Otto Kurth (* 31. Mai 1912 in Bremen; † 13. Dezember 1996 in MünchenFriedhofsverwaltung München (Sterbedatum und -ort, Beisetzungsstätte, Name und Beruf der Ehefrau)) war ein deutscher Schauspieler und Regisseur.
Leben
Otto Kurth erhielt Schauspielunterricht bei Erich Ziegel und Mirjam Horwitz und begann seine Bühnenkarriere an den Hamburger Kammerspielen unter dem Intendanten und Gründer Erich Ziegel. Es folgten Stationen als Schauspieler und Dramaturg am Thalia Theater in Hamburg (1933) und dem Schauspielhaus in Bremen. Ab 1938 schlossen sich erste Regiearbeiten an (unter anderem mit Jürgen Fehling) bei Gustaf Gründgens am Preußischen Staatstheater in Berlin.Hans-Joachim Schaefer: Du hast vielleicht nicht alles versucht: Erinnerungen. Kassel University Press, Kassel 2007, ISBN 978-3-89958-288-8, S. 495 Im Jahre 1943 trat er in Johann Nestroys Posse Einen Jux will er sich machen auf, die am Staatstheater Berlin unter der Regie von Rochus Gliese aufgeführt wurde.
Nach Kriegsende war Otto Kurth ab 1945 Leiter der Hörspielabteilung des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) und wurde dort 1947 Chefregisseur des Hörfunks. In dieser Eigenschaft war er ab Ende der 1940er Jahre für eine große Anzahl von Hörspielen, auch im Auftrag für andere Sender, als Regisseur verantwortlich.
Darunter befanden sich 1953 eine Adaption des Lustspiels Ein Engel namens Schmitt mit Heinz Rühmann, 1956 das Hörspiel Der kleine Lord und 1958 eine Hörspielversion des Romans Doktor Schiwago von Boris Pasternak.
Kurth war ebenso als Theaterregisseur tätig. Im Jahr 1949 inszenierte er die Komödie Das träumende Mädchen von Elmer Rice mit Hannelore Schroth an den Hamburger Kammerspielen unter der Intendantin Ida Ehre. Dort führte er Anfang Oktober 1950 ebenfalls Regie bei der Aufführung von Max Frischs Drama Als der Krieg zu Ende war.
Gastinszenierungen führten ihn an das Staatstheater Kassel.Hans-Joachim Schaefer: Du hast vielleicht nicht alles versucht: Erinnerungen. Kassel University Press, Kassel 2007, ISBN 978-3-89958-288-8, S. 494 ff. Regieassistentin in Kassel war Christine Brückner.
Ab den 1960er Jahren konnte man Otto Kurth als Darsteller in zahlreichen Fernsehproduktionen wie Der Kommissar, Der Alte, Tadellöser & Wolff und Die Geschwister Oppermann sehen. Er führte zudem bei einigen Produktionen die Fernsehregie.
Im Jahr 1990 gab Otto Kurth den Band Erzählungen und Briefe heraus.
Er war mit seiner Schauspielkollegin Margot Kurth verheiratet. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Münchner Nordfriedhof in der Urnenmauer, Reihe 9, Grab Nr. 8.
Filmografie
Hörspiele (Auswahl)
Werke 1990: Erzählungen und Briefe. Franke, München, ISBN 3-928166-00-X
Literatur Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, , S. 407.
Weblinks
Einzelnachweise
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