Hugo Krötzsch (* 26. Februar 1858 in Leipzig; † 30. Mai 1937 ebenda) war ein Verleger philatelistischer Literatur, Briefmarken-Prüfer, Briefmarkenhändler und Kenner altdeutscher Marken.Krötzsch, Hugo. In: Wolfram Grallert: Lexikon der Philatelie. 2. Auflage. Phil*Creativ GmbH, Schwalmtal 2007, ISBN 978-3-932198-38-0, Seite 214Krötzsch, Hugo. In: Wolfgang Maassen: Wer ist wer in der Philatelie? Ein Lexikon namhafter Philatelisten des 19./20. Jahrhunderts, Phil*Creativ Verlag, Schwalmtal 1999, ISBN 3-932198-32-8, Seite 111 f
Leben Er war bekannter philatelistischer Schriftsteller mit sehr vielen Fachartikeln. Er hatte einen eigenen philatelistische Verlag in Leipzig, Langestraße 22, ab 1893, abgerufen am 4. Februar 2011 mit der Absicht, alle seinerzeit bekannten und beliebten Postgebiete handbuchartig herauszubringen.Hugo Krötzsch. In: Großes Lexikon der Philatelie, Bertelsmann Lexikon Verlag 1978, Band 1, Seite 393 Er brachte zudem Sammlerzubehör heraus. In den 1890er Jahren brachte er mit dem „Horn-Album“ und dem „Schwarz-Album“ zwei verschiedene Feldervordrucke für Briefmarkensammler auf den Markt.Horst Hille: Pioniere der Philatelie. Verlag Phil Creativ, Schwalmtal 1995, ISBN 3-928277-17-0, Seite 67 Er war befreundet mit dem Philatelisten Arthur Ernst Friedrich Glasewald, in dessen Nähe er wohnte und hatte gute Kontakte zum philatelistischen Verlag der Gebrüder Senf in Leipzig. Krötzsch war Herausgeber der Deutschen Briefmarken-Zeitung von 1896 bis 1919 und von 1894 bis 1896 die „Vierteljahrs-Beiträge zum philatelistischen Permanent-Sammelwerk“.Hugo Krötzsch. In: Grosses Lexikon der Philatelie. 1. Auflage, Albert Kürzl Verlag München 1923, Seite 395 Außerdem war er Prüfer für Bergedorf-Marken. Seine große philatelistische Bibliothek ging über an den Verleger Carl Gustav Vogel, Pößneck, dann an dessen Söhne und schließlich an die Deutsche Bücherei in Leipzig.Horst Hille: Pioniere der Philatelie. Verlag Phil Creativ, Schwalmtal 1995, ISBN 3-928277-17-0, Seite 68
Krötzsch hatte einen Sohn mit dem Namen Kurt (1892–1944), der ab 1. Juli 1929 Inhaber des Geschäfts wurde und dieses jahrelang weiterführte.
Werke „Permanentes Handbuch der Postfreimarkenkunde“ (1893/97) als Herausgeber, auch als „Krötzsch-Handbücher“ bekannt „Illustrierten Katalog über deutsche Postfreimarken“ (1896) „Handbuch über Bergedorf-Marken“ als Herausgeber
Mitgliedschaften BSV Gößnitz IPHV Berlin Sächsischer Briefmarken-Händler-Verein Germania-Ring (Ehrenmitglied)
Auszeichnungen 1920 Hans-Wagner-Medaille 1928 Lindenberg-Medaille 1929 Glasewald-Medaille
Literatur Wolfgang Flemming: Hugo Krötzsch – ein Leipziger Altmeister der Philatelie und ihrer Literatur. In: philatelie Nr. 195 / Philatelie und Postgeschichte Nr. 116, Januar 1991, S. 41, 42, 47, 48 Horst Hille: Pioniere der Philatelie. Phil Creativ, Schwalmtal 1995, ISBN 3-928277-17-0, S. 64–68 Wolfgang Maassen (Hrsg.): Wer ist wer in der Philatelie? Ein Lexikon namhafter Philatelisten des 19./20. Jahrhunderts. Phil Creativ, Schwalmtal 1999, ISBN 3-932198-32-8, S. 111 f Wolfgang Maassen: Wer ist wer in der Philatelie?, Band 3, I–L, Phil Creativ, Schwalmtal, 3. Auflage, 2020, ISBN 978-3-932198-97-7, S. 173–175 Hans Meyer: Die Philatelie im „Dritten Reich“. Die Organisationen der Sammler und Händler 1933–1945. o. O. 2006, S. 268 f
Einzelnachweise
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