Otto Friedrich Weinlig (* 24. April 1867 in Harburg; † 14. September 1932 in Bonn)Bernd-A. Kahe, Alfred Priemeier, Ernst Battmer, Nils Höpken: Corpslisten des Braunschweiger Senioren-Convents im WSC, Teutonia, Nr. 90. Braunschweig, 1990 war ein deutscher Industrieller. miniatur|„Neues Schloss“ Dillingen, für Weinlig Anfang des 20. Jahrhunderts gebautAG der Dillinger Hüttenwerke (Hrsg.): 325 Jahre Dillinger Hütte 1685–2010, Band Menschen, Dillingen 2010, S. 209. mini|Dillingen/Saar, Ehemalige Direktorenvilla „Neues Schloss“ der Dillinger Hütte, Rückfront
Leben Otto Weinlig wurde als ältester Sohn des Mineralwasserfabrikanten Eduard Weinlig und dessen Ehefrau Bertha Agnes Friedericke Küth geboren. Nach dem Besuch des Realgymnasiums in Harburg studierte er an den Technischen Hochschulen in Hannover und Charlottenburg sowie ab 1887 an den Bergakademien in LeobenDenkschrift zur fünfzigjährigen Jubelfeier der k.k. Berg-Akademie in Leoben 1840-1890, S. 228, Nr. 1590 und Berlin. In Hannover war er Mitglied des Corps Alemannia. 1905 erhielt er auch das Band des Corps Teutonia Braunschweig. 1889 trat er als Ingenieur bei der Aktiengesellschaft für Bergbau und Hüttenbetrieb Phönix in Duisburg-Ruhrort ein, war dann erster Stahlwerksassistent beim Hörder Bergwerks- und Hütten-Verein und Betriebschef der Westfälischen Stahlwerke in Bochum. Ab 1893 war er als Oberingenieur für die Dillinger Hüttenwerke tätig. 1899 wurde er technischer Direktor und Vorstandsmitglied und veranlasste den großzügigen Ausbau der Werksanlagen, den Bau neuer Koks- und Hochofenanlagen, den Neubau eines Panzerplattenwerks und dampfhydraulischer Schmiedepressen.
Anfang 1907 wechselte Weinlig in den Aufsichtsrat und widmete sich in Bonn volkswirtschaftlichen und juristischen Studien. 1913 wurde er vom Reichsmarineamt und der Schantung-Bergbau-Gesellschaft mit der Begutachtung der Eisenerz- und Kohlevorkommen in der chinesischen Provinz Schantung beauftragt. Der von ihm konzipierte Bau eines Hüttenwerks konnte wegen des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs nicht mehr realisiert werden. Am 1. August 1914 übernahm er wieder die technische Leitung der Dillinger Hütte und stellte das Dillinger Werk auf Kriegsleistung um. Nach Kriegsende wurde er im Mai 1919 wegen seiner nationalen Haltung durch die französische Besatzungsmacht im Saargebiet inhaftiert und ausgewiesen. Bis 1923 war er wieder in der deutschen Industrie tätig.
Auszeichnungen Dr.-Ing. e. h. der Technischen Hochschule in Breslau Ehrenbürger und Ehrensenator der Technischen Hochschule Hannover Ehrenbürger der Universität Bonn Ehrenbürger von Dillingen/Saar Roter-Adler-Orden 4. Klasse Eisernes Kreuz am weißen Bande Verdienstkreuz für Kriegshilfe (Preußen) Rote Kreuz-Medaille (Preußen) 3. Klasse Friedrich-August-Kreuz 2. Klasse am rot-blauen Bande Kriegsverdienstkreuz (Sachsen) König Ludwig-Kreuz Eiserner Halbmond
Literatur Otto Friedrich Weinlig †. In: Corpsstudentische Monatsblätter, Januar 1933, S. 34f.
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Einzelnachweise
Kategorie:Unternehmer (Montanindustrie) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Träger der Rote Kreuz-Medaille (Preußen) Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse Kategorie:Träger des Eisernen Halbmondes Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes am weißen Bande Kategorie:Ehrenbürger der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Kategorie:Ehrenbürger der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover Kategorie:Ehrensenator der Universität Hannover Kategorie:Ehrenbürger von Dillingen/Saar Kategorie:Träger des Friedrich-August-Kreuzes Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität Breslau Kategorie:Träger des König Ludwig-Kreuzes Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1867 Kategorie:Gestorben 1932 Kategorie:Mann