mini|hochkant|Bruno Friedrich auf dem Außerordentlichen Parteitag der SPD im Messe-Kongreß-Zentrum in Köln zur Vorbereitung für die Europa-Parlament-Wahl 1979 Bruno Friedrich (* 31. Mai 1927 in Helmbrechts in Oberfranken; † 20. Juni 1987 bei Biebelried in Unterfranken) war ein deutscher Politiker (SPD). Er war Mitglied des Bundestages, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, und Vizepräsident des Europäischen Parlaments.www.fes.de.
Leben Bruno Friedrich stammte aus einer Weberfamilie und besuchte die Volksschule. Am 21. Februar 1944 beantragte er mit 16 Jahren die Aufnahme in die NSDAP und wurde zum 20. April desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 9.719.785).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/9691599Helmut Gewalt: (PDF-Datei, abgerufen am 24. November 2011; 63 kB). Kriegsdienst leistete er von 1944 bis 1945.
Er absolvierte das Lehrerseminar und arbeitete nach dem Krieg als Grund- und Hauptschullehrer. Von 1951 bis 1959 war er als Redakteur tätig. 1954 wurde er Mitglied der SPD. Von 1960 bis 1962 war er persönlicher Referent von Waldemar von Knoeringen (von 1958 bis 1962 einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD) und von 1962 bis 1965 Bildungsreferent des Parteivorstand. 1970 wurde er Vorsitzender der SPD Franken und 1971 Mitglied des Landespräsidiums Bayern. Von 1972 bis 1980 war er stets über die Landesliste der SPD in Bayern gewähltes Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB), ab 1974 SPD-Bundesvorstand und ab 1976 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.
Von 1978 bis zu seinem Tod war Friedrich außerdem Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP) – dort war er zweimal Vizepräsident.https://www.europarl.europa.eu/meps/de/1671/BRUNO_FRIEDRICH_home.html Im Europäischen Parlament gehörte er neben dem Präsidium u. a. dem Politischen Ausschuss und den Delegationen für die Beziehungen zur israelischen Knesset und zur Bundesversammlung Jugoslawien an.www.fes.de.
Friedrich war Mitglied und teilweise auch Funktionsträger in zahlreichen Organisationen und Institutionen, u. a. in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, der Europa-Union Deutschland, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und im Rundfunkrat der Deutschen Welle und des Deutschlandfunks. Ab 1966 war er Direktor der Gesellschaft für Politische Bildung, einem eingetragenen Verein in Würzburg.
Bruno Friedrich war verheiratet und hatte ein Kind.
Ehrungen 1978: Großoffizier des Ordens des Infanten Dom Henrique 1980: Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 1986: Großes Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland
Literatur Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.), Bruno Jahn (Mitarb.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages. 1949–2002. Bd. 1: A–M. K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 228.
Friedrich, Bruno. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 336.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:SPD-Parteivorstand Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Bayern) Kategorie:Mitglied des Europäischen Parlaments für Deutschland Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern Kategorie:Träger des Ordens des Infanten Dom Henrique (Großoffizier) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1927 Kategorie:Gestorben 1987 Kategorie:Mann