Lew Solomonowitsch Ginsburg (; * in Mahiljou; † 22. November 1981 in Moskau) war ein russischer Violoncellist und Musikwissenschaftler.

Ginsburg war Absolvent und Aspirant des Moskauer Konservatoriums. Er promovierte über Luigi Boccherinis Einfluss auf die Entwicklung des Violoncello-Spiels. Von 1936 bis 1981 lehrte er am Konservatorium Violoncello und Interpretation, ab 1950 als Professor. Seine vierbändige Geschichte der Violoncello-Kunst (1950–1978) gilt als erste Darstellung in russischer Sprache. Zudem veröffentlichte er zahlreiche Artikel, Abhandlungen und Bücher über Karl Dawidow (1950), Pablo Casals (1958), Eugène Ysaÿe (1959) und Mstislaw Rostropowitsch (1962).

Literatur Horst Seeger: Musiklexikon Personen A–Z. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1981, S. 277 (EA Leipzig 1958) Hugo Riemann (Begr.): Brockhaus Riemann Musiklexikon, Bd. 2. Brockhaus, München 1998, ISBN 3-254-08397-0, S. 123.

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Einzelnachweise

Kategorie:Klassischer Cellist Kategorie:Musikwissenschaftler Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1907 Kategorie:Gestorben 1981 Kategorie:Mann Kategorie:Absolvent des Moskauer Konservatoriums