Freie und Hansestadt Hamburg 140px|zentriert|Landesflagge der Freien und Hansestadt Hamburg Landesflagge 150px|zentriert|Großes Staatswappen der Freien und Hansestadt Hamburg Großes Staatswappen Landeshymne (inoffiziell): Stadt Hamburg an der Elbe Auen Basisdaten Amtssprache: Deutsch§ 23 HmbVwVfG – Amtssprache. Hamburgisches Verwaltungsverfahrensgesetz vom 9. November 1977. Abgerufen am 25. September 2014. Staatsform: parlamentarische Republik,teilsouveräner Gliedstaatder Bundesrepublik Deutschland Postleitzahlen: 20095–21149,22041–22769,27499 Telefonvorwahlen: 040, 04721 (Insel Neuwerk) Kfz-Kennzeichen: HH Kaufkraftindex: 107,7 % (2024) Kaufkraft je Einwohner: 28.931 € (2024) BIP (nominal): 168,30 Mrd. € (9.) (2025) BIP pro Einwohner: 86.899 € (1.) (2024) Schulden: 32,643 Mrd. € (2024) Adresse des Senates: Rathausmarkt 120095 Hamburg Gemeindeschlüssel: ISO-3166-2-Code: DE-HH UN/LOCODE: Website: www.hamburg.de Bevölkerung Einwohner: 1.869.473 (31. Dez. 2025) – davon Ausländer: 21,0 % (31. Okt. 2024) – davon mitMigrationshintergrund: 40,4 % (2023) Einwohner Metropolregion: ~ 5.510.000 (31. Dezember 2022) Bevölkerungsdichte: 2.467 Einw. pro km² (31. Dez. 2025) Arbeitslosenquote: Geographie geographische Lage: Höhe: Fläche: km²(Rang: 15. als Land, 2. als Gemeinde) Stadtgliederung: 7 Bezirke, 104 Stadtteile Politik Erster Bürgermeister: Peter Tschentscher (SPD) Zweite Bürgermeisterin: Katharina Fegebank (Grüne) Bürgerschaftspräsidentin: Carola Veit (SPD) regierende Parteien: SPD und Grüne Sitzverteilung der 23. Bürgerschaft (2025–2030) Sitzverteilung in derHamburgischenBürgerschaft(121 Sitze): 45 26 25 15 9 1 letzte Parlamentswahl: 2. März 2025 nächste Parlamentswahl: 2030 Bundesratsstimmgewicht: 3 Reliefkarte 330px Detailkarterahmenlos|hochkant=1.3|zentriert Bezirke in Hamburg Logo 250px|zentriert|Offizielles Logo der Freien und Hansestadt Hamburg
Hamburg (; regiolektal auch ; []), amtlich Freie und Hansestadt Hamburg (), ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Der amtliche Name verweist auf die Geschichte Hamburgs als Freie Reichsstadt und als Mitglied des Handelsbundes der Hanse.Verfassung von de Friee un Hansestadt Hamborg. Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg. Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, Hamburg 1996. (Siehe auch )
Hamburg ist mit rund 1,87 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum. Mit rund Quadratkilometern ist Hamburg die zweitgrößte Gemeinde Deutschlands. Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweitShipping Statistics and Market Review, Volume 60 No 5/6 – 2016, Tabelle 5 auf S. 8. und macht Hamburg zusammen mit dem internationalen Flughafen zu einem bedeutenden Logistikstandort. Wirtschaftlich und wissenschaftlich ist die Metropole vor allem im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik, der Biowissenschaften und der Informationstechnik sowie für die Konsumgüterbranche und als Medienstandort bedeutend. Seit 1996 ist Hamburg zudem Sitz des Internationalen Seegerichtshofs (ISGH).
Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.UNESCO-Welterbe-Urkunde für Hamburger Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus unesco.de, Pressemitteilung, 27. Juni 2016. Weitere bekannte Kulturdenkmäler und Wahrzeichen sind das Hamburger Rathaus und die fünf Hauptkirchen. Typisch für das Stadtbild sind weiterhin viele Klinkerfassaden sowie die Wassernähe mit zahlreichen Flüssen, Fleeten und Kanälen. International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.
Geographie Lage mini|Hamburg aus Nordosten. Luftaufnahme 2005. Blick elbabwärts; links das Hafengebiet, in der Bildmitte die Binnenalster und die Außenalster. mini|hochkant|Ausdehnung der Metropolregion Hamburg ab 2017
Hamburg liegt in Norddeutschland an den Mündungen der Bille und der Alster in die Unterelbe, die etwa 100 Kilometer weiter nordwestlich in die Nordsee mündet. Nahe dieser Mündung befindet sich der aus drei Inseln bestehende Stadtteil Neuwerk. An der Elbe erstreckt sich der Tidehafen etwa von der Veddel bis Finkenwerder, hauptsächlich auf dem Südufer der Norderelbe, gegenüber den Stadtteilen St. Pauli und Altona. Die beiden Ufer sind durch die Elbbrücken im Osten sowie durch den Alten und Neuen Elbtunnel verbunden. Das Land südlich und nördlich des Flusses ist Geest, höher gelegene Flächen, die durch die Sand- und Geröllablagerungen der Gletscher während der Eiszeiten entstanden sind. Die nördlichsten Bereiche der Stadt gehören zum fruchtbaren Jungmoränenland. Die unmittelbar am Fluss liegenden Marschen wurden auf beiden Seiten der Elbe über Jahrhunderte von Nebenarmen der Elbe durchzogen und vom Flutwasser der Nordsee überschwemmt, wobei sich Sand und Schlick abgelagert haben. Inzwischen ist die Elbe beidseitig eingedeicht, Nebenarme wurden trockengelegt, umgeleitet, kanalisiert oder abgedeicht. Alte Deichanlagen erinnern in den Außenorten noch an die Zeit, als bei Hochwasser ganze Viertel überflutet waren. Höchste Erhebung ist mit der Hasselbrack in einem Nordausläufer der Harburger Berge.
Die Alster in der Innenstadt wurde schon seit dem Mittelalter zu einem See aufgestaut. Dieser teilt sich in die größere Außenalster und die kleinere, vom historischen Kern der Stadt umschlossene Binnenalster. Die Zuflüsse der Alster – wie die Alster selbst – sind im Stadtgebiet zum Teil kanalisiert. Sie sind zumeist von ausgedehnten öffentlichen Parkanlagen gesäumt. Die zahlreichen Fleete, Flüsschen und Kanäle der Stadt werden von fast 2500 Brücken überspannt.Zu den Brücken: In der ADAC motorwelt, 11/2017, S. 23 steht die Information, dass in Hamburg 2123 Brücken vorhanden sind. Das sind aber etliche Hundert weniger als vom Statistischen Landesamt angegeben. Weithin unbekannt ist, dass sich auf der größten Flussinsel der Elbe, in Wilhelmsburg, einer der letzten Tideauenwälder Europas befindet.
Hamburg grenzt im Norden an Schleswig-Holstein und im Süden an Niedersachsen. Bis auf einige kleinere „Gebietsbereinigungen“, wie den Erwerb der Insel Neuwerk und von Flurstücken beim Stauwerk Geesthacht,siehe auch Cuxhaven-Vertrag bestehen die heutigen Grenzen der Stadt Hamburg seit dem Groß-Hamburg-Gesetz, das am 1. April 1937 in Kraft trat. Die Stadt ist nach Berlin sowohl hinsichtlich ihrer Einwohnerzahl als auch ihrer Fläche die zweitgrößte Stadt Deutschlands.
Südlich der Binnenalster liegt das historische Zentrum der Stadt. Der geografische Mittelpunkt von Hamburg in seinen gegenwärtigen politischen Grenzen (ohne Neuwerk) ist ein Punkt im Bereich des Gymnasiums Lerchenfeld im Stadtteil Uhlenhorst.hamburg.de abgerufen am 23. April 2025. Der nördlichste Punkt Hamburgs ist die Insel Scharhörn, der östlichste Altengamme, der südlichste der Krauel und der westlichste die Insel Nigehörn. Die größte Ausdehnung der Stadt (ohne Neuwerk) in Ost-West-Richtung beträgt 39,88 km und in Nord-Süd-Richtung 42,31 km.
Die Stadt Hamburg besteht zu 92 Prozent aus Land- und zu acht Prozent aus Wasserfläche.
Fließgewässer Elbe (Unterelbe) mit Norderelbe, Süderelbe, Köhlbrand, Reiherstieg, Rethe, Dove Elbe und Gose Elbe Nebenflüsse der Elbe: Seevekanal, Bille, Alster, Flottbek und Este Nebenflüsse der Alster: Eilbek (Wandse), Osterbek, Goldbek, Isebek, Tarpenbek, Saselbek, Rodenbek, Bredenbek, Ammersbek
Schutzgebiete
Geologie
Verwaltungsgliederung Bezirke
mini|Innenstadtplan mit Binnen- und Außenalster alternativtext=Hamburg bei einem Hubschrauberflug|mini|Luftaufnahme Richtung Elbphilharmonie, Rathaus und Alster Hamburgs Landesverfassung bestimmt, dass Bezirke zu bilden sind, in denen Bezirksämtern die selbständige Erledigung übertragener Aufgaben obliegt. Die sieben Bezirke sind in insgesamt 104 Stadtteile unterteilt. Die meisten Stadtteile sind weiter in mehrere Ortsteile gegliedert, seit dem 1. Januar 2011 insgesamt 181. Einige Stadtteile im Kernbereich der Bezirke wurden bis 2008 direkt vom betreffenden Bezirksamt verwaltet, für die anderen Stadtteile der Bezirke gab es jeweils ein eigenes Ortsamt; insgesamt waren 13 Ortsämter eingerichtet. Anfang 2008 wurden durch eine Gebietsreform die Grenzen einzelner Stadtteile und Bezirke neu gezogen. So fiel der Stadtteil Wilhelmsburg vom Bezirk Harburg an Mitte, und die Stadtteile Sternschanze im Bezirk Altona und HafenCity im Bezirk Hamburg-Mitte wurden neu geschaffen.
+ Liste der Hamburger Bezirke (Daten vom ) Datenbasis: Zensus 2011 Nr. Bezirk Einwohner Flächein km² Flächenanteilin Prozent Einwohnerje km² 1 20px|klasse=noviewer Hamburg-Mitte 142,2 18,8 2 20px|klasse=noviewer|Wappen des Bezirks Altona Altona 77,9 10,3 3 20px|klasse=noviewer|Wappen des Bezirks Eimsbüttel Eimsbüttel 49,8 6,6 4 20px|klasse=noviewer Hamburg-Nord 57,8 7,7 5 20px|klasse=noviewer|Wappen des Bezirks Wandsbek Wandsbek 147,5 19,5 6 22x22px|Wappen des Bezirks Bergedorf Bergedorf 154,8 20,5 7 22x22px|Wappen des Bezirks Harburg Harburg 125,2 16,6 20px|klasse=noviewer|(Kleines) Wappen der Freien und Hansestadt Hamburg Freie und Hansestadt Hamburg 755,2 100,0
Exklaven mini|Insel Neuwerk mini|In Hamburg überflutetes Gebiet bei der Sturmflut 1962
Hamburg verfügt über mehrere Exklaven. Zu Hamburg gehören die Nordseeinseln Neuwerk, Scharhörn und Nigehörn sowie der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer, der 2011 zum Gebiet des Weltnaturerbes des Wattenmeeres der Nordsee hinzukam. Als Stadtteil Hamburg-Neuwerk gehören sie zum Bezirk Hamburg-Mitte, der deshalb nördlichster und westlichster Bezirk Hamburgs ist. Die Volksdorfer Buschwiese ist eine Hamburger Exklave, mit einer Fläche von 0,8 Hektar, die vollständig vom Gebiet der Gemeinde Ammersbek in Schleswig-Holstein umschlossen ist und zum Bezirk Wandsbek gehört.
Nachbarstädte und Gemeinden Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Hamburg; sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordwesten genannt: in Schleswig-Holstein: im Kreis Pinneberg (PI): Wedel, Appen, Pinneberg, Schenefeld, Halstenbek, Rellingen, Ellerbek (Amt Pinnau) und Bönningstedt im Kreis Segeberg (SE): Norderstedt im Kreis Stormarn (OD): Tangstedt (Stormarn), Jersbek (Amt Bargteheide-Land), Ammersbek, Ahrensburg, Stapelfeld (Amt Siek), Barsbüttel, Oststeinbek, Glinde und Reinbek im Kreis Herzogtum Lauenburg (RZ): Wentorf bei Hamburg, Börnsen und Escheburg (beide Amt Hohe Elbgeest) und Geesthacht in Niedersachsen: im Landkreis Harburg (WL): Drage (Samtgemeinde Elbmarsch), Winsen (Luhe), Stelle, Seevetal, Rosengarten und Neu Wulmstorf im Landkreis Stade (STD): Jork im Landkreis Cuxhaven (CUX): Cuxhaven (Festland bei Neuwerk)
Klima
Hamburg liegt in der kühlgemäßigten Klimazone und ist durch ein Seeklima geprägt. Aufgrund der durch vorherrschende Westwinde maritimen Einflüsse ist das Klima im Winter milder, im Sommer kühler als im östlichen Hinterland.
Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 9,4 Grad Celsius. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 18,1 Grad Celsius, der kälteste der Januar mit 1,6 Grad Celsius. Temperaturen um die 28 Grad Celsius sind im Hochsommer keine Seltenheit. An der Wetterstation Neuwiedenthal wurde ein Maximalwert von 40,1 Grad Celsius (20. Juli 2022) gemessen. Das absolute Temperaturminimum liegt bei −29,1 Grad Celsius, gemessen am 13. Februar 1940. Das Klima ist ganzjährig feucht. Im Laufe eines Jahres fallen durchschnittlich 773 Millimeter Niederschlag, an durchschnittlich 52 Tagen im Jahr herrscht Nebel. Der meiste Regen fällt in den 31 Tagen, die um den 29. Juni liegen; der wenigste fällt um den 16. April herum. Im Winterhalbjahr kann es sehr stürmisch werden. Sprichwörtlich ist das Hamburger Schmuddelwetter (regional Schietwedder genannt).
Umwelt