mini|hochkant|Auferstehung, Himmelfahrt und Herabkunft des Heiligen Geistes, Darstellung im Waldburg-Gebetbuch Die Frucht des Heiligen Geistes ist ein Begriff aus dem Neuen Testament. Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Galater über das Verhältnis von Fleisch und Geist sowie dessen Folgen:

Es werden also folgende neun „Früchte“ aufgezählt:

Griechisch LateinischVulgata (Text) Übersetzung Luther(Text) Einheitsübersetzung(Text) 1 agápe caritas Liebe 2 chará gaudium Freude 3 eiréne pax Friede 4 makrothymía longanimitasGeduldLangmut 5 chrestótes bonitas Freundlichkeit 6 agathosýne benignitas Güte 7 pístis fides Treue 8 praýtes modestia Sanftmut 9 enkráteia continentiaKeuschheitEnthaltsamkeit

Alle genannten Eigenschaften bilden die Frucht des Heiligen Geistes. Einige Ausleger haben daher die neun Eigenschaften mit einer Weintraube verglichen, die aus vielen Weinbeeren besteht, aber ohne den Weinstock, ein Symbol Jesu Christi, nicht entstehen kann.

Die Überlieferung der katholischen Kirche kennt zwölf Früchte des Heiligen Geistes. Es werden die Geduld zusätzlich zur Langmut, die Bescheidenheit und die Enthaltsamkeit hinzugezählt.Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1832

Siehe auch Gaben des Heiligen Geistes Pneumatologie

Weblinks

Literatur Heribert Mühlen: Frucht des Geistes. In: Christian Schütz (Hrsg.): Praktisches Lexikon der Spiritualität. Herder, Freiburg i.Br. u. a. 1992, ISBN 3-451-22614-6, Sp. 425–427. Karl-August Wirth: Frucht des Geistes, Früchte des Geistes. In: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte, Band X. 2013, Sp. 1095–1131.

Einzelnachweise

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