Willi Schlinske (* 15. Januar 1904 in Berlin als Willy Robert SchlinskeGeburtsregister Standesamt Berlin 8, Nr. 238/1904; † 10. August 1969 ebendaSterberegister Standesamt Berlin-Köpenick, Nr. 1261/1969)Landeseinwohneramt Berlin: Auskunft vom 27. Mai 1999 über Geburts- und Sterbedatum von Willi Schlinske war ein deutscher Gitarrist, Mandolinist und Musikpädagoge.

Leben Willi Schlinske erhielt Gitarrenunterricht bei Heinrich Jordan (1877–1935)Fritz Buek: Heinrich Jordan zu seinem 50. Geburtstag, in "Der Gitarrefreund", Heft 3–4, S. 27, München 1927Zum 50. Geburtstag Heinrich Jordans, in "Österreichische Gitarre Zeitschrift", 1. Jahrgang, Heft 4, S. 94, Wien 1927Fritz Buek: Die Gitarre und Ihre Meister, Nachtrag 1925–1935, Berlin o. J. (1. Auflage von 1925), [hier: Druckfehler "Hans" (statt: "Heinrich") Jordan]Bruno Henze: Geschichte der Gitarre (Manuskript), S. 52 in Berlin. 1932 bis 1949 spielte er die 1. Terzgitarre im Berliner Gitarrenquartett, zusammen mit Gerhard Tucholski (2. Terzgitarre), Erich Bürger (Primgitarre) und Bruno Henze (Quintbassgitarre, Arrangements). Von 1949 bis 1953 war es dann das Berliner Gitarrentrio, ohne Tucholski. Beide Formationen wurden bekannt durch Konzerte und Rundfunkaufnahmen.[Hans-Jürgen Schulz]: Bruno Henze – ein Leben für die Musik, in "Der Gitarrefreund", 12. Jahrgang, Nr. 1/2, München 1961, S. 2–4 Schlinske unterrichtete von 1950 bis etwa 1965 Gitarre und Mandoline an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und danach privatRainer Stelle: Interview mit Margarete Schlinske vom 29. Juni 1982. Auch Wolf Biermann, Nina HagenEva-Maria Hagen: Eva und der Wolf. Econ, Düsseldorf 1998, ISBN 3-430-13757-8, S. 138.Rainer Stelle: Interview mit Eva-Maria Hagen vom 27. Mai 2015 und Henry HübchenRainer Stelle: Interview mit Fred Krüger vom 20. Dezember 2019 lernten bei ihm die Grundlagen des Gitarrenspiels. In den 1950er und 1960er Jahren war er als Gitarrist am Deutschen Theater und den Kammerspielen beschäftigt. Außerdem war er mit seinen Schülern für die Mandolinenmusik beim Berliner Rundfunk zuständig. Der Komponist Rudolf Wagner-Régeny schuf Werke für ihn, darunter seine späten Gitarrenstücke Sonatine und Fünf Miniaturen aus dem Jahr 1951.

Gitarren-Schüler

Margarete Schlinske geb. Körner (1907–1987) (2. Ehefrau von Willi Schlinske), Gitarristin und GitarrenlehrerinTodesanzeige in: Berliner Zeitung, Nr. 276 (November 1987), S. 11 Heinz König (1924–2007), Gitarrist, Gitarrenlehrer, Komponist, HochschuldozentHeinz König: Brief vom 10. April 1991 an Rainer Stelle Ursula Horn (1932–2015), Gitarristin, Gitarren- und Mandolinenlehrerin an der Musikschule Berlin-Lichtenberg, Mandolinistin im Concertino Ensemble Berlin (Konzertmeisterin), Berliner Zupfquintett und an der Komischen Oper BerlinRainer Stelle: Interview mit Ursula Horn vom 10. Dezember 2003Fried Weisbrod (Hrsg.): Berliner Musik-Almanach. Teil 2. Berliner Musikgruppen (E-Musik), Landesmusikrat Berlin e.V., Berlin 1992Matthias Henke: Das Große Buch der Zupforchester, hrsg. vom Bund Deutscher Zupfmusiker, München 1993, S. 220 und 224 (mit Foto) Wolf Biermann (* 1936), deutscher Liedermacher und Lyriker Peter Liebert (1939–1970) (Neffe von Willi Schlinske), Gitarrist, Gitarrenlehrer an der Musikschule Berlin-Wilmersdorf, am Städtischen Konservatorium Berlin, Ensembleleiter, Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft der Musikerzieher an den Volksmusikschulen BerlinsRainer Stelle: Interview vom 13. Juni 1986 mit Ingeburg WießnerRainer Stelle: Interview mit Rainer Voigt vom 28. April 2016Rundschreiben der Arbeitsgemeinschaft der Musikerzieher an den Musikschulen Berlins vom 9. März 1970 (Schriftführer: Peter Liebert)Nach einem Jahr Pause wieder auf der Bühne. Hermann Ebeling wird von Gitarrist Peter Liebert begleitet, in: BILD-Zeitung vom 17. Februar 1968 S. 2, Berlin (mit Foto, siehe: https://www.medienarchiv68.de/dl/5838/article.pdf, abgerufen am 24. Dezember 2019)Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, Berlin: Auskunft vom 13. Mai 2019 über Geburts- und Sterbedatum von Peter Liebert. Norbert Bellmann (1940–1970), Gitarrist und Sänger am Maxim-Gorki-Theater Berlin, Gitarrenlehrer am Kreiskulturhaus TreptowGedenkseite für Norbert Bellmann, abgerufen am 23. Dezember 2019 Herbert Simmeties (1941–1996), Gitarrist, Gitarrenlehrer an der Musikschule Berlin-ZehlendorfHerbert Simmeties: Brief vom 17. November 1994 an Rainer Stelle Lilo Kliem (* 1941), Gitarristin, Gitarren- und Mandolinenlehrerin an der Musikschule Berlin-Lichtenberg, Mandolinistin im Concertino Ensemble Berlin, Leiterin der Musikschule KaulsdorfRainer Stelle: Interview mit Lilo Kliem vom 21. Oktober 2017 Gundula Sonsalla (1944–1999), Gitarristin am Deutschen Theater und den Kammerspielen (1971 bis 1993), beim Kammertrio Berlin, beim Trio "Klassische Liebe", Gitarrenlehrerin an Berliner MusikschulenStefan Sonsalla: E-Mail vom 12. Februar 2019 an Rainer Stelle

Mandolinen-Schüler

Ingeburg Wießner (1924–2011), Mandolinistin beim Staatlichen Volkskunstensemble der DDR in Berlin-Köpenick und beim Berliner Rundfunk, Mandolinenlehrerin Staatliches Volkskunst-Ensemble Der DDR Das Staatliche Volkskunst-Ensemble Der DDR Musiziert, abgerufen am 23. Dezember 2019 Erhard Walther (* 1930), Mandolinist beim Staatlichen Volkskunstensemble der DDR in Berlin-Köpenick, beim Zupforchester Berlin-Köpenick und beim Berliner Rundfunk, MandolinenlehrerRainer Stelle: Interview mit Erhard Walther vom 25. Februar 1992Matthias Henke: Das Große Buch der Zupforchester, hrsg. vom Bund Deutscher Zupfmusiker, München 1993, S. 226 (mit Foto) Günther Koch (* 1932), Mandolinist beim Staatlichen Volkskunstensemble der DDR in Berlin-Köpenick, Gitarrist, Mandolinen- und Gitarrenlehrer an der Musikschule WismarGünther Koch: Brief vom 1. Februar 2018 an Rainer StelleRainer Stelle: Interview mit Günther Koch vom 20. November 2017 Werner Przybilla († 1993), Mandolinist beim Staatlichen Volkskunstensemble der DDR in Berlin-Köpenick, MandolinenlehrerNotiz in: Zupfmusikmagazin Nr. 2/1994, Hamburg Rudolf Smole († 1966), Mandolinist beim Staatlichen Volkskunstensemble der DDR in Berlin-Köpenick, MandolinenlehrerIngeburg Wießner: Brief vom 20. Juni 1967 an Else Goguel

Literatur Józef Powroźniak: Gitarren-Lexikon. Verlag Neue Musik, Berlin 1986 (3. Auflage), S. 190. Brita Rehsöft: Die Geschichte der Gitarrenmusik in der DDR (Diplomarbeit), redigiert und mit Fotos/Noten illustriert von Rainer Stelle (vier Folgen). In: Zupfmusikmagazin: Jahrgang 1994, Nr. 4, S. 140–142, Jahrgang 1995, Nr. 1, S. 9–12, Jahrgang 1995, Nr. 2, S. 59–63, Jahrgang 1995, Nr. 3, S. 100–102 (Fachzeitschrift des Bundes Deutscher Zupfmusiker e. V.) Rainer Stelle: Zum 100. Geburtstag des Gitarristen und Mandolinisten Willi Schlinske. In: Concertino, 57/3 (Hamburg 2004), S. 130–132.

Einzelnachweise

Kategorie:Klassischer Gitarrist Kategorie:Mandolinist Kategorie:Musikpädagoge Kategorie:Hochschullehrer (Hochschule für Musik Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben 1969 Kategorie:Mann