mini|Souad Mekhennet auf der Frankfurter Buchmesse 2017

Souad Mekhennet (* 1978 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Journalistin und Sachbuchautorin.

Sie ist Muslimin und als Journalistin, Expertin für den Nahen Osten, Nordafrika sowie Sicherheit und Terrorismus und tätig für The New York Times, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und das ZDF tätig, zuvor ebenso für die Frankfurter Rundschau und den Hessischen Rundfunk sowie die Zeitung Die Woche. Auch für das ARD-Studio in Marokko und in Hamburg für die Hamburger Morgenpost, den Stern und Die Zeit hat sie bereits gearbeitet. Seit einiger Zeit (Stand 2017) ist sie bei The Washington Post angestellt.Souad Mekhennet: Nur wenn du allein kommst. Eine Reporterin hinter den Fronten des Dschihad. C. H. Beck Verlag, München 2017, S. 365 Nach dem 11. September 2001 berichtete sie über die Konflikte in Europa, Nordafrika und im Nahen Osten.

Leben Souad Mekhennet () ist die Tochter türkisch-marokkanischer Eltern und wuchs als drittes von vier Kindern im Frankfurter Stadtteil Nordend auf. Drei Jahre ihrer Kindheit hat sie bei ihrer Großmutter in Marokko verbracht.Willst du nur was mit Dschihadisten zu tun haben? In: Die Welt, 29. Dezember 2014.

Sie besuchte die Henri-Nannen-Schule für Journalismus in Hamburg und studierte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main Politologie.

Mekhennet war Visiting Fellow an der Harvard University, der Johns Hopkins University und am Geneva Centre for Security Policy.

Journalismus Mekhennet war eine der beiden Journalisten, die den ersten Artikel zum Fall Khaled el-Masri veröffentlichten.Don van Natta Jr. und Souad Mekhennet: German’s Claim of Kidnapping Brings Investigation of U.S. Link. The New York Times, 9. Januar 2005, abgerufen am 10. Februar 2011.

Zusammen mit Michael Moss hat sie mit Führern von al-Qaida im Maghreb über Motive der Dschihadisten sprechen können..

Sie ist Koautorin der Bücher Die Kinder des Dschihad und Islam.

Zusammen mit Nicholas Kulish hat sie jahrelang das Leben des KZ-Lagerarztes Aribert Heim recherchiert. Die Recherche ergab, dass der SS-Arzt Heim nach Kairo geflohen war und dort unter falschem Namen lebte. Mekhennet hat unter Lebensgefahr die Aktentasche Heims aus Ägypten geschmuggelt, um mit den darin enthaltenen Dokumenten zu beweisen, dass Heim unter dem falschen Namen Tarek Hussein Farid bis zu seinem Tod 1992 in der ägyptischen Hauptstadt lebte.

Am 28. August 2024 wurde Mekhennet auf eine 92 Namen umfassende Sanktionsliste der Russischen Föderation gesetzt, denen die Einreise untersagt ist.

Auszeichnungen mini|hochkant|Souad Mekhennet, 2018 bei der Entgegennahme des Ludwig-Börne-Preises in der Frankfurter Paulskirche 2012: Deutscher Fernsehpreis für die Dokumentation 9/11, gemeinsam mit Elmar Theveßen 2018: Ludwig-Börne-PreisBörne-Preis 2018. Ludwig Börne Stiftung, 6. Februar 2018. 2018: Sonderpreis des Nannen Preises. 2019: International Leadership Award, Simon-Wiesenthal-Zentrum

Buchveröffentlichungen mit Claudia Sautter und Michael Hanfeld: Die Kinder des Dschihad. Die neue Generation des islamistischen Terrors in Europa. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04933-8; aktualisierte Taschenbuchausgabe ebenda (Juni) 2015, ISBN 978-3-492-30858-8. mit Michael Hanfeld: Islam. Arena, Würzburg 2008, ISBN 978-3-401-06220-4. mit Nicholas Kulish: The Eternal Nazi. From Mauthausen to Cairo, the Relentless Pursuit of SS Doctor Aribert Heim. Doubleday, New York 2014, ISBN 978-0-385-53243-3 (englisch). deutsche Ausgabe: Dr. Tod. Die lange Jagd nach dem meistgesuchten NS-Verbrecher. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-67261-3. I Was Told to Come Alone. My Journey Behind the Lines of Jihad. Holt, New York 2017, ISBN 978-1-62779-897-6. deutsche Ausgabe: Nur wenn du allein kommst. Eine Reporterin hinter den Fronten des Jihad. Beck, München 2017, ISBN 978-3-406-71167-1.

Literatur Souad Mekhennet, Claudia Sautter, Michael Hanfeld: Die Kinder des Dschihad. Die neue Generation des islamistischen Terrors in Europa. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04933-8; aktualisierte Taschenbuchausgabe ebenda (Juni) 2015, ISBN 978-3-492-30858-8, S. 17–18.

Weblinks

Recent and archived news articles by Souad Mekhennet of The New York Times Souad Mekhennet: . Ein Zug mit dem grünen Bundestagsabgeordneten Özdemir durch Bars und Clubs in Istanbul. In: Die Zeit, 43/2001.

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