Die Alain-Foechterle-Erich-Dilger-Brücke ist eine Straßenbrücke am Oberrhein über den Rhein. Sie ist zusammen mit den Brücken über die Staustufe und Doppelschleuse Fessenheim Teil einer Gemeindeverbindungsstraße zwischen dem badischen Hartheim am Rhein und dem elsässischen Fessenheim.
Die Gemeinden gehören zum grenzüberschreitenden örtlichen Zweckverband Mittelhardt-Oberrhein, der 1998 gegründet wurde und sich unter anderem als Ziel die Errichtung eines Rheinübergangs zwischen Hartheim am Rhein und Fessenheim gesetzt hatte. Zudem führen sie seit 1993 eine Jumelage.Hartheim: Ratsnotizen. Badische Zeitung, 19. Juni 2012; abgerufen am 25. Mai 2013Fessenheim auf Hartheim.de Abgerufen am 23. April 2022
Das rund 4,4 Millionen Euro teure Bauwerk hat zwei Fahrstreifen. Der eine ist Fußgängern und Radfahrern vorbehalten, der andere ampelgesteuert und für Kraftfahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht vorgesehen. Etwa 500 Fahrzeuge täglich benutzen die Brücke.
Die 210 Meter lange und 6,85 Meter breite Balkenbrücke ist eine Stahlverbundkonstruktion mit fünf Feldern. Sie hat Stützweiten von 30 Metern bei den beidseitigen Randfeldern und von 50 Metern bei den übrigen drei Innenfeldern.
Geschichte Der Grundsteinlegung für den kommunalenRainer Ruther: Kreis Breisgau-Hochschwarzwald: Zusammenarbeit, die Brücken geschlagen hat. Badische Zeitung, 31. Januar 2013; abgerufen am 25. Mai 2013 Brückenbau war am 22. April 2005; am 20. Mai 2006 folgte in Anwesenheit des damaligen französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac die Einweihung der Hardtbrücke Erich Dilger. Erich Dilger war Hartheimer Bürgermeister von 1982 bis 2001 und verstarb am 29. Juli 2001 in Mindszent, der ungarischen Partnerstadt von Hartheim.Otmar Faller: Hartheim: Erinnerung an einen Grenzüberschreiter. Badische Zeitung, 3. August 2011; abgerufen am 25. Mai 2013
Im Jahr 2008 wurde zusätzlich der ehemalige Fessenheimer Bürgermeister Alain Foechterle (1989–2008) Namensgeber. Foechterlé selbst war bei der Eröffnung der Brücke im Jahr 2006 anwesend gewesen und war im Jahr 2008 während eines Neujahrsempfangs der Gemeinde an einem Herzinfarkt verstorben. rheinbruecke.org; abgerufen am 25. Mai 2013
Seit 18. Juni 2010 ist die Brücke offizieller Teil des Jakobsweges nach Santiago de Compostela.
2011 plante der Zweckverband die Errichtung eines deutsch-französischen Dokumentationszentrums, in dem der Brücke als Ausstellungsort zentrale Bedeutung zukommen sollte.Ingeborg Grziwa: Heitersheim: Das Projekt wird greifbar. Badische Zeitung, 24. Juni 2011; abgerufen am 17. September 2011 Ein Ideenwettbewerb hierzu brachte bis April 2012 vier Vorschläge.Ingeborg Grziwa: Kreis Breisgau-Hochschwarzwald: Eine Idee wird in die Tat umgesetzt. Badische Zeitung, 30. September 2011; abgerufen am 25. Mai 2013
Im Hochsommer 2013 sorgten Hochwasserschäden an einem Sockel des Brückenpfeilers für Verwirrung bezüglich Bedeutung und Folgen.
Während der Grenzschließungen aufgrund der Covid-19-Pandemie war die Brücke im Frühjahr 2020 einige Zeit gesperrt, ebenso wegen des Hochwassers im Februar sowie der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021.
Film Unter dieser Brücke auf deutscher Seite spielte eine Eingangsszene des Filmes Tag der Wahrheit, wo eine Leiche angeschwemmt wurde.
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