mini|Wahlplakat der CDU mit Ministerpräsident Stoltenberg Die 8. Landtagswahl in Schleswig-Holstein fand am 13. April 1975 statt. Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg stellte sich erstmals der Wiederwahl und wurde dabei zum ersten Mal von Klaus Matthiesen, SPD-Fraktionschef und Oppositionsführer seit 1973, herausgefordert.

Vorherige Landtagswahl

Bei der Wahl 1971 hatte die CDU erstmals die absolute Mehrheit im Land errungen, die sie nunmehr verteidigen wollte. Die SPD unter Jochen Steffen konnte die Regierung nicht übernehmen, er zog sich nach seiner zweiten Niederlage aus der Politik zurück und machte Platz für seinen Nachfolger Matthiesen. Der von der Fünf-Prozent-Hürde befreite Südschleswigsche Wählerverband (SSW) war mit einem Abgeordneten im Landtag vertreten.

Wahlergebnis

Bei der Landtagswahl waren 1.840.596 Wähler berechtigt ihre Stimme abzugeben. Davon wählten 1.514.646 Personen, was einer Wahlbeteiligung von 82,29 % entspricht. Die Verteilung der gültigen Stimmen (insgesamt 1.504.683) auf die angetretenen Parteien ergab folgendes Resultat:

Partei Stimmen Anteilin % Direkt-man-date Sitze CDU758.22750,393637SPD603.36040,10830FDP107.0427,115SSW20.7031,381NPD8.1230,54DKP5.9260,39KPD6990,05DMP4720,03Einzelbewerber1310,01Total1.504.6834473 Die CDU konnte die absolute Mehrheit bei leichten Verlusten verteidigen. Die SPD erlitt ebenfalls leichte Verluste, während die FDP ihr Ergebnis fast verdoppelte und mit 7,1 Prozent der Stimmen in den Landtag zurückkehrte. Der SSW konnte sein Ergebnis von 1,4 Prozent halten und blieb weiterhin mit einem Abgeordneten im Landtag vertreten. Siehe auch Liste der Mitglieder des Landtages Schleswig-Holstein (8. Wahlperiode) Weblinks

Interpretation der Wahlergebnisse durch die Konrad-Adenauer Stiftung

Einzelnachweise

#1975 Schleswigholstein Landtagswahl Kategorie:Schleswig-holsteinische Geschichte (20. Jahrhundert) Kategorie:Gerhard Stoltenberg