Bernhard Schultze (* 20. November 1622 in Bremen; † 30. Dezember 1687 in Kiel) war ein deutscher Rechtswissenschaftler und Kameralist.

Leben Schultze hatte an der Universität Helmstedt studiert, wo er 1651 zum Doktor der Rechtswissenschaften promovierte. Drei Jahre später erhielt er einen Ruf als Professor der Politik an der philosophischen Fakultät der Universität Rinteln, wurde dort später Professor an der juristischen Fakultät, Rat und Konsistorialassessor. 1674 folgte er einer Berufung als Professor an die juristische Fakultät der Universität Kiel, welche Stelle er bis zu seinem Lebensende begleitete und auch das Amt eines Vizekanzlers versah.

Seine sehr zahlreichen fachwissenschaftlichen Schriften, meist in Form kleinerer Abhandlungen geschrieben, umfassen fast alle Gebiete der Rechtswissenschaft, vornehmlich aber die Enzyklopädie und Philosophie der Rechtswissenschaften, das Staats- und Völkerrecht und das Strafrecht. Daher sind die Proponentenaktivitäten aus seinem Werkverzeichnis herausgelassen und können im Strieder nachvollzogen werden. Werke Disp. Inaug. (pro Gr. Dr.) de jure primoge-niturae ( Praes. Joh. Mehlbaum ). Helmstedt 1651 Disp. de jure defensionis privatae. Rinteln 1654 Disp. de iaviolabili regum autoritate. Rinteln 1655 Disp. de natura & principiis jurisprudentiae. Rinteln 1655 Disp. de Charta Bianca. Rinteln 1656 Disp. de sententiis. Rinteln 1656 Disp. de jure deliberations & bcneficio invtararis. Rinteln 1661 Disp. de testamentis ordinandis. Rinteln 1662 Disp. de transitione actionum in haeredes. Rinteln 1662 Disp. de rescripts moratoriis. Rinteln 1664 Conclusionum forensium ad L. libros Digest, eiercitatt. I-XXXII. Rinteln 1665 Disp. de pignoribus. Rinteln 1667 Disp. de testamentis. Rinteln 1667 Disp. de donatione inter conjuges. Rinteln 1667 Disp. ad can. redintegranda 3. Causs. 3. qu. I de restitutione spoliatorum. Rinteln 1668 Disp. de juramentis. Rinteln 1668 Disp. de jure retractus lineali seu gentilitio. Kiel 1675 Disp. condictione indebiti. Kiel 1677 Dïsp. de beneficio competentiae. Kiel 1677 Positiones juris miscellanaae. Kiel 1686

Literatur

Friedrich Wilhelm Strieder: Grundlage zu einer hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte. Verlag I. H. G. Griesbach, Kassel, 1804, Bd. 14, S. 20–29, (Online)

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