Rennweg (nürnbergisch: RännwechD. Fastnacht: Nürnberg, S. 306. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: ręnweχ.) ist ein Stadtteil im Nordosten von Nürnberg nahe der Innenstadt und auch der Name der Gemarkung 3458 und der statistischen Distrikte 090 in Wöhrd und 271 in Veilhof.

Geographie Gemarkung Die Gemarkung Rennweg hat eine Fläche von 0,307 km². Sie ist in 438 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 701,24 m² haben. In ihr liegen die Stadtteile Rennweg und Veilhof.

Lage Der Stadtteil wird begrenzt im Nordosten durch die Welser Straße, im Süden durch die Sulzbacher Straße und im Nordwesten durch die Bayreuther Straße, wobei die Grenze zu dem im Norden gelegenen Schoppershof fließend ist.

Geschichte Der Renneweg wurde im Jahr 1342 erstmals urkundlich erwähnt. Er begann unweit des Laufer Tores beim Judenbühl (heute Stadtpark Nürnberg). 1398 gab es am Rennweg drei Gütlein.D. Fastnacht: Nürnberg, S. 306.

1796 kam Rennweg zu Preußen und unterstand von 1797 bis 1810 dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. 1810 kam der Ort zum Königreich Bayern.W. Fischer-Pache: Rennweg, in: Stadtlexikon Nürnberg, S. 897. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rennweg dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt Erlenstegen und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Erlenstegen zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Rennweg. Zu dieser gehörten Bretzengarten, Deumentenhof, Rechenberg, Schallershof, Schoppershof, Schübelsberg, Veilhof, Weigelshof, Winzelbürg und Wöhrder Kirchhof. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Erlangen zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Erlangen. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand 1 Anwesen von 1823 bis 1835 dem Patrimonialgericht Leyh. Als Folge des Nürnberger Burgfriedens von 1825 wurde der Wöhrder Kirchhof von der Gemeinde abgetrennt. 1826 wurde Rennweg dem Landgericht Nürnberg und dem Rentamt Nürnberg überwiesen.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 242f. Ab 1862 war das Landgericht Nürnberg nur noch für die Gerichtsbarkeit zuständig. In den übergeordneten Verwaltungsaufgaben war von da an das neu geschaffene Bezirksamt Nürnberg zuständig. Am 1. Januar 1865 wurde Rennweg in die Stadt Nürnberg eingemeindet, aus den verbliebenen Orten wurde die Ruralgemeinde Schoppershof gebildet.

Baudenkmäler In Rennweg gibt es 43 Baudenkmäler: Mietshäuser, darunter Rennweg 72 Berliner Platz 11: Reformations-Gedächtnis-Kirche Berliner Platz 20: Evangelisch-lutherisches Gemeindehaus Bismarckstraße 20: Schulhaus

Einwohnerentwicklung Gemeinde Rennweg Jahr 1818 1824 1840 1852 1855 1861 Einwohner 406 446 470 620 608 716HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser. 111 51 82 Quelle Für die Gemeinde Rennweg zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Bretzengarten (S. 12), Deumentenhof (S. 18), Rechenberg (S. 74), Schallershof (S. 80), Schoppershof (S. 83), Schübelsberg (S. 83), Veilhof (S. 97), Weigelshof (S. 100), Winzelbürg (S. 105) und Wöhrder Kirchhof (S. 104). Laut Historischem Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 449 Einwohner.

Ort Rennweg Jahr 1818 1824 1836 1840 Einwohner 89 112 103 147 Häuser 29 7 10 24 Quelle

Religion Rennweg ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Bartholomäus (Nürnberg-Wöhrd) gepfarrt, gegenwärtig ist die Reformations-Gedächtnis-Pfarrei zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Allerheiligen gepfarrt.D. Fastnacht: Nürnberg, S. 305.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Stadtteil von Nürnberg Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Nürnberg) Kategorie:Statistischer Distrikt von Nürnberg Kategorie:Gemarkung von Nürnberg Kategorie:Ersterwähnung 1342 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1864