Mārupe () ist ein südwestlicher Vorort der Stadt Riga in Lettland und Zentrum des gleichnamigen Bezirks (Mārupes novads), der 2009 ohne Gebietsveränderung aus der Gemeinde entstand. Im Jahre 2022 zählte Mārupe fast 18.000 Einwohner.Latvijas Ģeotelpiskās informācijas aģentūra (LĢIA): Vietvārdu datubāze (Datenbank der Ortsnamen), Ausgabe vom 1. November 2022 (lettisch).
Mārupe ist nach dem Fluss Mārupīte benannt, der die Stadt durchfließt und gegenüber der Altstadt von Riga in die Daugava mündet.
Geschichte Die Siedlung Mārupe entstand am Rande des weitläufigen Landgutes Lindenruh (lettisch: Bieriņi) südwestlich von Riga, das der Familie Berens von Rautenfeld gehörte. Durch eine Agrarreform enteignete die Republik Lettland 1920 die Großgrundbesitzer, ohne Entschädigung,Georg von Rauch: Geschichte der baltischen Staaten. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München, 2., durchgesehene Aufl. 1977, ISBN 3-423-04297-4, S. 92. so auch das Gut Lindenruh. Nach der Agrarreform entwickelte sich die kleine Siedlung Mārupe zu einem Dorf, dass schon in den 1930er Jahren entlang der Straße nach Riga ein stellenweise vorstädtisches Aussehen gewann.
Bis 2022 war Mārupe das bevölkerungsreichste Dorf Lettlands. Zum 1. Juli 2022 wurden der Gemeinde Mārupe die Stadtrechte zuerkannt.
Jaunmārupe Im Südwesten des Stadtgebietes, am Rande des großen Moores Cenas tīrelis, liegt der Stadtteil Jaunmārupe (lettisch: Neu-Mārupe).
Sehenswürdigkeiten
Literatur
Astrīda Iltnere (Red.): Latvijas Pagasti, Enciklopēdija. Preses Nams, Riga 2002, ISBN 9984-00-436-8.
Fußnoten
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