Mirapolis war ein französischer Themenpark bei Paris. Er lag in der Teilgemeinde Courdimanche der Planstadt Cergy-Pontoise im französischen Département Val-d’Oise in der Nähe der A 15, wurde am 20. Mai 1987 eröffnet und bereits am 20. Oktober 1991 aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Mit insgesamt 47 ha (30 ha Park und 17 ha Parkplatz) war er der erste große Freizeitpark Frankreichs. Er wurde für 28.000 Besucher pro Tag ausgelegt, war in acht Bereiche eingeteilt und bot bei der Eröffnung 29 Attraktionen einschließlich Shows. Bei der Schließung existierten 60 Attraktionen sowie 13 Souvenirläden, 8 Restaurants und 12 Imbissstände, sogenannte „Mirabars“.

Der Park thematisierte große französische Romane und Geschichten. Die Hauptattraktion war die 35 Meter hohe Statue Gargantua mit Restaurant und Fahrgeschäft im Inneren, benannt nach einer Figur aus dem Romanzyklus Gargantua und Pantagruel. Sie war die höchste freistehende Statue Europas und die zweitgrößte weltweit nach der Freiheitsstatue. Weitere Attraktionen neben Le Géant Gargantua waren La Descente des rapides (= Schnelle Abfahrt). La Ville d’Ys (= Die Stadt Ys), Le Château des sortilèges (= Das Zauberschloss). Les Impressionnistes (= Die Impressionisten). und Le Palais des merveilles (= Palast der Wunder).

Attraktionen „L'Entrée“, übersetzt „Eingangsbereich“ „L'Entrée“ (übersetzt „Der Eingang“)

1. * Kassen

Einmalig Eintritt für einen Tag bezahlen und freien Zugang zu allen Fahrgeschäften und Paraden/Shows.

2. * Accueil – Kioskques des Hotesses (übersetzt „Willkommen – Kiosk der Hostessen“)

Information im Eingangsbereich.

3. * Poussettes (übersetzt „Kinderwagen“)

Kinderwagenstation

4. * La Boutique Souvenirs (übersetzt „Souvenir Boutique“)

Laden mit Erinnerungsstücken (Andenkenladen; Souvenirs; Souvenirshop).

„Le Sommet de la grande Frousse“ (übersetzt „Der Gipfel des großen Bammels“)

5. * Le Grande de Mirapolis (übersetzt „Der Große von Mirapolis“) („Mirapolis-Express“) (Parkbahn) (1987)

Bahnhof/Station von Parkbahn „Mirapolis Express“ im Eingangsbereich (1987)

Drei Züge standen zur Verfügung. Die Bahn transportierte die Besucher durch den Park. Die Bahn hatte zwei Stationen. Eine im Eingangsbereich, die andere bei der Statue Gargantua. Nach der Schließung wurde die Bahn an den Spreepark Plänterwald in Berlin verkauft, der aber nur einen Zug nutzte und die beiden anderen Züge als Ersatzteilspender ausschlachtete, wobei jedoch zunächst der blaue Zug im Einsatz war und später bis zuletzt der grüne Zug.Santa Fe-Express, auf berliner-spreepark.de, abgerufen am 25. Februar

6. * Le Tourbillon (1987) (übersetzt „Der Wirbel“)

Eine karussellähnliche Krake mit der Ästhetik einer Troika und Werksgondeln: ein Paratrooper.

7. * Le Miralooping (1988) (Achterbahn)

Eine Stahlachterbahn der Firma Vekoma mit vier Inversionen (Typ MK 1200 Double Loop Corkscrew). Nach der Schließung wurde die Bahn an den Spreepark Plänterwald in Berlin verkauft. Dort fuhr sie bis zur Schließung unter dem Namen Mega Looping weiter, bis der Park 2001 schloss. Seit 2003 ist die Bahn in der Fabrikus World (Frankreich) unter dem Namen Euroloop zu finden.Mega-Loop, auf berliner-spreepark.de, abgerufen am 25. Februar

8. * Les Velos Droles (übersetzt „Die lustigen Fahrräder“)

Hüpfende Fahrräder. Kennt man in Deutschland aus kleineren Parks und Tierparks.

„Le Domaine des enfants“, übersetzt „Der Bereich der Kinder“ (Kinderland)

„Le Paradis des Comptines Gourmandes“ (übersetzt „Das Paradies der verfressenen Abzählreime“)

9. * Le Palais de Dame Tartine (1987) (übersetzt „Der Palast von Frau Butterbrot“)

Diese Attraktion, teilweise von der SFP realisiert, hat ihren Namen von einem Kinderlied. Der Besucher entdeckt die Magie der vier Jahreszeiten. Dieser Palast befand sich im Bezirk Dame Tartine, im Bereich der Kinder gelegen. Es ist eine Animation mit elektrischen und beweglichen Tierpuppen, die sprechen.

10. * La Piscine à boules (1987) (übersetzt „Ball-Pool“)

„LA PISCINE A BALLE“, übersetzt „POOL A BALL“

War ein Ball-Pool und stand bei der Attraktion Le Palais de Dame Tartine.

L'Arbre Lumière (1987) (übersetzt „Das Licht im Baum“) (Animatronictheater) Das Theater hatte Platz für 200 Personen. Es wurde eine Show mit Fabelwesen gezeigt.

11. * La Ballades des Automates (1987) (übersetzt „Die Ballade der Automaten“) bzw. Galerie des Automates (übersetzt „Galerie der Automaten“) (Märchenrundgang)

Rund um das Animatronictheater befanden sich verschiedene Szenen, in denen animierte Figuren Märchen und französische Legenden erzählten.

12. * Le Spectacle de l’Arabre Lumidre (übersetzt „Die Show des Arabers Lumidre“; „The Show l’Arabre Lumidre“)

Show

13. * Les Caravelles (1987) (übersetzt „Die Karavellen“)

Eine Schiffsfahrt (Berg- und Talbahn) vom Typ Music Express, bzw. Musik Express (Berg- und Talbahn#Musik Express), aber die Version für Kinder von der Kategorie „Koggenfahrt“. Befand sich vor dem Palais de Dame.

14. * Le Petit Train des Comptines (1987) (übersetzt „Der kleine Zug der Reime“)

Zwei kleine Züge in Form von mindestens einem Hasen und mehreren Elefanten. Diese Attraktion war in der Nachbarschaft von Dame Tartine.

15. * Le Kaleidoskope (1987) (übersetzt „Das Kaleidoskope“)

Attraktion neben dem Palace Dame Tartine. Diese Attraktion ist eine Anspielung auf die Kindheit von Anne Fourcade, Kaleidoskopesammlung.

16. * Le Maison de Brioche (übersetzt „Das Briochehaus“)

Restaurant

17. * Le Terrasse des Délices (übersetzt „Die Terrasse der Lüste“)

Gletscher

18. * O Panier Gourmand (übersetzt „Oh, Fresskorb“)

Restaurant

19. * Le Relais Bébé

Théâtre des marionnettes (1987) (übersetzt „Puppentheater“) War ein Puppentheater, das sich in der Außenwand des Kinderlandes befand. Die Sitzplätze (150) befanden sich im Freien, vor dem Palast der Dame Tartine.

„La Terre de L’Aventure“ (übersetzt „Die Erde des Abenteuers“)

20. * Le Champ (übersetzt „Der Champ“)

Hüpfburg

La Cité des Robots (übersetzt „Die Stadt der Roboter“) Restaurants und Geschäfte in der Stadt der Roboter. Navette aux Mille Sensations (1988) (übersetzt „Shuttle der tausend Sensationen“) War eine bereifte Parkeisenbahn (Midi Train), die durch den Park fuhr. Der Bahnhof befand sich im Bereich der Roboterstadt. Galeries des Jeux et Réflexes (1987) (übersetzt „Galerien der Spiele und Reflexe“) War ein Spiegellabyrinth. Stand in der Nähe der Roboterstadt (ging nach der Schließung an den Spreepark).Spiegellabyrinth, auf berliner-spreepark.de, abgerufen am 25. Februar Charivari (1988) (übersetzt „Pandämonium“): War ein Kino.

„La Descente des Rapides“, übersetzt „Die Stromschnellenabfahrt“ (Trillbereich) 21. * Le Bâteau Pirate Junior (1988) (übersetzt „Das Junior-Piraten-Schiff“)

Kinderschiffschaukel von Huss Rides.

22. * Le Galion du Corsaire Rouge (1988) (übersetzt „Die Galione des roten Korsaren“)

Schiffschaukel von Zamperla Rides. Ging nach der Schließung an einen Niederländischen Schausteller der mit ihr durch China Tourte. Nach erneuten Verkauf ist der Verleib der Schaukel unbekannt.

23. * Le Château du Prince Noir (übersetzt „Das Schloss des Schwarzen Prinzen“)

24. * Le Parcours de Robin des Bois (übersetzt „Der Weg von Robin Hood“) bzw. Quick Cup (1987) (übersetzt „Schnelle Tasse“) (Tassenbahn)

Eine Tassenbahn von Mack Rides mit dem Aufdruck des ehemaligen Maskottchens von Nesquik. Die Bahn wurde nach der Schließung im Spreepark Plänterwald wiederaufgebaut. Sie befindet sich noch heute auf dem Gelände.Riesentassen „Roting Cup“, auf berliner-spreepark.de, abgerufen am 25. Februar

25. * La Chocolatiere (übersetzt „Der Schokoladenladen“)

Schokoladenherstellung und Schokoladenverkauf.

26. * Les Montgolfières (1988) (übersetzt „Der Heißluftballon“) (Ballonfahrt) Eine Ballonfahrt der Firma Zamperla Rides mit einer Kapazität von 1.200 Personen in der Stunde.

27. * La Descente des Rapides (1987) (übersetzt „Die Stromschnellenabfahrt“) (Wildwasserbahn)

Eine Bahn des Herstellers Mack Rides. Der höchste Punkt lag auf 14 Metern. Die Bahn war für 1.800 Personen pro Stunde ausgelegt. Die Bahn hatte eine Besonderheit, die es bis dahin noch bei keiner anderen Wildwasserbahn von Mack Rides gegeben hat. Nach der Abfahrt fuhr man über einen kleinen Hügel, um dann erneut ins Wasser einzutauchen was einen hohen Nässegrad zur Folge hatte. Nach der Schließung wurde die Bahn an den Spreepark Plänterwald in Berlin verkauft. Dort fuhr sie unter dem Namen „Grand Canyon“ bis zur Schließung. Sie befindet sich heute noch auf dem Gelände.Grand Canyon, auf berliner-spreepark.de, abgerufen am 25. Februar

28. * Les Pirates (übersetzt „Die Piraten“)

Restaurant

29. * La Photo des Rapides (übersetzt „Das Stromschnellenfoto“)

Fotostation der Wildwasserbahn für Erinnerungsfotos.

30. * Mirabar

Imbiss

31. * La Rivière des Castors (1987) (übersetzt „Der Bieberfluss“) (Floßfahrt)

Eine Floßfahrt vorbei an animierten und mit Wasser spritzenden Biberfiguren. Nach der Schließung wurde die Bahn an den Spreepark Plänterwald verkauft. Dort wurde sie umgebaut und mit den Schwänen der Schwanenfahrt weiter genutzt. Die Bahn befindet sich noch heute im geschlossenen Park. Die Boote wurden ebenfalls vom Spreepark gekauft. Sie sollten für die nie fertiggestellte Dinofahrt verwendet werden.berliner-spreepark.de

32. * Le Bâteau Pirate (1987) (übersetzt „Das Piratenschiff“)

Eine Schiffschaukel des Herstellers Huss Rides. Nach der Schließung wurde die Bahn an den Spreepark Plänterwald verkauft. Dort fuhr es unter dem Namen „Pirat“ bis zur Schließung. Danach wurde sie mehrfach weiterverkauft, u. a. an einen niederländischen Schausteller der für kurze Zeit China (Asien) damit tourte. Auch Denies-Kipp hatte die Schaukel schon in seinem Besitz. Weiterer Verbleib unbekannt.Schiffsschaukel „Pirat“, auf berliner-spreepark.de, abgerufen am 25. Februar

33. * Le Télépherique (übersetzt „Die Seilbahn“)

Seilbahn

Gravitron (1988) (übersetzt „Gravitron“) Karussell vom Typ Gravitron (Gravitation). Montagne Molle (1988) (übersetzt „Weicher Berg“) War eine Hüpfburg. Mini Dragons (1988) (übersetzt „Minidrachen“) (Drachenflug) (Hängegleiter) (Fliegerbahn) Eine Bahn, die statt mit Flugzeugen, mit Drachen ausgestattet war. Die Bahn wurde von der Firma Zamperla hergestellt. Nach der Schließung wurde die Bahn an den Saint Paul Park in Frankreich verkauft. Dort wurde der Betrieb der Bahn 2009 eingestellt. Irrtümlich wird oft gemeint, es handle sich um Drachen aus der Ritterzeit. Es handelt sich aber um Hängegleiter. Chemin des Tortues (1988) (übersetzt „Schildkrötenweg“) Es war eine Schildkrötenbahn. In Zügen, die wie Schildkröten aussahen, fuhren die Besucher eine kleine Strecke entlang. Hersteller dieser Bahn ist die Firma Zamperla Rides. Mille Pattes (1988) (übersetzt „Tausendfüßler“) War Teil der freien Felder Groquik.

„La Ville d'Ys“, übersetzt „Die Stadt Ys“ „Le Pays des Legends“ (übersetzt „Das Land der Legenden“)

34. * Le Voyage sous la Mer (1987) (übersetzt „Reise unter dem Meer“) (Themenfahrt)

Hersteller Mack Rides. Eine Themenfahrt durch die Tiefen des Meeres. Die Strecke verlief stellenweise 14 Meter unter der Erde. Nach der Schließung wurde das Transportsystem vom Spreepark gekauft. Dort sollte eine Märchenbahn in einer Mehrzweckhalle, die Traumlandpark übernommen wurde entstehen. Die Bahn wurde aus behördlichen Gründen nie fertiggestellt. 1994 eröffnete die Bahn dann im Europa-Park unter dem Namen Universum der Energie. Seit 2018 wird die Bahn unter dem Namen Madame Freundreichs Curiosités betrieben.INTERVIEW MIT NORBERT WITTE, auf berliner-spreepark.de, abgerufen am 25. FebruarUniversum der Energie - Dinosaurierfahrt, auf epfans.info

35. * Le Miratlantide (übersetzt „Miratlantis“)

Restaurant

36. * Le Manège de chevaux de bois (1987) (übersetzt „Karussell mit hölzernen Pferden“)

Ein Pferdekarussell. (Standort laut verlinktem Parkplan)

37. * Le Village des Clowns (übersetzt „Das Dorf der Clowns“), bzw. Chapiteau (1987) (übersetzt „Zelt“) (Zirkuszelt)