mini|Félix Leclerc (1951) Félix Leclerc, OC, GOQ (* 2. August 1914 in La Tuque; † 8. August 1988 in Saint-Pierre-de-L’Île-d’Orléans) war ein kanadischer Autor, Komponist, Musiker und Schauspieler.

Er wurde am 20. Dezember 1968 zum Offizier des Ordens von Kanada ernannt und 1982 erhielt er den Titel eines Doktors honoris causa der Universität von Montreal.Ehrung bei gg.ca, abgerufen am 27. Februar 2021. Leclerc wurde 2006 posthum für seine Songs Moi, mes souliers, Le P’tit Bonheur und Le Tour de l’île in die Hall of Fame der kanadischen Songwriter aufgenommen.Hall of Fame bei web.archive.org, abgerufen am 27. Februar 2021.

Leben und Karriere Félix Leclerc wurde 1914 als sechstes Kind in einer Familie mit elf Kindern geboren. Er begann sein Studium an der Universität von Ottawa, musste aber wegen der Weltwirtschaftskrise vorzeitig aufhören. Er arbeitete in verschiedenen Berufen, bevor er von 1934 bis 1937 Radiosprecher in Québec City und Trois-Rivières wurde.Le théâtre radiophonique de Félix Leclerc bei ici.radio-canada.ca, abgerufen am 28. Februar 2021. 1939 begann er als Autor bei Radio-Canada in Montréal zu arbeiten und entwickelte Drehbücher für Hörspiele, darunter Je me souviens. Bei der Umsetzung dieser Werke spielte er einige seiner frühesten Lieder, auch in verschiedenen Dramen, darunter Un Homme et son péché. Er veröffentlichte eine Reihe von Drehbüchern und gründete eine Theatergesellschaft, die Theaterstücke in ganz Québec präsentierte.Das Leben von Félix Leclerc in Trois-Rivières und in Montreal bei maisonfelixleclerc.org, abgerufen am 28. Februar 2021.

1950 wurde er vom Pariser Musikproduzenten Jacques Canetti entdeckt und trat in Frankreich mit großem Erfolg auf. Er unterschrieb einen Plattenvertrag bei Polydor Records und kehrte 1953 nach Québec zurück. 1958 erhielt er für sein zweites Album die höchste Auszeichnung der Akademie Charles Cros in Frankreich. Er wurde 1971 in den Orden von Kanada, den Nationalen Orden von Québec berufen und 1986 zum Ritter der französischen Ehrenlegion ernannt. mini|Félix-Leclerc-Museum Leclerc war von 1942 bis 1968 mit der Schauspielerin Andrée Vien (1916–2005) verheiratet.Das Leben von Félix Leclerc in Trois-Rivières und in Montreal bei maisonfelixleclerc.org, abgerufen am 28. Februar 2021. Aus dieser Ehe stammt sein Sohn Martin (* 13. Juli 1945), der später Fotograf und Kameramann wurde. Nach seiner Scheidung heiratete er 1969 Gaëtane Morin (1940–2018), mit der er zwei weitere Kinder hatte, seinen Sohn Francis Leclerc und seine Tochter Nathalie Leclerc, die später die künstlerische Leiterin von „Espace Félix-Leclerc“ und Vizepräsidentin der Félix-Leclerc-Stiftung wurde.Félix-Leclerc-Stiftung bei felixleclerc.com, abgerufen am 27. Februar 2021.

Félix Leclerc starb 1988 im Schlaf an einem Herzstillstand in Saint-Pierre-de-l’Île-d’Orléans in Québec. Dort wurde 1989 ihm zu Ehren ein Denkmal errichtet. Ein Haus in Vaudreuil-Dorion, westlich von Montréal, das er von 1956 bis 1967 bewohnte (und in dem sein Sohn Martin wohnte) wurde zu einem Museum.

Bedeutung mini|Félix-Leclerc-Denkmal in Saint-Pierre-de-l’Île-d’Orléans Leclerc spielte eine wichtige Rolle bei der Wiederbelebung der Tradition des Québecer Volksliedes und war eine starke Stimme für den nationalen Patriotismus in Québec. Ihm zu Ehren wurden mehrere Parks, Straßen und Schulen in Québec benannt. Die Félix Awards, die Quebec-Aufnahmekünstlern verliehen werden, sind nach ihm benannt. Im Jahr 2000 ehrte ihn die kanadische Regierung mit einer Briefmarke.

Sein halbautobiografischer Roman Pieds nus dans l’aube wurde von seinem Sohn Francis 2017 in dem Film Barefoot at Dawn adaptiert.Barfuß im Morgengrauen – Die Poesie der Kindheit bei ledevoir.com, abgerufen am 27. Februar 2021.

Diskografie 1951: Chante ses derniers succès sur disque 1957: Félix Leclerc chante 1958: Félix Leclerc et sa guitare, vol. 1 1959: Félix Leclerc et sa guitare, vol. 2 1959: Félix Leclerc et sa guitare, vol. 3 1962: Le Roi heureux 1964: Félix Leclerc 1964: Mes premières chansons 1966: Moi, mes chansons 1967: La Vie 1968: L’Héritage 1969: Félix Leclerc, dit pieds nus dans l’aube 1969: J’inviterai l’enfance 1973: L’alouette en colère 1974: J’ai vu le loup, le renard, le lion, avec Gilles Vigneault et Robert Charlebois 1975: Le tour de l’île 1978: Mon fils 1979: Chanson dans la mémoire longtemps 1993: L’ancêtre – en Concert à l’ile d’Orléans

Weiteres Leclerc schrieb die Musik für den Film La chanson du pharmacien (2003).

Literatur Ursula Mathis-Moser: Félix Leclerc. In: Ursula Lehmkuhl (Hg.): Länderbericht Kanada. Schriftenreihe, 10200. Bundeszentrale für politische Bildung BpB, Bonn 2018, S. 141.

Weblinks

Fondation Félix-Leclerc (französisch) Dokumentarfilm Félix Leclerc troubadour bei onf.ca (französisch) Videointerview von 1967 bei Télévision Suisse Romande (französisch) Biografie und Hörproben bei wordpress.com (französisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Officer of the Order of Canada Kategorie:Großoffizier des Ordre national du Québec Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Ritter) Kategorie:Kanadier Kategorie:Geboren 1914 Kategorie:Gestorben 1988 Kategorie:Mann