mini|Logo des Engagementpreises
Der Deutsche Engagementpreis ist eine bundesweite Auszeichnung und der wichtigste Preis für freiwilliges Engagement, der jedes Jahr um den Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember in Berlin verliehen wird. Vergeben wird der Deutsche Engagementpreis 2024 erstmals durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt, die die Trägerschaft vom Bündnis für Gemeinnützigkeit und dem Bundesverband Deutscher Stiftungen übernommen hat.Deutscher Engagementpreis: Startseite abgerufen am 19. September 2024.Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt: Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt richtet ab 2024 Deutschen Engagementpreis aus, auf deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de, abgerufen am 19. September 2024.
Wettbewerb Für den Deutschen Engagementpreis können ausschließlich Preisträger:innen der rund 650 Wettbewerbe und Preise für bürgerschaftliches Engagement in der Bundesrepublik Deutschland nominiert werden. Deren Auszeichnung muss den Kriterien des Deutschen Engagementpreises entsprechen, u. a. sollten Preistragende der Bürger- und Engagementpreise durch eine unabhängige Jury benannt worden sein. Eine Eigenbewerbung von engagierten und ehrenamtlich aktiven Menschen ist nicht möglich.
Inhaltliche Kriterien für Nominierungen Die ausgezeichneten Personen und Organisationen (z. B. Vereine, Kommunen, Stiftungen, Unternehmen, Schulen) werden dahingehend überprüft, ob ihr Engagement der Definition von bürgerschaftlichem Engagement entspricht, welche die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages im Jahr 2002 erstellt hat, oder sie bürgerschaftliches Engagement im Sinne dieser Definition fördern:
Bürgerschaftliches Engagement ist freiwillig. Bürgerengagement ist nicht auf materiellen Gewinn ausgerichtet und ganz überwiegend unentgeltlich. Mindestens ein Effekt des bürgerschaftlichen Engagements muss ein positiver Effekt für Dritte sein, es muss also gemeinwohlorientiert sein. Bürgerengagement ist öffentlich, bzw. findet im öffentlichen Raum statt. In der Regel wird bürgerschaftliches Engagement gemeinschaftlich, bzw. kooperativ ausgeübt. Es umfasst also nicht nur das Engagement im Sinne des traditionellen Ehrenamtes, wie es am Häufigsten im Verein vorkommt.
Bürgerschaftliches Engagement ist somit immer die Investition von zeitlichen, materiellen und/oder finanziellen Ressourcen, die der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts dienen, am Gemeinwohl orientiert sind sowie zu einer Verbesserung von gesellschaftlichen Problemlagen beitragen.
Bestimmte Kriterien (z. B. Ausrichtung auf materiellen Gewinn) können einen Ausschlussgrund darstellen. Das Projektbüro gemeinsam mit den Förderern des Deutschen Engagementpreises behält sich eine Entscheidung darüber in Zweifelsfällen vor.
Die Verleihung des Deutschen Engagementpreises erfolgt auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der in den Grundrechten zum Ausdruck kommenden Werte und des Rechtsstaats. Preisausrichter sind gehalten, dies neben den fachlichen Kriterien bei der Nominierung ihrer Vorschläge für den Deutschen Engagementpreis zu beachten. Von der Teilnahme am Deutschen Engagementpreis kann ausgeschlossen werden, wer diese Werte und Regeln verletzt.
Kategorien Der Deutsche Engagementpreis wird seit 2025 in fünf Kategorien sowie per Publikumspreis verliehen: „Anstoßen“, „Verbinden“ „Verändern“, „Bewahren“ und „Ich für uns“. Über den Publikumspreis entscheidet die Bevölkerung in einem öffentlichen Online-Voting.
Datenbanken Preiselandschaft und Engagiertensuche Auf der Website des Deutschen Engagementpreises findet sich die Datenbank Preiselandschaft, die Informationen zu rund 650 regionalen und bundesweiten Preisen für freiwilliges Engagement bereithält. In der Engagiertensuche sind ausgezeichnete Engagementinitiativen porträtiert, die für den Deutschen Engagementpreis nominiert wurden, und eine Übersicht über Best-Practice-Beispiele zu freiwilligem Engagement gibt.
Initiator und Förderer Initiator des Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit, ein Zusammenschluss von großen Dachverbänden und unabhängigen Organisationen des Dritten Sektors sowie von Experten und Wissenschaftlern. Das Projekt Deutscher Engagementpreis war von 2009 bis 2023 beim Bundesverband Deutscher Stiftungen angesiedelt. Seit 2024 richtet die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt den Preis aus. Der Deutsche Engagementpreis wird von der Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt gefördert.
Geschichte Der Deutsche Engagementpreis wurde erstmals 2009 im Rahmen der Kampagne „Geben gibt.“ mit dem Ziel ausgelobt, die Anerkennungskultur für freiwilliges Engagement in Deutschland zu stärken. Engagierte Personen, Organisationen und Unternehmen sowie engagementfördernde Kommunen konnten von anderen Menschen oder Organisationen für den Preis vorgeschlagen werden.
Von 2010 bis 2014 wurde der Preis in den Kategorien „Politik & Verwaltung“, „Wirtschaft“, „Gemeinnütziger Dritter Sektor“, „Einzelperson“ „Publikumspreis“ sowie einer jährlich wechselnden Schwerpunktkategorie vergeben.
Mit einer Weiterentwicklung des Preises ab 2015 zum Dachpreis für freiwilliges Engagement rückt der Deutsche Engagementpreis die bestehende Auszeichnungsvielfalt für freiwilliges Engagement in den Fokus. Durch die Zusammenarbeit mit den Ausrichtern der zahlreichen Engagement- und Bürgerpreise soll ganzjährig die Anerkennungskultur für freiwilliges Engagement gestärkt werden.
Bisherige Preisträger 2009 Mitwirkende bei der Preisverleihung u. a. Alfred Biolek, Eckart von Hirschhausen, Dietmar Meister, Ronny Ziesmer, Walter Sittler Kategorie Dritter Sektor: Grünen Damen und Herren der Evangelischen Krankenhaus-Hilfe e. V. (EKH) Kategorie Politik & Verwaltung: Bürgerkommune Nürtingen Kategorie Einzelperson: Günter Bechtold für sein Projekt Fußball baut Brücken Kategorie Sozialunternehmen (statt Kategorie Wirtschaft): Katja Urbatsch für ihre Initiative ArbeiterKind.de Kategorie Publikumspreis: Sozialhelden
2010 Mitwirkende bei der Preisverleihung u. a. Kristina Schröder, Dunja Hayali, Dietmar Meister Stefan Klein, Dirk Roßmann, Sara Nuru, Bas Böttcher Kategorie Dritter Sektor: Bundesverband Menschen in Insolvenz und neue Chancen e. V. (BV Inso) Kategorie Politik & Verwaltung: Stadt Arnsberg Kategorie Einzelperson: Kazim Erdogan, Initiator der Initiative „Aufbruch Neukölln e. V.“ Kategorie Wirtschaft: die Zeitung B.Z. mit ihrem Projekt „Berliner Helden“ Kategorie Jugendengagement: Schüler Helfen Leben Kategorie Publikumspreis: Ali Dogan, Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland (BDAJ)
2011 Mitwirkende bei der Preisverleihung u. a. Kristina Schröder, Stefan Rupp, Cosma Shiva Hagen, Bilkay Öney, Sarah Wiener, Johannes Stockmeier, Daniela Ziegler, die 17 Hippies Kategorie Politik & Verwaltung: Stadt Augsburg – Büro für Bürgerschaftliches Engagement mit dem Bündnis für Augsburg Kategorie Dritter Sektor: Initiative Arbeit durch Management / PATENMODELL Kategorie Einzelperson: Heinz Frey – DORV-Zentrum GmbH Kategorie Wirtschaft: Robert Bosch GmbH – Türkisches Forum bei Bosch Kategorie Engagement von Älteren: Bundesverband Seniorpartner in School e. V. Kategorie Publikumspreis: abgeordnetenwatch.de
2012 Mitwirkende bei der Preisverleihung u. a. Ulrich Khuon, Anja Heyde, Heribert Prantl, Lutz Stroppe, Tessa Mittelstaedt, Michael Hüther, Nina Eichinger, David Pereira, Lasse Samström Kategorie Politik & Verwaltung: Stadt Pirmasens – Verbesserung der lokalen Bildungslandschaft Kategorie Einzelperson: Jürgen Ludwig – Engagement in der Interessengemeinschaft Stadtökologie Arnstadt e. V. Kategorie Wirtschaft: RWE – COMPANiUS-Initiative Kategorie Dritter Sektor: KICKFAIR e. V. Generali-Sonderpreis für Rückgrat: Interessengemeinschaft Golzheim aktiv Kategorie Engagement vor Ort: ZiP – Zusammen in Parchim Kategorie Publikumspreis: Storch Heinar
2013 Mitwirkende bei der Preisverleihung u. a. Kristina Schröder, Mitri Sirin, Bernhard Wolff, Miriam Pielhau, Georgette Dee, Christoph Schüchner, Sommer Ulrickson, Marie-Lou Sellem, Hildigund Neubert, Hans Fleisch, Gregor Wollny, Andreas Hoppe Kategorie Politik & Verwaltung: Gemeinde Riegel – Initiative BEreit Kategorie Einzelperson: Rosi Gollmann – Gründerin der Andheri-Hilfe Bonn Kategorie Wirtschaft: Alfred Kiess GmbH Kategorie Dritter Sektor: Deutscher Wanderverband Sonderpreise für bürgerschaftlichen Einsatz während der Hochwasserkatastrophe an: Deggendorf räumt auf, den Frauenverein Maxi und das Mehrgenerationenhaus Grimma Kategorie Gemeinsam wirken – mit Kooperationen Brücken bauen: Deutsches Bündnis gegen Depression Kategorie Publikumspreis: Ingenieure ohne Grenzen
2014 Mitwirkende bei der Preisverleihung u. a. Manuela Schwesig, Miriam Pielhau, Die Razzzones, Jutta Allmendinger, Bodecker & Neander, Sophie Rosentreter, Henning Scherf, Claus Stötter, Cloozy, Susanne Daubner, Kristina Läsker Kategorie Politik & Verwaltung: Landeshauptstadt Hannover – Projekt Lesementoring Kategorie Einzelperson: Helga Rohra, Demenz-Aktivistin Kategorie Wirtschaft: JÄGER DIREKT, Jäger Fischer GmbH & Co KG Kategorie Dritter Sektor: Maximilian-Kolbe-Werk e. V. – „Demokratieerziehung an sächsischen Schulen durch Zeitzeugengespräche mit Überlebenden des NS-Regimes“ Schwerpunktkategorie 2014 Miteinander der Generationen: Generationsbrücke Deutschland Kategorie Publikumspreis: Der Kleine Nazareno e. V., Hilfsprojekt für Straßenkinder in Brasilien
2015 Mitwirkende bei der Preisverleihung u. a. Manuela Schwesig, Gabi Bauer, Teresa Enke, Dieter Hallervorden, Brigitte Mohn, Gesine Schwan, Jonas Pawelski, Sebastian Turner, Gabor Vosteen, ALFONS Emmanuel Peterfalvi, Jakob Vonau, Sarah Perl, Saskia von Winterfeld Kategorie Chancen schaffen: gemeinnützige Perspektiva GmbH Kategorie Grenzen überwinden: Grand méchant loup – Böser Wolf Kategorie Leben bewahren: Arbeitskreis Leben mit dem Projekt Youth-Life-Line (Online-Jugendberatung) Kategorie Demokratie stärken: Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. Kategorie Generationen verbinden: Integrative Montessori-Schule an der Balanstraße mit dem Projekt WERKSTATT DER GENERATIONEN Publikumspreis: Kinder- und Jugendcircus Blamage e. V. Sonderpreis Willkommenskultur gestalten: DAMF -Deutschkurse Asyl Migration Flucht
2016 Mitwirkende bei der Preisverleihung u. a. Manuela Schwesig, Natalia Wörner, Gerhard Timm, Regina Halmich, Matthias Schulz, Jutta Speidel, Rita Süssmuth, Masud Akbarzadeh, Andreas Wessels, Halves Project, Annett Renneberg, Spacegirls und Jiří Bubeníček. Kategorie Chancen schaffen: SchlaU-Schule, Trägerkreis Junge Flüchtlinge e. V. Kategorie Grenzen überwinden: „Zukunftslabor“ – Eine Initiative der Deutsche Kammerphilharmonie Bremen Kategorie Leben bewahren: Dunkelziffer e. V. Kategorie Demokratie stärken: Jugend hackt, Open Knowledge Foundation Deutschland e. V. und mediale pfade.org – Verein für Medienbildung Kategorie Generationen verbinden: Dörpschaft Witzin e. V. Publikumspreis: Einzelperson Marisa Schroth für Govinda e. V.
2017 Mitwirkende bei der Preisverleihung u. a. Katarina Barley, Andrea Timmesfeld, Christian Kipper, Gerhard Timm, Cacau, Marie-Luise Marjan, Harald Martenstein, Richy Müller, Susanne Pfab, Das niedersächsische Bach-Consortium, Nikolay Matev, Wasili Urbach, Martin Reinl, Georgette Dee und Terry Truck
Kategorie Chancen schaffen: ElKiS – Eltern-Kita-Sprachmittler*innen, ein Projekt des Friedenskreis Halle e. V. Kategorie Grenzen überwinden: Datteltäter Kategorie Leben bewahren: Bürgerwerke eG Kategorie Demokratie stärken: Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg Kategorie Generationen verbinden: Leinefischer im Netz, ein Projekt der Jugendhilfe Göttingen e. V. Publikumspreis: Dein Sternenkind
2018