Als exsudative Gastroenteropathie bezeichnet man in der Medizin eine Erkrankung des Magen-Darm-Trakts, die mit einem Eiweißverlust über die Magen- und/oder Darmschleimhaut einhergeht. Die exsudative Gastroenteropathie ist keine eigenständige Krankheit, sondern wird durch verschiedene Grunderkrankungen ausgelöst. Pathogenetisch ist eine Lymphstauung der Auslöser. Typische Folge ist ein Mangel an Bluteiweißen (Serumproteinen), vor allem Albumin und Globuline (außer IgE).
Das klinische Bild ist durch Ödeme und ein Malabsorptionssyndrom mit Durchfall und Gewichtsabnahme gekennzeichnet.
Ursachen Mögliche Ursachen für eine exsudative Gastroenteropathie sind: Zöliakie Morbus Crohn Colitis ulcerosa bakterielle Fehlbesiedlung Morbus Whipple Parasiten im Magen-Darm-Trakt Darm-Sarkoidose Darmtuberkulose Ménétrier-Syndrom eosinophile Gastroenteritis Graft-versus-Host-Reaktion systemischer Lupus erythematodes kollagene Kolitis Karzinoid-Syndrom Lymphom des Magen-Darm-Trakts Kaposi-Sarkom lymphoenterische Fisteln konstruktiver Perikarditis Lymphogranulomatose Lymphangiectasia enteralis familiaris
Behandlung Die Behandlung erfolgt durch Abstellen der Grunderkrankung. Symptomatisch wird eine eiweißreiche und natriumarme Diät verabreicht.
Literatur Peter Layer, Ulrich Rosien (Herausgeber): Praktische Gastroenterologie. Elsevier, Urban&FischerVerlag, 3. Ausgabe 2008, ISBN 9783437233715, S. 231–232.
Kategorie:Krankheitsbild in der Gastroenterologie Kategorie:Dünndarm Kategorie:Dickdarm Kategorie:Magen