Béatrix Beck (* 30. Juli 1914 in Villars-sur-Ollon, Kanton Waadt/Schweiz; † 30. November 2008 in Saint-Clair-sur-Epte, Val d’Oise/Frankreich) war eine französische Schriftstellerin, die vor allem realistisch orientierte, oft auch autobiografisch gefärbte Romane verfasste. Kurzzeitig war sie außerdem Sekretärin des Schriftstellers André Gide. 1952 erhielt sie den begehrten Prix Goncourt. Der preisgekrönte Roman Léon Morin, prêtre („in erbarmungsloser Prosa erzählt die ehemalige Atheistin ihre eigene Konversion“)Der Spiegel vom 28. April 1954 – zur Ankündigung der folgenden Ausgabe vom 5. Mai, die Becks Portrait auf der Titelseite bringt: „Das große Glück der Magd. Öffentliche Lebensbeichte: Schriftstellerin Béatrix Beck“ wurde von Melville verfilmt.1961, mit Jean-Paul Belmondo, Regie Jean-Pierre Melville

Leben und Werk Die Tochter des belgischen Schriftstellers Christian Beck, der lettisch-italienischer Abstammung war, und einer irischen Mutter, die Selbstmord beging, wuchs in Frankreich auf. Sie studierte Jura in Grenoble, wurde Kommunistin, arbeitete als Lehrerin. 1936 heiratete sie den staatenlosen Juden Naum Szapiro, der allerdings 1940 in den Ardennen dem Krieg zum Opfer fiel. Mit einer Tochter musste sich die Witwe nun mit Gelegenheitsarbeiten durchschlagen, so als Fabrikarbeiterin (teils in Brüssel), Modell für eine Zeichenschule, Zugehfrau, Landarbeiterin. 1948 machte sie mit ihrem ersten Roman Barny auf sich aufmerksam – auch André Gide, der sie 1950 als Sekretärin anstellte. Zwar starb Gide wenig später (1951), doch aufgrund weiterer erfolgreicher Bücher konnte sich Beck eine Wohnung in dem Pariser Haus kaufen, in dem Sartre wohnte. 1966 in die USA gewechselt, übernahm sie verschiedene Professuren in den Staaten wie in Kanada. 1977 kehrte sie nach Frankreich zurück. In die folgenden Romane ging auch eine „unmögliche“ Liebeso die Bezeichnung in der französischen Wikipedia, siehe hier, abgerufen am 25. Januar 2011 zu einem jungen Studenten in Québec ein. Nach Winfried Englerim von ihm herausgegebenen Lexikon der französischen Literatur (= Kröners Taschenausgabe. Band 388). 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 1984, ISBN 3-520-38802-2. sind Becks Hauptthemen Ehe und Religion.

Werke (Auswahl) Barny, Roman, 1948 Une mort irrégulière, Roman, 1950 (beide zusammen auf Deutsch als Barny und Der ordnungswidrige Tod, Ffm 1953, sowie als Die Erde will uns wieder haben, Basel 1956) Léon Morin, prêtre, Roman, 1952, dts. Léon Morin, Priester, Ffm 1952, Basel 1956 Contes à l’enfant né coiffé, Kinderbuch, 1953 Le muet, 1963 Cou coupé court toujours, 1967 L’epouvante, l’emerveillement, 1977 Noli, Roman, 1978 (um die Liebe) La décharge, 1979 Josée dite Nancy, 1981 Don Juan des forêts, Roman, 1983 (ums Motiv der Verführung) L’enfant chat, Roman, 1984

Beck blieb bis kurz vor ihrem Tod produktiv.

Literatur Introduction à La Décharge, Grasset et Fasquelles, Collection Les Cahiers Rouges, Paris, 1988

Auszeichnungen Prix Goncourt 1952 (für Léon Morin, prêtre) Prix littéraire du Prince Pierre-de-Monaco, 1989 (für das Gesamtwerk) Prix du Livre Inter, 1979 (für La Décharge) Leserpreis des Magazins Trente Millionen d’amis, 1984 (für L’enfant chat) Grand prix de littérature de l’Académie française, 1997 Grand prix littéraire de France-Wallonie-Bruxelles, 1997

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Einzelnachweise

Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Französisch) Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Hochschullehrer (Universität Laval) Kategorie:Hochschullehrer (Kanada) Kategorie:Träger des Prix Goncourt Kategorie:Dichterjurist Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1914 Kategorie:Gestorben 2008 Kategorie:Frau