geonoma-Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch) und mehrmals blühend. Die Blütenstände stehen einzeln und sind ährig, gegabelt oder drei- bis selten vierfach verzweigt. Der Fruchtknoten ist zur Blüte nur einfächrig.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.

Vorkommen Das Areal der Gattung Geonoma reicht von Mexiko über Zentralamerika nach Süden bis Brasilien und Bolivien.

Alle Geonoma-Arten wachsen im Unterwuchs des tropischen Regenwalds. Sie kommen von der Ebene bis in große Höhenlagen vor. Sie gehören zu den am höchsten vorkommenden Palmen in Südamerika, Geonoma weberbaueri wurde in einer Höhenlage von 3150 Metern gefunden.

Systematik Die Gattung Geonoma wurde 1805 von Carl Ludwig Willdenow in Species Plantarum, Edition 4, Band 4 Teil 1, Seite 174, 593 aufgestellt. Typusart ist Geonoma simplicifrons

Die Gattung Geonoma gehört zur Tribus Geonomateae in der Unterfamilie Arecoideae innerhalb der Familie Arecaceae. Die Gattung Geonoma ist monophyletisch. Die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der Tribus sind noch unklar.

mini|Geonoma brevispatha mini|Geonoma congesta, Blütenstand mini|Geonoma deversa mini|Geonoma epetiolata mini|Geonoma pauciflora mini|Rhachis eines Blütenstands mit Blüten von Geonoma pohliana mini|Geonoma undata in Kultur

Es gibt seit Henderson 2011 etwa 68 Arten: Geonoma aspidiifolia : Die zwei Unterarten kommen in Guayana sowie im nördlichen Brasilien vor. Geonoma baculifera : Nördliches Südamerika bis Brasilien. Geonoma bernalii : Die Erstbeschreibung erfolgte 2011 aus Kolumbien. Geonoma braunii : Venezuela. Geonoma brenesii : Costa Rica. Geonoma brongniartii : Die zwei Unterarten kommen in Venezuela bis zum westlichen Südamerika vor. Geonoma calyptrogynoidea : Südliches Panama bis nordwestliches Ecuador. Geonoma camana : Kolumbien bis Peru und nordwestliches Brasilien. Geonoma chlamydostachys : Kolumbien. Geonoma chococola : Kolumbien und Ecuador. Mit zwei Unterarten. Geonoma concinna : Kolumbien. Mit zwei Unterarten. Geonoma concinnoidea : Die Erstbeschreibung erfolgte 2011 mit drei Unterarten aus Panama. Geonoma congesta : Die zwei Unterarten kommen in Honduras, Nicaragua, Costa Rica sowie Panama vor. Geonoma cuneata : Nicaragua bis Venezuela und Ecuador. Mit neun Unterarten. Geonoma deneversii : Die Erstbeschreibung erfolgte 2011 aus dem nordwestlichen Panama. Geonoma deversa : Zentralamerika und tropisches Südamerika. Mit vier Unterarten. Geonoma dindoensis : Die Erstbeschreibung erfolgte 2011 aus Kolumbien. Geonoma divisa : Nordwestliches Kolumbien. Geonoma elegans : Brasilien. Geonoma epetiolata : Costa Rica und Panama. Geonoma euspatha : Tropisches Südamerika. Geonoma ferruginea : Nicaragua und Costa Rica. Mit drei Unterarten. Geonoma fosteri : Die Erstbeschreibung erfolgte 2011 aus dem südlichen Kolumbien bis nördlichen und Ecuador. Geonoma frontinensis : Kolumbien. Geonoma galeanoae : Die Erstbeschreibung erfolgte 2011 aus Kolumbien. Geonoma gentryi : Die Erstbeschreibung erfolgte 2011 aus Kolumbien. Geonoma hollinensis : Die Erstbeschreibung erfolgte 2008 aus Ecuador. Geonoma hugonis : Westliches Panama. Geonoma interrupta : Südliches Mexiko bis Bolivien. Mit sechs Unterarten. Geonoma lanata : Die Erstbeschreibung erfolgte 2008 aus Kolumbien und Ecuador. Geonoma laxiflora : Westliches Südamerika bis nordwestliches Brasilien. Geonoma lehmannii : Die zwei Unterarten kommen von Panama bis Peru vor. Geonoma leptospadix : Tropisches Südamerika. Geonoma longepedunculata : Kolumbien bis nordwestliches Peru. Geonoma longivaginata : Nicaragua bis Panama. Mit vier Unterarten. Geonoma macrostachys : Westliches Südamerika bis nördliches Brasilien. Geonoma maxima : Tropisches Südamerika. Mit 10 Unterarten. Geonoma monospatha : Costa Rica und Panama. Geonoma mooreana : Panama. Geonoma multisecta : Südliches Kolumbien bis östliches Ecuador. Geonoma occidentalis : Peru bis Bolivien und Brasilien. Geonoma oldemanii : Französisch-Guayana bis Brasilien. Geonoma oligoclona : Südöstliches Kolumbien bis nordwestliches Brasilien. Geonoma operculata : Die Erstbeschreibung erfolgte 2011 aus Venezuela. Geonoma orbignyana : Die zwei Unterarten kommen von Zentralamerika bis Bolivien vor. Geonoma paradoxa : Kolumbien und Ecuador. Geonoma pauciflora : Brasilien. Geonoma peruviana : Die Erstbeschreibung erfolgte 2011 aus Peru. Geonoma pinnatifrons : Südliches Mexiko bis Ecuador und Kleine Antillen bis Venezuela. Mit sieben Unterarten. Geonoma poeppigiana : Südliches Kolumbien bis Peru. Geonoma pohliana : Bolivien bis Brasilien und Paraguay. Mit elf Unterarten. Geonoma poiteauana : Kolumbien bis nördliches Südamerika und nördliches Brasilien. Geonoma sanmartinensis : Peru. Geonoma santanderensis : Nordöstliches Kolumbien. Geonoma schizocarpa : Die Erstbeschreibung erfolgte 2011 aus den nordlichen Peru. Geonoma schottiana : Brasilien. Geonoma scoparia : Südliches Costa Rica. Geonoma simplicifrons : Nördliches Venezuela. Geonoma spinescens : Nördliches Venezuela. Geonoma stricta : Tropisches Südamerika. Mit neun Unterarten. Geonoma talamancana : Südliches Costa Rica bis westliches Panama. Geonoma tenuissima : Ecuador. Geonoma triandra : Panama bis Ecuador. Geonoma triglochin : Südliches Kolumbien bis Peru. Geonoma trigona : Ecuador und Peru. Geonoma umbraculiformis : Guayana, Französisch-Guayana und nördliches Brasilien. Geonoma undata : Tropisches Amerika. Mit zehn Unterarten. Geonoma venosa : Die Erstbeschreibung erfolgte 2011 aus dem nordwestlichen Ecuador.

Quellen Literatur John Dransfield, Natalie W. Uhl, Conny B. Asmussen, William J. Baker, Madeline M. Harley, Carl E. Lewis: Genera Palmarum. The Evolution and Classification of Palms. Zweite Auflage, Royal Botanic Gardens, Kew 2008, ISBN 978-1-84246-182-2, S. 483–486. A. Henderson, 2011: A revision of Geonoma (Arecaceae). In: Phytotaxa, Volume 17, S. 1–271. Volltext-PDF.

Einzelnachweise

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