Unikowice (deutsch Heinzendorf) ist eine Ortschaft der Gemeinde Paczków in Polen. Sie liegt im Powiat Nyski in der Woiwodschaft Opole.

Geographie mini|links|Die Tarnawka in Unikowice Geographische Lage Das Waldhufendorf Unikowice in fränkischer Siedlungsform liegt im Südwesten der historischen Region Oberschlesien am Nordrand des Reichensteiner Gebirges (Góry Złote / Rychlebské hory). Der Ort liegt etwa zwei Kilometer südöstlich des Gemeindesitzes Paczków, etwa 26 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Nysa und etwa 80 Kilometer südwestlich der Woiwodschaftshauptstadt Opole.

Unikowice liegt in der Przedgórze Sudeckie (Sudetenvorgebirge) innerhalb der Obniżenie Otmuchowskie (Ottmachauer Senke) hin zum Przedgórze Paczkowskie (Patschkauer Vorgebirge). Die Siedler legten ihre Hufen entlang des Flüsschens Tarnau an, das aus dem nahen Reichensteiner Gebirge kommt und bei Stary Paczków in die Nysa Kłodzka fließt.

Nachbarorte Nachbarorte sind im Nordwesten der Gemeindesitz Paczków (Patschkau), im Nordosten Stary Paczków (Alt Patschkau), im Südosten Ujeździec (Geseß), im Osten Trzeboszowice (Schwammelwitz), im Südosten Lisie Kąty (Fuchswinkel) sowie im Südwesten Gościce (Gostitz).

Geschichte mini|Kapelle zur Heiligen Dreifaltigkeit mini|Sühnekreuz Vermutlich wurde Heinzendorf bereits zusammen mit Patschkau um 1254 gegründet. Es diente wie viele andere Dörfer rund um Patschkau zur Erschließung des Neisser Bistumslandes.Jarczyk Franz-Christian: Die Dörfer des Kreises Neisse. Hildesheim: Selbstverlag des Neisser Kultur- und Heimatbundes 1982 Seine erste urkundliche Erwähnung findet der Ort 1291 als Henrici villa. 1366 wurde der Ort als Hennczindorf erwähnt.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 gelangte Heinzendorf mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Die Bevölkerung war, wie allgemein im Neisse-Ottmachauer Bistumsland, katholisch geprägt. Das Dorf gehörte seit dem Mittelalter zur Pfarrei der nahe gelegenen Kolonistenstadt Patschkau (Paczków). Deswegen besitzt der Ort seit 1774 nur eine kleine Dreifaltigkeitskapelle. Evangelische Christen gehörten zur protestantischen Pfarrei Patschkau. Ein Schulmeisterhaus wird 1784 erwähnt.

Nach der Säkularisation des Fürstentums Neisse 1810 wurde die weltliche Herrschaft der Breslauer Bischöfe beendet. Mit der Neugliederung Schlesiens 1813 wurde Heinzendorf, das bis dahin zum Regierungsbezirk Breslau gehörte, dem oberschlesischen Regierungsbezirk Oppeln eingegliedert. Ab 1816 gehörte es zum neu errichteten Landkreis Neisse, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden im Dorf eine katholische Schule, eine Kapelle sowie 54 weitere Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Heinzendorf 398 Menschen, davon drei evangelisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 219. 1855 lebten 418 Menschen in Heinzendorf. 1865 bestanden im Ort eine Scholtisei, eine 15 Bauern-, 13 Gärtnerstellen und 14 Häuslerstellen sowie eine Gastwirtschaft und zwei Wassermühlen.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865, S. 1006 1874 wurde der Amtsbezirk Patschkau gegründet, welcher die aus den Landgemeinden Fuchswinkel, Gostitz, Heinzendorf, Kamitz und Kosel und die Gutsbezirke Fuchswinkel, Gostitz, Kamitz und Kosel bestand.Territorial Amtsbezirk Patschkau 1885 zählte Heinzendorf 351 Einwohner.AGOFF Kreis Neisse

Im Jahre 1925 besuchten 40 Kinder die einklassige Schule. 1933 lebten in Heinzendorf 303 Menschen. 1937 gab es im Ort zwei Schmieden, eine Tischlerei, eine Stellmacherei, zwei Mühlen, zwei Schneidereien und eine Gärtnerei.Besuch mich zu Patschkau. Der schlesischen Stadt Patschkau zum Gedächtnis. Hrsg. von Leo Schiller. Osnabrück: Selbstverlag 1999. S. 249 1939 zählte Heinzendorf 308 Menschen.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Heinzendorf 1945 an Polen, wurde in Unikowice umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben. 1950 wurde es in die Woiwodschaft Oppeln eingegliedert. 1999 kam es zum wiederbegründeten Powiat Nyski.

Einwohnerentwicklung 1784: 333 Einwohner, 46 Stellen 1845: 398 Einwohner, 54 Häuser 1895: 332 Einwohner, 48 Häuser, 73 Haushalte 1939: 323 Einwohner, 73 Haushalte;Besuch mich zu Patschkau. Der schlesischen Stadt Patschkau zum Gedächtnis. Hrsg. von Leo Schiller. Osnabrück: Selbstverlag 1999. S. 239

Sehenswürdigkeiten Die römisch-katholische Dreifaltigkeitskapelle (poln. Kaplica św. Trójcy) wurde 1774 im barocken Stil erbaut. Das Gebäude wurde 1966 unter Denkmalschutz gestellt.Denkmalregister der Woiwodschaft Oppeln Einstöckige Villa im neobarocken Stil Steinernes Wegekreuz Sühnekreuz

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Einzelnachweise

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