Malges ist ein Stadtteil von Hünfeld im osthessischen Landkreis Fulda.

Der Stadtteil Malges liegt, von Wald umgeben, an den nördlichen Ausläufern der Rhön und gehört zum Biosphärenreservat Rhön, und zwar 5,6 km östlich und 2,4 km nördlich von Hünfeld.

Geschichte Ortsgeschichte Bekanntermaßen erstmals urkundlich erwähnt wird das Dorf im Jahr 1151 als „Alegozes“ (Hof des Adalgoz). 1750 wurde eine Kapelle und in den Jahren 1929 bis 1931 eine katholische Filialkirche erbaut.

Zum 1. Februar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Malges im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Stadt Hünfeld eingemeindet. Für Malges wurde, wie für die übrigen bei der Gebietsreform nach Hünfeld eingegliederten Gemeinden, ein Ortsbezirk gebildet.

Im Jahr 2001 fand in Malges das 850-Jahr-Fest statt. 2005 wurde der im Rahmen der Dorferneuerung geplante Bolzplatz fertiggestellt. Malges verfügt über eine Vielzahl von Vereinen: Die Freiwillige Feuerwehr und ihre Jugendfeuerwehr sind bei zahlreichen Wettkämpfen angetreten und erreichten stets Platzierungen im vorderen Teilnehmerfeld. Der Heimat- und Kulturverein e. V. wurde während der Dorferneuerung gegründet und veranstaltet eine Vielzahl von Aktivitäten.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Malges angehört(e):

vor 1803: Heiliges Römisches Reich, Hochstift Fulda, Amt Fürsteneck 1803–1806: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Eiterfeld 1806–1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung) 1810–1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Eiterfeld ab 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Eiterfeld ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis HünfeldVerordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 75.Trennung zwischen Justiz (Justizamt Eiterfeld) und Verwaltung. ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld ab 1867: Norddeutscher BundDer Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs., Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Hünfeld ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld, Stadt HünfeldAm 1. Februar 1971 als Ortsbezirk zur Stadt Hünfeld. ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda, Stadt Hünfeld

Bevölkerung Einwohnerentwicklung 1812: 22 Feuerstellen, 190 Seelen

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Malges 270 Einwohner. Darunter waren 3 (1,1 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 57 Einwohner unter 18 Jahren, 108 zwischen 18 und 49, 51 zwischen 50 und 64 und 54 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 105 Haushalten. Davon waren 24 Singlehaushalte, 30 Paare ohne Kinder und 45 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 24 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 69 Haushaltungen lebten keine Senioren.

Religionszugehörigkeit • 1885: 171 katholische (= 100 %) Einwohner • 1961: 17 evangelische (= 7,23 %), 218 katholische (= 92,77 %) Einwohner

Politik Für Malges besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Malges) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus sieben Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 75,0 %. Alle Kandidaten gehörten der „Einheitsliste Malges“ an. Der Ortsbeirat wählte Norbert Quanz zum Ortsvorsteher.

Infrastruktur Den öffentlichen Personennahverkehr stellt die Lokale Nahverkehrsgesellschaft Fulda mit der Buslinie 70 sicher.

Obwohl Malges zu Hünfeld gehört, besuchen die in Malges lebenden Kinder und Jugendlichen bis zum Abschluss der Mittelstufe meist die Lichtbergschule in Eiterfeld.

Literatur Adrian Seib: Kulturdenkmäler in Hessen. Landkreis Fulda II. Burghaun, Eiterfeld, Hünfeld, Nüsttal, Rasdorf. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Herausgeber und Verlag), Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-8062-2607-2, S. 339–343.

Weblinks

Die Stadtteile In: Webauftritt der Stadt Hünfeld.

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Fulda Kategorie:Ortsteil von Hünfeld Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Fulda) Kategorie:Ersterwähnung 1151 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971