James Basevi (* 21. Juni 1890 in Plymouth, England; † 27. März 1962 in Bellflower, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Szenenbildner und Filmtechniker britischer Herkunft.
Leben James Basevi kam 1890 als Sohn von Ethel Wina (geb. Gill) und William Henry Basevi im englischen Plymouth zur Welt.Marquis of Ruvigny, Raineval Staff: The Plantagenet Roll of the Blood Royal. Mortimer-Percy Volume. Heritage Books, 2001, ISBN 0-7884-1872-6, S. 257. Nach seinem Architekturstudium und seinem Militärdienst im Ersten Weltkrieg wanderte er im Jahr 1919 nach Kanada aus. Fünf Jahre später siedelte er in die Vereinigten Staaten über und begann in Hollywood seine filmische Laufbahn als Szenenbildner.Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Band 1, Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001. Zunächst arbeitete er als Assistent des Filmarchitekten Cedric Gibbons, so auch bei King Vidors Stummfilm Die große Parade (1925), stieg bei MGM jedoch schnell selbst zum sogenannten Art Director auf. In den 1930er Jahren war er hauptsächlich für Spezialeffekte zuständig, so etwa bei den Katastrophenfilmen San Francisco (1936) und … dann kam der Orkan (1937), die mit innovativen Trickeffekten das Genre revolutionierten.
Bei William Wylers Literaturverfilmung Sturmhöhe (1939) kam er erneut als Szenenbildner zum Einsatz und erhielt dafür seine erste Oscar-Nominierung in der Kategorie Bestes Szenenbild. 1941 wechselte er zu 20th Century Fox, wo er 1944 zusammen mit Thomas Little und William S. Darling den Oscar für Das Lied von Bernadette gewinnen konnte. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit einigen namhaften Regisseuren zusammen, darunter Fred Niblo, William Wyler, Henry King, Alfred Hitchcock, Ernst Lubitsch, Elia Kazan und vor allem John Ford. Für Hitchcocks Ich kämpfe um dich (1945) gestaltete er die Traumsequenzen nach Entwürfen Salvador Dalís.Leonard J. Leff: Hitchcock and Selznick: The Rich and Strange Collaboration of Alfred Hitchcock and David O. Selznick in Hollywood. University of California Press, 1999, ISBN 0-520-21781-0, S. 141.
1956 zog sich Basevi aus dem Filmgeschäft zurück. Er starb 1962 im Alter von 71 Jahren in Bellflower, Kalifornien, und wurde im Forest Lawn Memorial Park in Long Beach beigesetzt.
Filmografie (Auswahl) Szenenbild
Spezialeffekte 1929: The Mysterious Island – Regie: Lucien Hubbard 1934: Tarzans Vergeltung (Tarzan and His Mate) – Regie: Cedric Gibbons 1936: San Francisco – Regie: W. S. Van Dyke 1937: Die gute Erde (The Good Earth) – Regie: Sidney Franklin 1937: … und ewig siegt die Liebe (History Is Made at Night) – Regie: Frank Borzage 1937: Sackgasse (Dead End) – Regie: William Wyler 1937: … dann kam der Orkan (The Hurricane) – Regie: John Ford 1938: Die Abenteuer des Marco Polo (The Adventures of Marco Polo) – Regie: Archie Mayo 1938: Blockade – Regie: William Dieterle
Auszeichnungen 1940: Nominierung für den Oscar in der Kategorie Bestes Szenenbild für Sturmhöhe 1941: Nominierung für den Oscar in der Kategorie Bestes Szenenbild für Der Westerner 1944: Nominierung für den Oscar in der Kategorie Bestes Szenenbild zusammen mit Thomas Little, Joseph C. Wright für The Gang’s All Here 1944: Oscar in der Kategorie Bestes Szenenbild zusammen mit Thomas Little, William S. Darling für Das Lied von Bernadette 1946: Nominierung für den Oscar in der Kategorie Bestes Szenenbild zusammen mit Thomas Little, William S. Darling, Frank E. Hughes für Schlüssel zum Himmelreich
Weblinks
James Basevi auf filmreference.com (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Szenenbildner Kategorie:Spezialeffektkünstler Kategorie:Oscarpreisträger Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1890 Kategorie:Gestorben 1962 Kategorie:Mann