mini|Fritz von Ostini gezeichnet von Paul Heyse im Jahr 1899 mini|Fritz von Ostini, um 1919 Friedrich Fabrizius Max Karl Freiherr von Ostini (* 27. Juli 1861 in München; † 1. Juni 1927 in Pöcking) war ein deutscher Redakteur, Schriftsteller, Humorist und Lyriker.
Leben Fritz von Ostini absolvierte 1880 das Ludwigsgymnasium in München und begann im Anschluss daran an der dortigen Universität Jura zu studieren. Seinen literarischen und künstlerischen Neigungen folgend, wechselte er bald an die Akademie der Bildenden Künste München und war für einige Semester Schüler bei den Professoren Alois Gabl und Ludwig von Herterich. Während seines Studiums wurde er Mitglied des AGV München im Sondershäuser Verband.Otto Grübel, Sondershäuser Verband Deutscher Studenten-Gesangvereine (SV): Kartelladreßbuch. Stand vom 1. März 1914. München 1914, S. 107.
Ostini publizierte gelegentlich neben dem Studium für die „Süddeutsche Presse“. Mit 26 Jahren (1887) wurde er fester Mitarbeiter der Münchner Neuesten Nachrichten und übernahm die Redaktion des Feuilletons.
Als Georg Hirth 1896 die Kunst- und Literaturzeitschrift Jugend gründete, wurde Fritz von Ostini deren leitender Redakteur. Er zeichnete mit „F. v. O.“, so etwa das Gedicht „Er war ein König!“ über Ludwig II. in der „Jugend“ Nr. 35/1902.
Von Ostini schrieb weiterhin als Kunstreferent für die Münchner Neuesten Nachrichten und verfasste Artikel für verschiedene Kunstzeitschriften.
Besondere Beachtung fanden unter anderem seine zahlreichen Künstlermonographien, wie zum Beispiel über Eduard Grützner, Franz von Defregger und Julius Diez, mit denen er zum Teil auch freundschaftlich verbunden war.
Fritz von Ostini war verheiratet mit Sophie Hohnhaußen und Vater von drei Söhnen und einer Tochter.
Schriften (Auswahl) mini|Arme Seelen : Geschichten und Schnurren (2. Auflage 1910), Bildschmuck von Paul Rieth
Großes und Kleines, 1888 Arme Seelen, Geschichten und Schnurren, 1905 (PDF, 2. Auflage, 1910 auf Wikimedia Commons) Deutsche Illustratoren, 1906 Schwarmgeister, Gedichte aus Zeit und Zufall, 1908 Der kleine König, 1909 München in der Kriegszeit, 1915 Tat und Schuld, 1919 Fröhliche Kindheit, 1921 Prinzessin Goldkind und die Wunderlilie, 1922 Wurstel-Peters Mondreise, 1922
Künstlermonographien Eduard Grützner, 1896 Hans Thoma, 1900 Fritz von Uhde, 1902 Anselm Feuerbach, 1903 Arnold Böcklin, 1904 Anton Braith, 1905 Franz von Defregger, 1905 Wilhelm von Kaulbach, 1906 Adolf Hölzel, 1907 Wilhelm Busch, 1908 Leo Samberger, 1910 Hugo von Habermann, 1912 Carl Spitzweg, 1912 Paul Hoecker und seine Schule, 1913 Franz von Stuck, 1920 Fritz Erler, 1921 Edward Cucuel, 1924 Aus Moritz von Schwinds Füllhorn, 1925
Literatur
Wilhelm Zils (Hrsg.): Geistiges und künstlerisches München in Selbstbiographien. Kellerer, München 1913, S. ? (Digitalisat).
Weblinks
Nachlass in der Bayerischen Staatsbibliothek
Einzelnachweise
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